Gemeindevertretung 03. 2019 – Teil 1; Sommerfest , Sportverein

Es sollte eine interessante Sitzung werden, deshalb fange ich diesmal auch mit Punkt 7 und Punkt 8 an.
Punkt 7. Beratung zur Bereitstellung außerplanmäßiger Mittel für das Sommerfest 2019
Jenny Loponen hatte im Punkt 6 berichtet (wird später nachgeliefert), da ging es um die Rückerstattung der Elternbeiträge, dass die Gemeinde viel tiefer in die Haushaltskasse greifen müsse, als ursprünglich geplant.
Sie erklärte zu den Mitteln fürs Sommerfest, dass die Verwaltung zwar aus den Ausschüssen den Auftrag erhalten hätte, dazu einen Beschluss zu erarbeiten, aber aufgrund der neuen Erkenntnisse über den Haushalt, würde sie vorschlagen, keine 10TE für das Sommerfest einzustellen. Sie könnte sich vorstellen, dass an Stelle des Sommerfestes ein Tag, vielleicht Samstag, den 10. August, als tolles Kinder-Familienfest gestaltet wird. Es sollte auf die Kräfte im Ort zurückgegriffen werden, in der Hoffnung, dass mit den Vereinen und Firmen zu stemmen.

Jelle Kuiper war geplättet und musste das erst einmal verarbeiten. Auch Sebastian Meskes suchte nach einer Lösung und wollte es noch einmal in den Fachausschüssen beraten. Jenny Loponen meinte nur, wenn Mittel bereitgestellt werden sollen, dann müsse jetzt entschieden werden, denn zu einem noch späteren Zeitpunkt könnte dann kein vernünftiges Bühnenprogramm mehr auf die Beine gestellt werden.

Karl-Heinz Ponsel wollte wissen, ob die hauseigenen Unternehmen, wie Kneipenwirte oder der Mittelstandverein angesprochen wurde, eventuell das Fest oder so einen Familientag auszurichten. Jenny Loponen erklärte, dass es 2017 dazu schon Gespräche gab, sie wäre aber damals nicht vorangekommen. Sie werde aber definitiv in den nächsten Tagen wieder Gespräche mit den Firmen und Vereinen in Angriff nehmen.

Stefan Grams eierte ein bisschen rum. Einerseits würde er mit Jenny Loponen konform gehen, anderseits hätte er eigentlich doch gerne die 10 TE da doch die Aussage gemacht wurde, dass es Deckung dazu im Haushalt gebe.
(Anmerkung: Einerseits so, anderseits so. Bloß keinen auf die Füße treten ist ja bald Wahl. Mein Gott. Bei der Eierei kann einem nur schlecht werden)
Das rief Margitta Decker auf den Plan, die erklärte, dass zwar ein Beschluss in den Ausschüssen gefasst wurde, aber unter der Maßgabe, aus welcher Kostenstelle die Deckung erfolgen könnte. Bei der derzeitigen Situation sehe sie sich nicht in der Lage dafür eine Kostenstelle zu finden. Der Gesamthaushalt gebe diese Summe nicht her, deshalb würde sie den Vorschlag von Jenny Loponen unterstützen.
(Anmerkung: Ich frage mich inwieweit die Haushaltszahlen im Rathaus verinnerlicht sind. Frau Decker hatte zuvor, auf Nachfrage von Leimbach, erklärt, das kommt aus dem Haushalt. Nur dieser Haushalt ist angespannt bis überspannt und das ist schon lange bekannt. Wie konnte da so eine Aussage kommen. Dieser Haushalt und ein verschollener Kämmerer machen richtig nachdenklich).
Wilhelm Diener meinte, dass die Gastronomen damals, 2017, keinen Grund sahen sich in das Sommerfest einzubringen. Er könne sich aber vorstellen, da es nun eine andere Situation gebe, dass die Gastronomen sich daran beteiligen werden.
(Anmerkung: Gerade Diener sollte sich aus Fragen von Festen etc. herausnehmen. Seine leider engagierten Beiträge unter BM Vogel und sein Woltersdorftag kann ich nur unter Pleiten, Pech und Pannen einordnen)

Jelle Kuiper lamentierte, wenn kein Geld da wäre, dann wäre keins da, er hofft aber das ein Familienfest zu stemmen wäre. Jenny Loponen wies darauf hin, dass es kein dreitägiges Familienfest, sondern nur ein Tag als Familientag gestaltet werden soll. Jelle Kuiper fand sich damit ab.
(Anmerkung: Es waren die Linke und die Grünen, die die 10.000 Euronen mal schnell einem, mal vorsichtig ausgedrückt, nicht sehr verständlich agierenden Unternehmer in den Rachen werfen wollten. Das Verhaltensmuster dieser Truppenteile wird sich wohl nie ändern – immer bereit das Geld, welches man selber nie verdient hat, großzügigst zum Fenster hinauszuschippen)

