Interview mit der MOZ

Am 14. März finden in Woltersdorf Bürgermeisterwahlen statt. Der Woltersdorfer Handwerker Andreas Heinitz (44), tritt als Einzelbewerber an. Elke Schlegelmilch (MOZ) sprach mit ihm über seine Beweggründe und Ziele.

Herr Heinitz, Sie sind Handwerker und kaufmännischer Leiter im Betrieb Ihrer Lebensgefährtin. Warum wollen Sie nun Berufspolitiker in Ihrem Heimatort werden?

Da der Betrieb meiner Lebensgefährtin jetzt sehr gut läuft, habe ich Kapazitäten frei und möchte mich daher einer neuen Herausforderung stellen, zumal viele Bürger einen neuen Bürgermeister wünschen. Als Berufspolitiker werde ich das Amt des Bürgermeisters allerdings nicht begreifen. Souverän ist die Gemeindevertretung, in welcher der Bürgermeister nur eine neben 18 weiteren Stimmen hat. Ich sehe mich eher als obersten Dienstleister der Bürger in der Verwaltung.

Was sollte aus Ihrer Sicht besser werden in Woltersdorf?

Die Beteiligung der Bürger an der politischen Willensbildung, die Förderung und Unterstützung von Einzel- und Gruppeninitiativen. Eine effektive und bürgernähere Verwaltung. Zudem würde ich mich als Bürgermeister dafür einsetzten, dass Woltersdorf, wie Rüdersdorf, Mitglied beim Dienstleistungsportal „Maerker Brandenburg“ der Landesverwaltung wird. Dort können Bürger auf einfachem Weg ihrer Kommune mitteilen, zum Beispiel, wo es Schlaglöcher oder unnötige Barrieren für Ältere und Behinderte oder auch wilde Deponien gibt.

Welche Schwerpunkte würden Sie als Bürgermeister setzen?

Im haushaltsrechtlich Machbaren die Prioritäten auf das richten, was zügig und unmittelbar die Lebensqualität möglichst vieler Bürger verbessert. Zum Beispiel Verkehrssicherungsmaßnahmen, Kinder- und Jugendarbeit, Vereinsförderung.

Sie können sich von Berufs wegen sicher gut in die Lage von Gewerbetreibenden versetzen; wo würden Sie als Bürgermeister ansetzen, um etwas für die Entwicklung der kommunalen Wirtschaft zu tun?

Entwicklung von Gewerbegebieten nach Bedarf und auf bereits vorhandenen Flächen. Wiedereinführung eines Tourismusbeauftragten, Förderung von Unternehmerstammtischen. Unterstützung von Firmengründungen. Beachtung vorhandener und Förderung weiterer Synergieeffekte.

Woltersdorf ist für viele junge Familien, aber auch für ältere Bürger geliebter und angestammter Wohnort, wie wollen Sie dem gerecht werden?