Hauptausschuss Teil 1 – August 2011

Thema Sommerfest und Spendenverbleib

Die Sommerpause ist beendet, gestern um 19:00 Uhr tagte der Hauptausschuss. Da Wolfgang Stock den Vorsitz aufgegeben hat, musste ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Die Abgeordneten entschieden sich für eine offene Wahl und Müller-Brys (SPD) schlug als Kandidaten unseren Bürgermeister vor. Er wurde mit fünf „Ja“ und einer „Nein“ Stimme gewählt. Als Stellvertreter wurde Dr. Matthias Schultz einstimmig gewählt.

Jetzt möchten wir die Reihenfolge der Tagesordnungspunkt verlassen und zuerst mit dem Punkt 12 beginnen. Der Bericht des Bürgermeisters zur Absage des Sommerfestes 2011, mit anschließender Aussprache.

Herr Bürgermeister bedauerte den Ausfall und erzählte aus seiner Sicht wie es dazu kam. Zwischen Januar und März 2010 wurde der Termin für das Sommerfest 2011 festgelegt. Im Vorfeld verlief alles normal, am 2. Mai 2010 gab es eine Besprechung u.a. mit Herrn Farr und Herrn Utecht, dabei stellte sich heraus, dass das Spendenaufkommen bis dahin nicht so toll war. Am 27. Juni 2011 gab es ein weiteres Treffen mit Mitarbeitern Utecht, Bähker und Langen, da kristallisierte sich heraus, dass eine Deckungslücke von 10.000 Euro entsteht. Am 29. Juni 2011 bat Herr Farr über Hannes Langen um ein dringendes Gespräch mit dem Bürgermeister, welches am Donnerstag den 30. Juni 2011 stattfand. In diesem Gespräch sagte der BM zu, innerhalb dieser Woche mit den Fraktionen zu klären, ob für die Lücke Haushaltsgelder genommen werden können. Er versprach Herrn Farr, ihn bis Freitag zu informieren. Die Fraktionen signalisierten ihm, dass es keine Gelder für die Deckungslücke gibt. Am Freitag hat es wohl eine Panne gegeben und er hat Herrn Farr nicht angerufen. Den Hauptausschuss berief er auch nicht zu einer Sondersitzung ein, da ihm klar war, er bekommt kein Geld. Er wollte jedenfalls den Tag der Vereine, der am Samstag des Sommerfestes stattfindet, retten. Ganz kurzfristig, am 13. Juli 2011 nachmittags, um 17:41 Uhr, lud er per Email die Abgeordneten zu einem Treffen, am 14. Juli 18:00 Uhr, mit den bereits zuvor am Dienstag, dem 12. Juli, eingeladenen Vereinen, in den Ratssaal ein. Die Abgeordneten konnten der allzu kurzfristigen Einladung nicht folgen. Deshalb informierte er am Freitag die MOZ, dass das Sommerfest abgesagt ist. Herrn Farr wurde schon vor der Presse am Mittwoch informiert.

Herr Farr bezog zum Vortrag des BM Stellung: Er findet die Gerüchteküche furchtbar. Von der Gemeinde versteht er nicht, was dem Fest entgegen sprach, es wurde so gearbeitet wie immer. Das Programm stand, es gab nur noch Parkplatz- und Ordnungsfragen zu klären. Mit Rainer Vogel traf er sich erstmals am 2. November 2010, dabei lernte er ihn auch kennen, da habe er den BM bereits auf die Spendenproblematik angesprochen und ihn gebeten die Leute zu motivieren, damit das Fest ein Erfolg wird. Ihn ärgerte auch der immer wieder genannte Fehlbetrag von 10.000 Euro, weil es nicht stimmt. Wir, ich und Sie, haben uns im Januar 2011 mit den Herren Langen, Utecht und Frau Bähker getroffen und mit ihnen über die Vertragsgestaltung und auch über Geld gesprochen. Da haben Sie gesagt, wir müssen ja irgendetwas einstellen, wenn da nichts kommt. Erfahrungsgemäß, in anderen Gemeinden wird es so gemacht, dieses Fest kostet Netto 16.000 Euro, ohne meine Tätigkeit und ohne mein Personal. Da habe ich gesagt die 10.000 müsste man haben, damit das Fest stattfinden kann. Wenn noch 4000 Euro Spenden kommen, fehlen nur noch 6000 Euro und falls noch mehr gekommen wäre, fehlten vielleicht nur noch 2000 Euro. Ich hatte darum gebeten, dass dieser Betrag (als Bürgschaft) von der Gemeinde aufgefüllt wird. Wir haben dann noch an drei Terminen zusammen gesessen (mit H.Langen), ich weiß nicht, ob er den BM darüber informiert hat, oder nicht. Am 7. (Monat nicht genannt) bekam er von Frau Bähker eine Email mit der Anfrage, was die Verköstigung von 13 Feuerwehrleuten kostet. Er (Farr) war über die Frage irritiert, da er bis jetzt immer die Feuerwehr, Polizei usw. umsonst beköstigt hat. Ihm schwammen die Felle weg und er bat um einen dringenden Termin beim Bürgermeister. Der sagte: „Mensch, Herr Farr, hätten Sie mal früher mal was gesagt, ich habe heute das erste Mal etwas davon gehört“. Herr Farr weiter, da war alles zu spät, er hat das alles nicht für voll genommen. Ich (Farr) habe das Gefühl, ich solle es nicht mehr machen, dann solle man es mir sagen. Ende von Herrn Farr’s Ausführungen.

