Insider Bürgermeister Vogel und die Körnerstraße – Teil 3

Zum Morgenkaffee erreichte mich eine Mail, in der mich der Verfasser als Betreiber eines Journals auf Schmierblattniveau bezeichnete. Gleichzeitig warnte er vor juristischen Folgen, falls ich weiter so vor mich hinschmiere und Falschaussagen verbreite. Natürlich blieb der Vater des Schreibens im schützenden Dunkel. Der Inhalt seiner Mail zeigt aber an, er befindet sich inside der Story.

Wollen wir doch einmal sehen, was da so falsch ist und nennen hier den Schreiber einfach einmal Anonymus.

Anonymus: Nun zu den ersten falschen Anschuldigungen gegenüber Herrn S: Die Verlegung der Zuwegung zu den hinteren Flurstücken wurden schon vor 1985 im Zuge der Verpachtungen offiziell von der Gemeinde genehmigt. Dadurch ist den Pächtern der hinteren Flurstücke (hier Frau B.) nie ein Nachteil entstanden.

Antwort B-J: Weder zum Zeitpunkt noch zur Genehmigung, ob bekommen oder nicht, habe ich mich geäußert, ich kenne den Zeitpunkt nicht. Den kennt aber Herr S. sehr genau.

Anonymus: Wie zum Teufel kommen Sie darauf, daß Frau Vogel Flurstück 534/3 erworben hat??? Das ist absoluter Unsinn und dadurch auch kein Skandal! Der Plan die jeweils hintereinander liegenden Flurstücken langfristig im Stück zu verkaufen, existiert in der Gemeinde schon seit der Amtszeit von Ex-Bürgermeister Höhne. Genauso ist es jetzt von der Gemeinde praktiziert worden und von den Gemeindevertretern beschlossen worden.

Antwort B-J: ‚MOZ vom 12.04. „Vogel räumt Fehler ein“ …Seine (Vogels) Frau hat einen Pachtvertrag übernommen und damit ein Grundstück gekauft, das eben aus diesem Grund sonst nicht verkäuflich gewesen wäre.'“Ein Pachtvertrag existiert für das Flurstück 534/3. Frau B. hat mir das telefonisch bestätigt. Ein weiterer Pachtvertrag kann nicht mehr existieren, da Herrn S. Pachtverträge nach dem Kauf seiner Flurstücke hinfällig sind.

Anonymus: Somit ist die Behauptung falsch, daß Frau Anke Albrecht Vogel einen Gemeindebeschluß unterlaufen hätte.

Antwort B-J: Ich habe nie behauptet, dass Frau Vogel irgendetwas unterlaufen hat. Ihr Gatte ist Bürgermeister, nicht sie.

Anonymus: Auch ist die Behauptung falsch, Frau B. hätte jetzt keinen Zugang mehr zu Ihrem Pachtgrundstück. Ihr Pachtvertrag läuft ganz normal weiter und auch die Zuwegung bleibt wie gehabt bestehen.

Antwort B-J: Ich sagte, der Zugang zum Flurstück 534/3 ist über einen Grasweg des von Frau Bürgermeister gekauften Flurstücks 534/6 „noch“ möglich. Inwieweit die neue Besitzerin weiterhin den Zugang gewährleistet, sei dahingestellt. Frau B. sprach jedenfalls davon, dass das Flurstück jetzt nur noch mit einem Hubschrauber zu erreichen sei. Das spricht nicht für Ihre Aussage, das der Zugang weiterhin gewährleistet wird.

Anonymus: Weiter behauptet der Blogbetreiber Zitat: „Der Bürgermeister ist immer wieder in der Körnerstraße erschienen, die Leute willig zu quatschen, alles für das Wohl seiner Gattin und das Ganze in der Arbeitszeit, die die Gemeinde bezahlt.“ Das ist glattweg gelogen!!! Herr Dr. Vogel ist ein oder zweimal in der Körnerstraße gewesen, um das Grundstück zu besichtigen und nicht um mit Anwohnern über die Straße zu sprechen , und das zu einer Uhrzeit, zu der die Meisten von uns schon vor dem Fernseher hocken. (also wohl kaum während seiner Arbeitszeit)

Antwort B-J: Dann muss der Bürgermeister Falsches berichtet haben. In allen möglichen Ausschüssen betonte Bürgermeister Vogel immer wieder, wie intensiv er sich mit den Anwohnern unterhalten hat und wie oft er deshalb die Körnerstraße im Dienste des Straßenbaus aufsuchte. Von seinen Grundstücksgeschichten erzählte er freilich nichts, kann durchaus sein, dass er deshalb auch im Dunkeln die Körnerstraße anlief.

