Hauke-Verlag beglückt uns mit neuem Artikel

Des Öfteren konnten sich hauptsächlich die Leser von Kümmels Anzeiger über Leserbriefe wundern. Die Schreiber legten sich kräftigst für Vogel ins Zeug. Schlecht weg kam regelmäßig die Opposition, ausgenommen der WBF, da hat ein Vorstandsmitglied, wie’s scheint, ein gutes Verhältnis zum Hauke-Verlag. Jedenfalls veröffentlicht Hauke seine Leserbriefe und das ist vielsagend.

Michael Hauke schwingt jetzt für alle sichtbar, engagiert die Feder für Dr. Vogel. Wir haben, so sehe ich es, einen neuen Fan für unseren Bürgermeister und seinen Koalitionär „Die Linke“. Neue Federn schreiben gut, wollen wir mal sehen, wohin Michael Hauke mit seinem Verlag steuert.

Gehen wir mitten hinein, in den in der neuesten Fürstenwalder Zeitung (FW) erschienenen Artikel. Zitat Hauke: “ …so nahmen erstaunlich viele Bürger auf den Zuschauerplätzen im Ratssaal Platz…“ Erstaunlich, schreibt Hauke, dabei hat er doch selber zum Tanz geladen. Zitat Hauke im FW 12-20: “ Die Sitzungen sind öffentlich, für Zuschauer ist genug Platz. Der nächste Hauptausschuss findet…im Ratssaal des Rathauses Woltersdorf statt. Michael“.

Die Geladenen sind gekommen, hockten versammelt auf einer Seite des Saales und Michael Hauke mitten unter ihnen. Einige kannte ich vom Sehen, sah sie schon öfters mit dem Verleger kommen und gehen. Einige Geladene heizten die Stimmung kräftigt an. Ein Typ raunte alle naselang einer Abgeordneten der SPD, die dort als Besucher anwesend war, ins Ohr, „bei der nächsten Wahl kriegt ihr nicht mehr wie 16 Prozent“. Mir verklickerte der gleiche Typ, „das ich was erleben könne, wenn ich ihn, hier auf diesen Blog, noch einmal als Nazi bezeichne.“ Ich habe zwar noch nie jemanden als Nazi bezeichnet, aber was macht das schon, die Extremen beider Flügel haben 33 auch keine Wahrheiten gebraucht.

Gehen wir einmal weiter im Text, Zitat Hauke: „Es kam zu Tumulten, als der Bürgermeister einen Brief der Volkssolidarität vorlesen wollte, in dem das Verhalten der CDU-SPD-WBF-Mehrheit scharf kritisiert wurde …Der Bürgermeister ließ sich nicht beirren und gab auf den Einwand, dass das Schreiben ja bekannt sei, als Antwort: ‚Aber unsere Gäste kennen es ja nicht‘.“

Die Volkssolidarität, Anhängsel von „Die Linke“ schreibt für den Bürgermeister, ist doch „Die Linke“ treuer Verbündeter von Vogel. Vogel hat bisher nie Lorbeeren für seine Öffentlichkeit und Transparenz Versprechen bekommen. Jetzt mitten im Tumult wollte er vorlesen, als sei die Welt in schönster Ordnung. Ganz schön schräg, der Vorsitzende! Vogel hätte an dem Punkt für Sicherheit und Ordnung sorgen müssen, das hat er unterlassen. Er hat den Tumult, die Bedrohungen zugelassen, offiziell nicht zur Kenntnis genommen und damit bewiesen, dass er unfähig ist, einen Ausschuss zu leiten.

Zitat Hauke: “ Auf den Zuschauerreihen gab es Unmutsäußerungen: „Fragen Sie doch mal die Bürger!“ und „Was ist denn das für eine Art von Demokratieverständnis?!“, war zu hören. Die anwesenden Bürger waren offensichtlich aufgebracht.“

Wir, die wir immer hingehen, haben die anwesenden „Neu-Bürger“ gesehen, wir sahen, wie ein Teil umherirrte und den Ort ihres Auftritts suchte. Einen der Unmutsäußerer konnten wir hinterher ein wenig auf den Zahn fühlen. Er wusste, wo er war und das man etwas tun müsse, das war’s, mehr war nicht drin.

Wie ich meine, hat der Hauke-Verlag in Erkner da einen Artikel fabriziert, dessen Neutralität oder Parteilichkeit unter den Gesichtspunkt folgender Äußerungen von Michael Hauke betrachtet werden sollte:

Zitat Hauke aus FW 12-20: “ …wählbare Linke die einzige Fraktion ist, die sich loyal mit dem Bürgermeister arrangiert.“…“Hinterher weiß man, dass man mit seiner Stimme bei der nächsten Kommunalwahl im Jahre 2014 verantwortungsbewusst umgehen muss. Zu dieser Wahl werden sicherlich auch neue, unverbrauchte Kandidaten für die Gemeindevertretung antreten…“

Hat Hauke nicht einen Artikel „Maulkorb für den Bürgermeister“ geschrieben und folgten dann nicht Maulkorb Artikel auf der Webseite von „Die Linke“ und im „Neuen Deutschland“?!** Jeder mag jetzt scharfsinnig darüber nachdenken, aus welcher Ecke der Wind weht, ich meine Ostwind.