Heinz Vogel (WBF) fragte nach den rund 2800 Euro Spendengeldern, die bereits eingegangen waren. Was passiert mit denen?

Bürgermeister Dr. Rainer Vogel bemühte sich seine Antwort extrem nuschlig und unverständlich zu geben, er hatte auch allen Grund dazu: Er hat die Spender gefragt, ob sie ihr Geld zurück haben oder es für den Verein „Alte Schule“ spenden wollen. Der BM hat so seinem eigenen Verein „Kulturhaus Alte Schule“ eine schöne Finanzspritze verpasst, alle anderen Vereine waren Nase – feiner Bürgermeister! Indem er nur von „Alte Schule“ spricht, suggeriert er anderen, es gehe um das Gebäude „Alte Schule“, was aber falsch ist.

Des BM, s Aussage zum Fest hört sich ganz anders an als die Ausführung von Herrn Farr. Es stellt sich der Gedanke ein, alles, wie es gekommen ist, war langfristig geplant, um im nächsten Jahr einen anderen Anbieter zu nehmen. Da höre ich mittelständische Glocken läuten, läutet da der Herr Bürgermeister mit?

Fortsetzung folgt morgen

  1. Norman

    Also ich verfolge ja diese Beiträge schon eine ganze Weile. Leider kenne ich mich mit Kommunalpolitik nicht so aus, aber auch nun werde ich mich mal äußern als Mitglied einer langjährigen öffentlichen Einrichtung.
    Ich bin der Meinung, hier im schönen Ort Woltersdorf geschehen Dinge, wovon die Mehrheit der Anwohner gar nicht Bescheid wissen, was das Thema Bürgermeister angeht.
    Hier werden viele alteingesessene Gewohnheiten, die viele Vereine, öffentliche Einrichtungen usw über Jahre aufgebaut und verbessert haben zum Wohle der Bevölkerung, kaputt gespielt. Warum dieses Herr Dr. Vogel??? Warum spielen Sie Hr. BM nicht mit offenen Karten, und äußern sich immer unverständlich???
    Sicherlich müssen einige Dinge im Ort und in der Politik vorwärts gehen. Aber solche Feste und auch diverse Feierlichkeiten sind Dinge in einer Gemeinde, die wichtig sind, um gewisse Kontakte zu pflegen und zu hegen. Und auch vielleicht neue zu gewinnen zb unter unseren Gewerbetreibenden. Man sieht viele alte Gesichter mal wieder und kommt ins Gespräch. Aber all dieses ist in diesem Jahr sehr schwer geworden, unter anderem wegen dem ausgefallenen Sommerfest. Warum treten so viele Widersprüche von Ihnen auf, wenn man diese ganzen Beiträge verfolgt, sei es hier, in der MOZ, oder gar in anderen Lokalzeitungen rund um unsere Gemeinde????
    Beziehen sie doch endlich Stellung Herr Dr.Vogel, und erklären sie es uns ohne Fach-Chinesisch und Bürokraten-deutsch. Das sind Sie der Bevölkerung von Woltersdorf schuldig…..

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