Punkt 8: Zuschuss zum 100jährigen Jubiläum des SV 1919 Woltersdorf e.V. (Antrag Fraktion Linke/Grüne)

Ulf Brümmel meinte schon im Vorfeld, dass es sehr schwer werden würde Geld zu bekommen. Er erklärte, da der Sportverein 100 Jahre alt wird, wollte seine Fraktion diese Feier mit 1.919,00 Euro unterstützen.
Er meinte nun, dass darüber jetzt diskutiert und abgestimmt werden könne oder alles zurück in die Ausschüsse gehe, um dort zu einer Abstimmung zu kommen. Aber er habe die Erkenntnis gewonnen, da 10 TE nicht da wären würden auch 1.919,00 Euro nicht vorhanden sein und schlug vor, das Sommerfest und die 100-Jahrfeier zu koppeln, allerdings fände die Feier des Sportvereins eine Woche später statt.
(Anmerkung: Es spricht ja auch nichts dagegen, dass die Fraktion der Linken, die schlappen 2000 Euro dem Sportverein spendet. Verbietet Euch doch keiner. Ihr wolltet zwar spenden, nur sollten andere Bürger euren Großmut bezahlen. Oder sind’s die Wahlen, mal schnell ein Wahlgeschenk an den Verein, der auf Grund seiner Größe zum Entscheider über Wahl oder Nichtwahl mutierte)

Stefan Grams wollte die Feier unterstützen und schlug vor, dass jeder Gemeindevertreter symbolisch 19,19 Euro spenden sollte. Wilhelm Diener fand diesen Vorschlag gut und erweitere den Vorschlag, in dem die Sitzungsgelder mit einbeziehen wollte.
Monika Kilian war verwundert, dass der dieser Antrag so spät käme und nicht damals dabei war als die Fördermittel für den Sportverein beschlossen wurden. Es wäre ja da nicht unbekannt gewesen, dass der Sportverein 100 Jahre alt werde und schlug vor, dass Geld aus dem Topf der Bürgermeisterin zu nehmen.
Jenny Loponen ergänzte, dass der Sportverein in der Aufstellung bei der Anmeldung des Förderantrages eine Position „Sonstiges“ mit 2121.00 Euro angegeben hatte. Herr Richter, damals danach befragt hätte geantwortet, dass das für eine besondere Feier wäre. Wenn das damals für die Feier gedacht war, dann hätte er es als Projektförderung anmelden müssen, so Jenny Loponen.
(Anmerkung: Da wollte unsere Gemeindevertretung also die Feierei des Sportvereins gleich zweimal bezahlen. Habt ihr denn alles Vergessen, was ihr vor kurzen noch beschlossen habt)

Dirk Hemmerling fragte, ob es sich um ein Geschenk der Linken/Grünen an den SV handeln würde oder ob beim SV 1919 Bedarf bestünde. Ulf Brümmel meinte dazu, dass es sich dabei nur um etwas Symbolisches handeln würde. Der Anlass, 100 Jahre Sportverein, wäre einmalig und sollte deshalb mit einer würdigen 100 Jahrfeier begangen werden.
(Anmerkung: In Deutschland ist es allgemein üblich, dass jeder seine Feten alleine stemmt. Oder nagen die Mitglieder des Sportvereins durch die Bank am Hungertuch und brauchen den Rest der Bürger dieser Gemeinde als ihr privates Sozialamt. Dieser SV ist ein Fass ohne Boden)

Heinz Vogel meinte, dass wäre schon mit der Förderung des Sportvereins gezeigt und gewürdigt worden.
Wilhelm Diener wollte von Margitta Decker wissen, ob sich die gewählten Verwaltungsmitglieder an der Spende von 19,19 Euro beteiligen würden und erhielt von Margitta Decker die Antwort, selbstverständlich.
Karl-Heinz Ponsel betonte, dass er nicht gegen den Sportverein wäre, er wäre auch gerne bereit gewesen 1.919,00 Euro für diese Feier zuzustimmen, aber, da es sich hier um eine freiwillige Leistung der Gemeinde handeln würde, gingen die Pflichtaufgaben und die Rückzahlung der Elternbeiträge, vor.

Ulf Brümmel zog nun schweren Herzens seinen Antrag zurück.

Teil 1/5