**Zitat zum „Neuen Deutschland“Wikipedia: Von 1946 bis 1989 war die Zeitung in der DDR das Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Ab Dezember 1989 bis Anfang 2007 befand sich die Zeitung über eine GmbH im Besitz der Nachfolgepartei PDS.[1] Sie gehört seither jeweils zu 50 Prozent der Föderativen Verlags-, Consulting- und Handelsgesellschaft mbH – FEVAC, treuhänderisch für die Partei Die Linke

Zusätzlich empfehle ich: Hauptausschuss – Teil 2; Oktober 2012

  1. Johann

    Ein guter Unternehmer hält sich aus der Politik heraus, er kann da nur verlieren. Irgendwann merkt er es in seinem Kassenbuch, dann ist es zu spät.
    MfG
    Johann K. (Unternehmer seit 34 Jahren)

  2. Minerva McGonagall

    Fragen muss man auch, wieviel „verdienen“ denn all die Schüler, die den Agitprop austragen ?
    Die bekommen ein Gebiet zugewiesen mit soundsoviel Straßen und Haushalten und dafür wird eine Pauschale bezahlt.
    Die tatsächliche Arbeitszeit/Verteil/Wege-Zeit spielt dabei keine Rolle – und die ist durch die weit auseinanderliegenden Grundstücke ganz erheblich.
    Mitunter müssen in die Zeitungen auch noch Werbebeilagen eingelegt und zuvor gefaltet werden…
    Dabei handelt es sich juristisch um einen Werkvertrag, bei dem für die Erbringung einer bestimmten Leistung bezahlt wird, unabhängig vom Zeitaufwand.
    Üblicherweise wird das als prekäre Beschäftigung und Lohndumping bezeichnet, denn für den beschäftigten Austräger / Schüler kommen dabei etwa 2,00 / 2,50 EUR Stundenlohn raus.
    Aus diesem Grunde verbieten viele Eltern ihren Kindern auch derartige Tätigkeiten und finden, dass die in derselben Zeit gelernten Englisch-Vokabeln eine bessere Zukunftsinvestition sind.
    Ich will auch nicht unerwähnt lassen, dass sich unter den Unterstützern des Bürgermeisters auch Gewerkschaftsfunktionäre (z.B. von Ver.di) finden, die medienwirksam gern und oft nach dem Mindestlohn schreien.
    Aber wenn es um Vogelgezwitscher geht, kneift man schon mal beide Augen zu.
    Und hatte nicht der BM seine Wahlpropaganda auch für sich günstig über Hauke verbreiten lassen ?
    (Er musste schließlich sein Geld für Fernreisen zusammenhalten, da muss man eben Prioritäten setzen…)
    Und wie finden das eigentlich die Retter und Rächer der Armen und Unterbezahlten, der Witwen, Waisen und Alleinerziehenden von der SED-PDS-LInken ?

    Nur am Rande:Wolfgang Höhne hat für das Verteilen seiner Wahlwerbung im Jahr 2010 natürlich die Zahlung eines Mindestlohnes zur Bedingung gemacht.

    Minerva

  3. D.S.

    Hauke hatte solange er neutral schrieb 100% Anzeigenkunden, die mit ihm zufrieden waren. Nachdem er sich geoutet hat, sind nur noch seine Linken Kunden und Leser mit ihm glücklich. Es könnte ja sein, dass Kunden die zur CDU, zur SPD, zum WBF, zur FDP neigen in Zukunft andere neutrale Anzeigenblätter bevorzugen. Haukes Blätter wandern von jetzt an ungelesen in die Papiertonne. Und da müssen die armen Kinder in Woltersdorf mit Haukes Reklame auf den Sporthemden rumrennen, ich verstehe diesen Sportverein nicht, sind dem unsere Kinder egal?

    1. Bernd

      Schöneiche und Erkner – Jüttner und Kirsch müssen sich fragen, sind unsere Amtsblätter nicht schon zulange beim Hauke-Verlag

  4. Friedrich

    Der Vogel sollte schnell um ein Parteibuch bei den Linken nachfragen, mit denen und deren Methoden hat er jede Menge gemeinsam. Unfair und durchtrieben war die SED Nachfolgeorganisation wie ihre Vorgängerin schon immer.

    Erstaunlich, dass sich die Wessis Vogel und Hauke vor den Linken Karren spannen lassen Die Frage ist , was den beiden geboten wurde, denn umsonst machen die beiden sicher nichts.
    Erstaunlich ist auch, dass Hauke so eindeutig auf örtlicher Ebene die Linkspartei unterstützt. Dem scheint nicht einzuleuchten, dass er damit Kunden vertreibt. Ich kaufe meine Theaterkarten bestimmt nicht mehr bei Hauke.

    Die nächste Wahl kommt bald, aber anders als Vogel sich das vorstellt. Grüne und Linke wählt bei uns niemand mehr in der Strasse.
    Nach den vielen Jahren mit Höhne wünschten wir uns Ruhe vom neuen Bürgermeister , nicht aber nicht aber dieses unwürdige Auftreten gegen alles anders denkende.

    Zum Glück stehen genug demokratische Parteien zur Auswahl.

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