Hauke-Verlag beglückt uns mit neuem Artikel

3. November 2012 Aus Von BerndWohlers

Des Öfteren konnten sich hauptsächlich die Leser von Kümmels Anzeiger über Leserbriefe wundern. Die Schreiber legten sich kräftigst für Vogel ins Zeug. Schlecht weg kam regelmäßig die Opposition, ausgenommen der WBF, da hat ein Vorstandsmitglied, wie’s scheint, ein gutes Verhältnis zum Hauke-Verlag. Jedenfalls veröffentlicht Hauke seine Leserbriefe und das ist vielsagend.

Michael Hauke schwingt jetzt für alle sichtbar, engagiert die Feder für Dr. Vogel. Wir haben, so sehe ich es, einen neuen Fan für unseren Bürgermeister und seinen Koalitionär „Die Linke“. Neue Federn schreiben gut, wollen wir mal sehen, wohin Michael Hauke mit seinem Verlag steuert.

Gehen wir mitten hinein, in den in der neuesten Fürstenwalder Zeitung (FW) erschienenen Artikel. Zitat Hauke: “ …so nahmen erstaunlich viele Bürger auf den Zuschauerplätzen im Ratssaal Platz…“ Erstaunlich, schreibt Hauke, dabei hat er doch selber zum Tanz geladen. Zitat Hauke im FW 12-20: “ Die Sitzungen sind öffentlich, für Zuschauer ist genug Platz. Der nächste Hauptausschuss findet…im Ratssaal des Rathauses Woltersdorf statt. Michael“.

Die Geladenen sind gekommen, hockten versammelt auf einer Seite des Saales und Michael Hauke mitten unter ihnen. Einige kannte ich vom Sehen, sah sie schon öfters mit dem Verleger kommen und gehen. Einige Geladene heizten die Stimmung kräftigt an. Ein Typ raunte alle naselang einer Abgeordneten der SPD, die dort als Besucher anwesend war, ins Ohr, „bei der nächsten Wahl kriegt ihr nicht mehr wie 16 Prozent“. Mir verklickerte der gleiche Typ, „das ich was erleben könne, wenn ich ihn, hier auf diesen Blog, noch einmal als Nazi bezeichne.“ Ich habe zwar noch nie jemanden als Nazi bezeichnet, aber was macht das schon, die Extremen beider Flügel haben 33 auch keine Wahrheiten gebraucht.

Gehen wir einmal weiter im Text, Zitat Hauke: „Es kam zu Tumulten, als der Bürgermeister einen Brief der Volkssolidarität vorlesen wollte, in dem das Verhalten der CDU-SPD-WBF-Mehrheit scharf kritisiert wurde …Der Bürgermeister ließ sich nicht beirren und gab auf den Einwand, dass das Schreiben ja bekannt sei, als Antwort: ‚Aber unsere Gäste kennen es ja nicht‘.“

Die Volkssolidarität, Anhängsel von „Die Linke“ schreibt für den Bürgermeister, ist doch „Die Linke“ treuer Verbündeter von Vogel. Vogel hat bisher nie Lorbeeren für seine Öffentlichkeit und Transparenz Versprechen bekommen. Jetzt mitten im Tumult wollte er vorlesen, als sei die Welt in schönster Ordnung. Ganz schön schräg, der Vorsitzende! Vogel hätte an dem Punkt für Sicherheit und Ordnung sorgen müssen, das hat er unterlassen. Er hat den Tumult, die Bedrohungen zugelassen, offiziell nicht zur Kenntnis genommen und damit bewiesen, dass er unfähig ist, einen Ausschuss zu leiten.

Zitat Hauke: “ Auf den Zuschauerreihen gab es Unmutsäußerungen: „Fragen Sie doch mal die Bürger!“ und „Was ist denn das für eine Art von Demokratieverständnis?!“, war zu hören. Die anwesenden Bürger waren offensichtlich aufgebracht.“

Wir, die wir immer hingehen, haben die anwesenden „Neu-Bürger“ gesehen, wir sahen, wie ein Teil umherirrte und den Ort ihres Auftritts suchte. Einen der Unmutsäußerer konnten wir hinterher ein wenig auf den Zahn fühlen. Er wusste, wo er war und das man etwas tun müsse, das war’s, mehr war nicht drin.

Wie ich meine, hat der Hauke-Verlag in Erkner da einen Artikel fabriziert, dessen Neutralität oder Parteilichkeit unter den Gesichtspunkt folgender Äußerungen von Michael Hauke betrachtet werden sollte:

Zitat Hauke aus FW 12-20: “ …wählbare Linke die einzige Fraktion ist, die sich loyal mit dem Bürgermeister arrangiert.“…“Hinterher weiß man, dass man mit seiner Stimme bei der nächsten Kommunalwahl im Jahre 2014 verantwortungsbewusst umgehen muss. Zu dieser Wahl werden sicherlich auch neue, unverbrauchte Kandidaten für die Gemeindevertretung antreten…“

Hat Hauke nicht einen Artikel „Maulkorb für den Bürgermeister“ geschrieben und folgten dann nicht Maulkorb Artikel auf der Webseite von „Die Linke“ und im „Neuen Deutschland“?!** Jeder mag jetzt scharfsinnig darüber nachdenken, aus welcher Ecke der Wind weht, ich meine Ostwind.

**Zitat zum „Neuen Deutschland“Wikipedia: Von 1946 bis 1989 war die Zeitung in der DDR das Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Ab Dezember 1989 bis Anfang 2007 befand sich die Zeitung über eine GmbH im Besitz der Nachfolgepartei PDS.[1] Sie gehört seither jeweils zu 50 Prozent der Föderativen Verlags-, Consulting- und Handelsgesellschaft mbH – FEVAC, treuhänderisch für die Partei Die Linke

Zusätzlich empfehle ich: Hauptausschuss – Teil 2; Oktober 2012