Guten Rutsch ins Neue!

Die Berliner Feuerwehr zählt jedes Jahr rund 500 Verletzte durch Böller. Die Warnung vor der enorme Sprengkraft illegaler Böller kommt bei den Hobby-Feuerwerkern nicht an. Wenig bis keinen Erfolg hat der Slogan der Feuerwehr: „Finger weg – sonst Finger ab“.

Bereits in diesem Jahr. Durch einen wohl illegalen Böller hat einem Zwölfjährigen ein Auge verloren. Wie viele Opfer wird das „Glückliche Neue Jahr Geknalle“ dieses Jahr fordern?

Die Polizei hat diese Woche ein Auto gefilzt und dabei 164 Kilo polnischer Böller gefunden. Die Herren aus der Levante wollten ihre mörderische Fracht hier mit Gewinn verscherbeln. An die bösen Folgen dieser gefährlichen Fracht haben sie keinen Gedanken verschwendet.
Da fragt man sich, ist Polen ein guter EU-Partner? Was soll man von einem Freund halten, in dessen Land solche Böller produziert werden, mit dem Segen der polnischen Regierung.

Silvester erreicht die Luftbelastung durch Feinstaub Rekordwerte, in dieser Nacht kann man getrost von chinesischen Verhältnissen sprechen. Das Umweltbundesamt (UBA) sagt, dass rund 4000 Tonnen Feinstaub durch die Silvesterknallerei freigesetzt wird, Deutschlandweit. Das sind ca. 15 Prozent dessen, was der jährliche Straßenverkehr verursacht.

In der Neujahrsnacht 2017, so ist auf einer Seite des UBA zu lesen, sorgten günstige Windlagen dafür, dass die Dreckwolke sich schnell in Richtung Oderland bewegte.

Schwermetalle machen das Feuerwerk erst bunt und ungesund. Das Einatmen der Dämpfe ist nicht ohne.

In Deutschland ist die private Böllerei nur zu Silvester reglementiert erlaubt. Nur zwischen 18:00 Uhr und 7:00 Uhr dürfen die Knaller gezündet werden. Brandenburg scheint nicht zu Deutschland zu gehören, hier wird auf Deibel komm raus rund um die Uhr geböllert, dass ganze Jahr. Wir danken der zu einer Änderung nicht bereiten Regierung unseres Bundeslandes.

Bei ZDF-Neo reiben sich die Macher die Hände. Drillinge an Bord von 1959; Drei Mann in einem Boot von 1961; Bingo Bongo von 1982; Hände wie Samt von 1979. Spitzenreiter ist Arte, mit „Moderne Zeiten“ einem Schinken von 1936. Wozu brauchen unsere Wiederholungssendeanstalten eigentlich so viele Milliarden Euros? Immer wieder Wiederholen kann doch nicht so teuer sein.

Pfarrer Steffen Reiche, evangelische Kirchengemeinde Nikolassee, hat die Krippengeschichte in neuer Fasson erzählt. Er hat die Story von einer AfD-Krippe im Sonderangebot erzählt: ohne Araber, ohne Juden, ohne Ausländer. Eine völlig leere Krippe ohne Figuren, nur noch Ochs und Esel sind drin.

Bernds-Journal wünscht allen Lesern, ob sie uns mögen oder nicht ist völlig Schnuppe, ein frohes neues Jahr 2018. Unser Wunsch an 2018 ist wie jedes Jahr das Neujahrsgebet des Pfarrers aus St. Lamberti zu Münster aus dem Jahr 1883. Zusätzlich wünsche ich mir für die vereinigte Tierwelt viel weniger Knallerei. Guten Rutsch!