Anonymus: Ich fordere Sie, Herrn Wohlers dazu auf, Ihre unseriöse, auf falsche Tatsachen beruhende Privatfehde mit Herrn Dr. Vogel zu unterlassen und nicht auf dem Rücken der Anwohner der Körnerstraße auszutragen und damit Unfrieden zu stiften. Bedenken Sie die möglichen rechtlichen Konsequenzen.

Antwort B-J: Eine Privatfehde zwischen Vogel und mir, die gibt es nicht. Er mag unsere Berichterstattung nicht, das ist alles.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Bernds Journal

Vogel und die Körnerstraße Teil 11
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Vogel und die Körnerstraße Teil 2
Vogel und die Körnerstraße Teil 1

  1. Theo Mütze

    unterm Strich hat sich Familie Bürgermeister genug Grund für eine riesen Stadtvilla mit großem Garten und dann noch in Bestlage zusammengekauft.
    Mit dem Grundbuchauszug ist das amtlich, fehlen nur noch die Kaufpreise.
    Nächste Woche gehe ich in die Gemeindeversammlung und höre mir das mal an. Unser Bürgermeister hat da ja einiges zu erklären.

    Bei der Radaktion kann man sich nur bedanken für soviel Aufklärung und das Sortieren von faulen Eiern.

  2. Bernd

    Laut Grundbuchauszug haben Frau Anke Albrecht Vogel und ein Herr T. Teile der Flurstücke Weiß, Rot, Gelb, Blau gekauft. Das Flurstück Grün wurde gänzlich von Frau Bürgermeister gekauft. Beide Parteien Vogel und T. hätten lt. Gemeindebeschluss nicht kaufen dürfen. Dazu waren nur das Ehepaar S. und Frau B. befugt. Laut Grundbuch handelt es sich insgesamt um 2111 qm, davon haben Frau Albrecht-Vogel 983 qm und Herr T. 1128 qm erworben. Die Flurstücke Weiß 534/3, Blau 534/6 und Grün 534/7 sind als Erholungsfläche ausgewiesen und damit kein Bauland. Unsere farbige Flurkarte befindet sich im Teil 2 http://www.bernds-journal.de/insider-burgermeister-vogel-und-die-kornerstrase-teil-2/

  3. Bernd

    Nun schreib ich einen Kommentar zu meinem eigenen Artikel. Hier versucht EINER die freie Meinungsäußerung mit Drohungen zu unterbinden oder in die richtige Richtung zu lenken.

    Erinnern wir uns doch einmal an den Straßenbau, an einen Offenen Brief, den ich hier veröffentlichte. Auch in diesem Brief wird die Angst erwähnt, mit der einige Akteure so spielerisch umgehen:

    http://www.bernds-journal.de/kornerstrase-einmal-anders/

    Auszüge aus dem Offenen Brief:
    „Auch drängt sich unweigerlich der Verdacht auf, dass im gesamten Zeitraum das Instrument genutzt wurde, Angst bei den Anliegern zu verbreiten, um sich auf diese Art und Weise eine Unterschrift bzw. die Befürwortung des Straßenbaus zu erzwingen. Auch wurden wir in keine einzige Entscheidungsfindung hinsichtlich des Ausbaus der Straße einbezogen, wo sich uns die Frage stellt, wer hier eigentlich die Straße baut.“

    „Wörtlich wurde ihm gesagt „Sie können sich auf Ihre Hinterbeine stellen. Sie werden sehen, Sie werden diese Straße bezahlen!“ Auch diese Aussagen sind aus unserer Sicht nicht tragbar“

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