Gedanken zum Mitteilungsblatt

Der Artikel gehört zum Hauptausschuss Januar 2013

Punkt 11, der erste von drei Punkten des Hauptausschusses, mit dem ich mich hier beschäftigen möchte. Es ging um das Redaktionsstatut für das Mitteilungsblatt der Gemeinde Woltersdorf. Eine kurze Rückschau, des Bürgermeisters Leitartikel im Mitteilungsblatt wurden immer polemischer, immer unerträglicher. So ging es nicht mehr weiter, deshalb wurde der Bürgermeister aufgefordert, ein Redaktionsstatut zu entwickeln. Bis zum Beschluss über das Redaktionsstatut wurde dem Bürgermeister verboten, sich im Mitteilungsblatt zu äußern.

Vogel entwickelte kein Statut, er suchte und fand eine Gruppe junger Männer, die es ihm ermöglichten, ein eigenes Infoblatt herauszugeben. Bisher erschien dieses Vogelblatt zweimal und alle schienen zufrieden zu sein. Dieses Start-up derer um Michael Hauke vom „Hauke Verlag“ in Erkner, alle kennen seine Blätter „Kümmels Anzeiger“ und „Fürstenwalder Zeitung (FW)“ schien alle Befindlichkeiten zu lösen. In dem neuen Infoblatt konnte sich unser Bürgermeister so richtig entfalten, keinen störte es, was er da schrieb. Die, die Vogels „Kolumnen“ nicht mochten, bitte schön, ab in den Papierkorb mit dem Vogelblatt und ein Griff zum sauberen Mitteilungsblatt, das jetzt sachlich, neutral berichtete.

Grade zweimal durften wir erleben, wie das Infoblatt dem Mitteilungsblatt ein neutrales Erscheinen ermöglichte, da will der Bürgermeister wieder zurück ins Mitteilungsblatt, weg von seinem Infoblatt. Deshalb legte er jetzt ein Redaktionsstatut vor, wie immer hoch geheim, nur für den kleinen Kreis der Abgeordneten. Ein Abgeordneter sagte mir, sieht alles sehr nach zusammengegoogelt aus und teilweise widersprechen sich die Angaben. Angaben woher die Zitate kommen fehlen ebenfalls, so wie bei schludrigen Doktorarbeiten, ist ja aber keine Doktorarbeit. Jedenfalls hoffte Vogel mit dem Einreichen seines Statuts, bereits im nächsten Mitteilungsblatt loslegen zu können. Das wird nichts, Vogels Entwurf wird nun erst einmal in den Fraktionen beraten und guter Rat dauert lang.

Es wird also zumindest noch ein drittes Infoblatt dieser tüchtigen Gruppe um Michael Hauke erscheinen. Warum will unser Bürgermeister Vogel nicht mehr in dem Blatt dieser jungen, tüchtigen Staatsbürger erscheinen? Ich weiß es nicht, aber so geht’s doch nicht, rin in de Kartoffeln, raus aus de Kartoffeln, das ist doch keine Geschäftsgrundlage.

Diese Infoblatt Redaktion, so möchte ich die jungen spendablen Herren einmal nennen, hat die ersten Hürden eines Start-ups überwunden. Das Blatt etabliert sich, bei den Vogelfreunden, obwohl überall noch viele traurige Exemplare auf Leser warten. Das kann aber daran liegen, dass der Kreis der Vogelfreunde recht klein ist.

Wir haben uns an das am Mitteilungsblatt angelehnte Layout gewöhnt, Ungenauigkeiten, Recherchefehler werden bestimmt auch bald Vergangenheit sein. Auch Dr. Brauer (Mitglied BI Unser Woltersdorf), endlich hat er Platz, kann loslegen, kann sein altes Lied im neuen Gewand vermarkten. Soll das gleich wieder eingestampft werden? Nun ja, Dr. Brauer kennt das ja schon – erscheinen und untergehen. So, Doktor Vogel, geht man nicht mit seinen Anhängern um. Nein, das darf nicht sein, der Bürgermeister muss im Infoblatt bleiben, schon damit das Mitteilungsblatt ein Mitteilungsblatt für alle Woltersdorfer bleibt.

Deshalb bitten wir die Abgeordneten, lasst Euch recht lange Zeit mit der Prüfung des Redaktionsstatuts. Wir brauchen doch keines, wenn Vogels Mannen ihr Infoblatt und wir unser Mitteilungsblatt haben. Ich hoffe doch nicht, dass es für Vogel finanzielle Gründe gibt, ins Mitteilungsblatt zurückzukehren. Nein, Geld ist es nicht, Spenden sprudeln unaufhörlich fürs Vogelblatt, sagen die Macher und betonten sie nicht, dass sie das Infoblatt so lange herausbringen, wie Vogel es braucht. Nein, am Geld darf dieses Infoblatt nicht scheitern, scheitert damit doch auch eine sehr innovative Idee dieser Redaktionsgruppe, eine Idee, die unser Mitteilungsblatt neutral hält. Vielleicht sollte die Redaktion des Infoblattes ihren Bürgermeister mit dem Sammeln von Spenden beauftragen, der ist darin eine Kanone.

  1. Dorit. S.

    Dem mag ich voll zustimmen, diese tolle Zeitung von Vogel darf nicht eingestampft werden. Wenn es mit der Spendenquelle nicht mehr so richtig voran geht, man kann ja Kredit aufnehmen, die Banken sind bestimmt bereit dazu. Liebe Vogelfreunde ihr solltet das Blatt unbedingt erhalten, damit der Vogel eine Zwitscherbasis hat. Es gibt nämlich Leute die gerne darauf verzichten und ein Blatt ohne Gesang bevorzugen.

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