Gedanken zur Entwicklung des Tourismus in Woltersdorf

Unsere Schleusenstraße, immer wieder beschworenes Ziel einer kommenden Touristenschwemme, soll ausgebaut werden. Tolles Asphaltpflaster kommt, altes Kopfsteinpflaster verschwindet. Irgendwoher müssen unsere Verwaltungskoryphäen gesteckt bekommen haben, Touristen lieben Asphalt, weil es den ja überall gibt. Eine Vielfalt an verschiedenen Baustilen aus dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert muss auf Touristen äußerst abschreckend wirken, warum sonst hätte unsere Verwaltung die drei hässlichen Wohnsilos direkt im Herzen des Tourismus entstehen lassen. Somit ist die Entscheidung für modernen Asphalt konsequent. Kommende Touristenschwärme sollen sich nicht lange mit der nutzlosen Bewunderung alter Straßenbautechnik und noch älterer Häuser aufhalten. Sie müssen zu ihrem eigenen Besten geschickt gelenkt werden.

Solch ein gelenkter Schwarm von euroschweren Touristen, soll sich doch schleunigst über die Schleuse in Richtung einiger Fresstempel bewegen und da ist Abschreckung mit Asphalt und hochbaulichen Missgeburten voll wirksam.

Hilfreich wäre es, die Bürgersteige hinter der Schleuse, rings um die anzusteuernden Lokalitäten satt lila zu streichen. Die Farbe Lila ist ein toller, ewig anhaltender werbewirksamer Gag. Als Beweis zeige ich auf die überall herumwandelnden lila Kühe. Mir ist leider noch keine lila Kuh begegnet, es gibt aber unzählige Fotos und Videos im Internet mit lila Kühen, da steht dann noch Milka drauf. Und was im Internet ist, ist immer wahr, es gibt lila Kühe basta. Was so ein Schokoladenhersteller kann, sollten wir schon lange können. Lila Bürgersteige, das ist es, alles was Bürgersteig ist lila gepinselt. Vor dem Hotel Kranichsberg, dem Restaurant Liebesquelle, den Flakenseeterrassen, der Liebesquelle mit ihrem Liebeswässerchen aus dem Netz der Wasserwerke. Vielleicht auch noch den Aussichtsturm lila von der Spitze bis unten zum Fußabtreter.

Ihr seht, ich habe mir schwer Gedanken über den Tourismus und Straßenbau in Woltersdorf gemacht und lange Stunden versucht, die immer logischen Beschlüsse unserer Gemeindevertreter zu verstehen. Jetzt verstehe ich sie, wie jeder hier nachlesen kann.

  1. Schulz Reiner

    Meine Meinung zur Schläusenstrasse: Alles so lassen wie es ist( das Straßenbahn Bett mal ausgenommen aus betriebstechnischen Gründen), die Straße liegt seit ewigen Zeiten so gut, das sie mit Baumaßnahmen nicht verbessert werden kann im Geteil , das Wurzelwerk der Alten Stassenbäume wird wieder geschädigt und Obendrein müssen dann wieder Geschwindigkeit sbegrenzungen eingerichtet werden usw. Es gibt wichtigere Straßen Baumaßnahmen im Ort die echte Gefahren Bereiche beseitigen würden. Das ist zuerst die Stolpbrücke und die zweite Katastrophe die beseitigt werden muss ist der Berghofer Wegals einer der Hauptzufahrten zur Autobahn und ins Umland von Woltersdorf man sollte sich mal mehr der Wichtung von Straßen Baumaßnahmen widmen und nicht nur an Tourismus Prestigeobjekte denken

