Für ein besseres Klima in Woltersdorf

mit dem Titel flatterte mir ein Fax auf dem Schreibtisch. Ein Fax des Wahl-Flyers der Grünen von Woltersdorf. Das Flyer ist wohl nur im Ortskern verteilt worden, der Rand der Gemeinde ist, wie immer wenn es um Woltersdorf geht, vergessen.

Für die Grünen tritt Dr. Vogel als Bürgermeisterkandidat an. Seltsam, im Mitteilungsblatt der Gemeinde vom September 2008 werden die Wahlvorschläge für die Wahl zur Gemeindevertretung veröffentlicht. Ein Dr. Vogel – Fehlanzeige, da werden fünf andere Namen genannt. Kann ich das so verstehen: für die Gemeindevertretung war den Grünen der Dr. Vogel nicht so der richtige Kandidat, aber als Bürgermeister da ist er ihnen recht?

Dr. Vogel ist Jahrgang 1948 und jetzt 62 Jahre alt, in so einem Alter will der Mann, dicht am Rentenalter, noch einmal einen neuen Beruf ausüben und das acht lange, lange Jahre lang? Am Ende der Amtsperiode des Bürgermeisters wird Dr. Vogel 70 Jahre alt sein. Ich weiß nicht, woher will das alte Semester den „frischen Wind“ nehmen, der in seiner Amtszeit durch Woltersdorf wehen soll. Für den „frischen Wind“ den Woltersdorf ohne jeden Zweifel dringenst nötig hat, braucht es eines starken Mann, der noch voll im Leben steht und dem Stress eines solchen Amtes gewachsen ist. Das kann ich mir bei Einem, der an der Rentengrenze steht, nicht mehr so richtig vorstellen.

Die Grünen, entnehme ich dem Gemeindeblatt Nov./Dez. 2008, koalieren mit der SPD und erreichen so eine Fraktionsstärke von vier Mann. Ok, nur warum unterstützt die SPD ihren Koalitionspartner nicht bei der Wahl des Bürgermeisters? Die SPD verkündete, dass sie sich für Herrn Höhne einsetzt, warum nicht für den Kandidaten ihres Koalitionspartners? Eigenartig!

Auf den Inhalt des Flyers lohnt es sich nicht einzugehen, große Teile davon sind schon in seinem Interview mit der „MOZ“ vom 14. Januar abgehandelt worden. Mit einem Wort, nichts Neues, keine neuen Ideen, kein frischer Wind.

Nur ein Beispiel: Dr. Vogel möchte sich für bessere Radwege und Straßen einsetzen. Mein Gott, die Grünen sind schon viele Jahre im Gemeinderat. Unsere beschissenen Sandwege, die bei Regen überfluten und im Winter zu reinen Eiswüsten verkommen, die Grünen hats, wie all die anderen Parteien, über die Jahrzehnte nicht vom Hocker gerissen und nun auf einmal wirds von ihnen wahrgenommen. Warum wohl?

  1. Renate

    Ja, warum wohl? Mit der Bürgermeisterwahl hat es gaaaaaanz bestimmt nichts zu tun. Ich könnte mich allerdings auch irren … passiert mir öfter. 😉

    Herzlicher Gruß – Renate

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