Grundstück, Vogel stellt sich quer

Ein Bürger möchte von der Gemeinde ein paar qm Land kaufen, das zwischen seinem Grundstück und der Straße liegt. Darüber schreibt die MOZ unter der Überschrift „Ein gescheiterter Grundstücksverkauf“: …M schrieb erneut an Vogel und hat darauf hin bis Donnerstag keine Antwort erhalten.“ Bürgermeister Vogels Antwort über sein Frankfurter Sprachrohr: „Dass er M nicht geantwortet habe, liege an der Überlastung der Verwaltung.“

Seit unser Bürgermeister im Amt ist, klagen immer wieder Bürger über die schlechte Angewohnheit des Bürgermeisters Post ruhen zu lassen, bis sie vergilbt. Zwei Beispiele; die Christliche Kita musste acht Monate warten, der Verschönerungsverein sechs Monate. Die Post wurde erst bearbeitet, nachdem die Absender in der Gemeindevertretung nachfragten und Bürgermeister Vogel mitteilte, der eine Brief liege auf seinem Schreibtisch und der andere ist niemals angekommen. Ich lernte einst, Post muss unverzüglich beantwortet werden. Das gehörte einfach zum guten Stil. Hat sich da etwas geändert?

Dann wirft Rainer Vogel den guten Stil ganz über Bord, wenn die MOZ korrekt berichtete, und hetzt gegen die Opposition: „Allerdings sehe er bei der gegenwärtigen Konstellation in der Gemeindevertretung wenig Chancen, den Verkauf durchzusetzen.“

Ausgenommen der Bürgermeister, der verkauft ein Grundstück direkt an seine Sippe, ist jeder andere Kaufwillige gehalten, sein Begehr bei der Verwaltung anzumelden. Im Zuge der Bearbeitung landen Grundstücksverkäufe im nichtöffentlichen Teil der Ausschüsse und der Gemeindevertretung.

Den Kaufwunsch von M. hat der Bürgermeister noch nicht einmal in die Ausschüsse gebracht, kein Gemeindevertreter hat davon erfahren. Warum hat der Bürgermeister das unterlassen? Warum hetzt er jetzt gegen die, die nichts von dem Anliegen des Herrn M. wissen konnten? Reicht ihm für seine Propaganda sein Desinformationsblatt nicht mehr aus?

  1. Theo Mütze

    Wenn dem Bürgermeister Vogel die Arbeit im Amt zu viel ist, dann soll er doch zurücktreten. Kann doch nicht sein, dass ein steuerzahlender Bürger hier ewig auf eine Antwort warten muss.

    Merkwürdig auch, dass neuerdings die MOZ vor den Gemeindevertretern informiert wird…. der merkt doch gar nichts mehr.

    Sollen demnächst die Gemeindevertrter aus der Zeitung erfahren, was in der Gemeinde Sache ist ?

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