  2. Rüdiger Pflanz

    Danke für die Anregungen!
    Ziel sollte sein, die Verkehrsbelastungen zu reduzieren und da hilft auf keinen Fall Asphalt!
    Asphalt stellt eine Einladung für alle Strassenbenutzer dar. Diejenigen, die heute noch den Weg über die Stolpbrücke nutzen, werden bevorzugt den Weg über die Schleuse nehmen. Auch Radfahrer werden dann auf der Straße fahren mit allen Konsequenzen für die Sicherheit. Vorschlag:
    Tonnagebegrenzung für die Schleusenbrücke
    Verkehrs“Dämpfer“ wie in der Vogelsdorfer Straße vor der Schule im Bereich zwischen Flakenstrasse und Kalkseestrasse (Krankenwagen benutzen sowieso die Seite der Straßenbahn)
    Dadurch würde Tempo 30 auch ohne Schilder und Messungen erreicht werden.
    Bisher wurde der „ruhende Verkehr“ überhaupt nicht diskutiert. Der Abschnitt zwischen Flaken- und Kalkseestrasse ist ohnehin ständig zugeparkt Die jeweils 100 m vor und hinter dem Krankenhaus sind auch ständig und zunehmend auch der Bereich zwischen Parkstrasse und Blumenstrasse „beparkt“!
    Wir Bürger sind NICHT für die Errichtung von Parkplätzen verantwortlich. In der Grünstrasse werden ja auch auf Gemeindekosten Parkplätze für die Lehrer gebaut!
    Hallo Gemeindevertretung!
    Baut Parkplätze in der Schleusenstrasse und erhebt Parkgebühren! Die Anlieger können ja eine Jahreskarte (z.B. für 30,-€) erwerben. Durch das Hospiz wird die Anzahl der Fahrzeuge nochmals steigen. Geld müsste doch vorhanden sein, denn die Betreiber der Restaurants und Cafés müsste n doch entsprechende Parkplätze bei Nichtvorhandensein bezahlt haben?!
    Das würde bedeuten, wenn man Straßenbahn und Parkplätze von der Strassenbreite abzieht, dass nur noch ein schmaler Streifen Straße übrigbleibt, den wir kostenmässig aufzuteilen hätten!
    Gute Diskussionsgrundlage für unsere Anwohnerversammlung.

  3. Neuer

    Schleuse / Schleusenstrasse

    – Das Wohnzimmer von Woltersdorf
    – Pflegezentrum (Krankenhaus)
    – Handwerkszentrum (ehem. DELTA)
    – Gedenkzentrum ( Fidus-Denkmal)
    – Verkehrsknotenpunkt (Straßenbahn/Bus/Schifffahrt)
    – Erholungsgebiet
    – Vergnügungspark
    – demnächst „Sterbezimmer“
    – nebenbei auch Wohngebiet
    – bestimmt noch was vergessen….
    Welche Überfrachtung!
    Ohne Konzept!!!
    Das alles muss ertragen, geduldet und auch noch bezahlt werden durch die wenigen BEWOHNER dieses Ortsteils. Reingeredet wird konsequent nur von außen! Auch die neue „Kommission“ für die Schleusenthematik besteht doch nur aus „Externen“, oder sind auch Anwohner involviert?! Die dort lebenden dürfen nicht mitreden aber müssen bezahlen! Mit Geld, Wohnqualität, Umweltblastungen,Entwertung des Eigentums und der eigenen Gesundheit.

    1. U. B.

      Tolle Gedanken zum Problem – Schleusenstr. -. Hier hat sich Jemand in die Sorgen und Nöte der Bewohner der Schleusenstr. hinein versetzt. Genauso ist es.
      All die aufgeführten Punkte treffen doch zu.
      Hierzu gehört auch das historische Pflaster, was den Charme der Schleusenstr. ausmacht.
      Und das soll durch hässlichen Asphalt ersetzt werden. Das Kopfsteinpflaster hält noch 100 Jahre.
      Mitreden dürfen Bewohner kaum. Wenn Rede-Recht gewährt wird, dann nur ein Beitrag. Sinn macht es aber auch nicht, weil die Gedanken nicht berücksichtigt werden. Passen ja nicht in das Konzept rein.
      Danke für den Beitrag von Neuer

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