Fürstenwalder für Fürstenwalder


Zum 4ten Mal fand am 24. Januar der Neujahrsempfang von Fürstenwalder für Fürstenwalder für Bedürftige diesmal im Festsaal des Alten Rathauses statt. Ein Dreigänge-Menü stand für rund 80 Gäste kostenlos zur Verfügung. Es wurde Steinpilzsuppe, Wildgulasch und las Nachspeise Schoko-Creme gereicht.

Das Menü wurde gesponsert von Uwe Kobiolka dem Eigentümer „Zur alten Brauerei“ und „Zur Linde“. Sein Bevollmächtigter Siegmar Burdag, managte wieder souverän das Ganze drum herum, wie Spendeneinwerbung und auch ein bißchen Musik. Unterstützt wurde er tatkräftig vom Bürgermeisterkanditaten, Matthias Rudolf, Kai Hamacher und weiteren fleißigen Helfern.

Bis die Gäste kamen, nutzte ich die Gunst der Stunde, um die Initiatoren dieser Veranstaltung dazu zu befragen.

Matthias Rudolf erklärte in dem Gespräch:“Das es sich um einen alternativen Neujahrsempfang für Bedürftige handeln würde. Die Organisatoren sind im Prinzip Herr Burdag, Herr Hamacher und er. Dazu kämen noch eine Reihe von Sponsoren wie, das Autohaus KIA (Frau m. Kuchenbecker), E-dis Netzt (Herr Vox), ZOO-KOI-Center Seibt, Estrichbau Meyer, Dienstleister (Herr Drescher), Prewenia – Fußboden und Teppich, MC-DONALD (Frau Bauer und Herr Lehmann), Fürstenwalder Stadtmusikanten, Das Team „Zur alten Brauerei“ und „Zur Linde“, Matthias Rudolph BFZ-Fraktion , Kai Hamacher alle aus Fürstenwalde, Privatperson Frau Urbanek aus Rauen und Gastro Löwe aus Bad Saarow.

Die Federführung liege wieder bei Herrn Burdag, der das die Jahre vorher schon in der „Alten Brauerei“ durchgeführt hat. Die Plätze dort waren aber mit 30 Personen limitiert.
Seine Partei, die BFZ denkt schon seit einigen Jahren über einen eigenen Neujahrsempfang nach, denn sie wollen nicht so das Übliche mit Sekt und Kaviar, sondern es sollte anders werden. Etwas größer, etwas mehr und da der Aufwand auch größer ist, deshalb sind sie nun zu Dritt. Es soll vor allen für diejenigen gemacht werden, die sonst vergessen werden. Die Idee von Frank Zander (Weihnachtsessen für Bedürftige) ist damals super angekommen und warum soll so etwas nicht auch an anderen Orten veranstaltet werden.“

Siegmar Burdag freute sich darüber, dass es ihm gelungen war, die „Fürstenwalder Stadtmusikanten“ für den musikalischen Teil, zu aktivieren. Auf die Frage, wie er auf die Idee zu dieser Veranstaltung gekommen sei meinte Siegmar Burdag: „das käme von Herzen und hätte etwas mit seiner Erziehung zu tun. Er wollte im Leben wenn er 50zig wird, jetzt sei er 55zig, immer nochmal was hinbekommen. Es gebe zu viele Menschen die vergessen haben woher sie gekommen sind. Er ist seit neun Jahren in Fürstenwalde und die Erfahrung, die er gesammelt habe, habe ihn dazu bewogen. Er hat acht Jahre in Hessen gewohnt und dort habe er explizit mitbekommen, dass Menschen, die eigentlich Kriegsvertriebene waren, sehr schnell vergessen haben woher sie kamen und nun ein luxuriöses Leben führen. Es gehe um Geben einerseits und das Nehmen andererseits. Er habe hier die Möglichkeit gefunden, als Bevollmächtigter die Kneipen mit aufzubauen und verschiedene Events, wie Oktoberfest, Neujahrsempfang für Bedürftige zu organisieren. Dafür konnte er gute Kontakte zur Verwaltung und Sponsoren aufbauen. Es war bisher trotzdem nicht so einfach diese Veranstaltung durchzuführen, aber im 4ten Jahr wurde er von Herrn Rudolph und Herrn Hamacher angesprochen, da er den alternativen Neujahrsempfang mal etwas größer machen wollte. Bisher konnten nur 30 Personen bewirtet werden, heute, hier in dem Rathaussaal sind es 80 Personen. Das Team von der „Alten Brauerei“ und „Zur Linde“ hat das Essen vorbereitet und angeliefert. Alles ehrenamtlich.

Kai Hamacher zu befragen war etwas schwierig. Er wuselte drinnen und draußen überall da, wo es etwas zum Anpacken gab, herum. Kai Hamacher sprach ebenfalls seine Freude darüber aus, dass es möglich ist, so einen Neujahrsempfang nun im größeren Rahmen durchführen zu können. Er selber komme aus dem Gastronomiegewerbe und konnte daher organisatorisch mitgestalten. Nach der Idee die dahinter steckt befragt, erklärte er, dass es alternativ zu dem Bürgermeister-Neujahrsempfang eben auch einen für die sonst Vergessenen geben sollte, analog zu den Weihnachtsessen von Frank Zander, der das schon seit über 30 Jahren in viel größeren Rahmen veranstaltet. Ein Wehmutstropfen gebe es, so Kai Hamacher, die Nutzung des Ratssaales sei nicht kostenlos. Für vier Stunden werden leider 280,00 Euro berechnet. Auf Nachfrage teilt die Verwaltung mit, sie habe erst aus der Presse von der Veranstaltung erfahren und es sei auch kein Antrag auf Förderung oder Erlass gestellt worden.

So langsam füllte sich der Saal. Menschen aus verschiedenen Einrichtungen, wie der Caritas, GEBEWO, Lebenshilfe und auch Einzelpersonen, die von Kai Hamacher und Matthias Rudolph direkt vor Ort angesprochen wurden.

Es blieb noch etwas Zeit, so dass auch noch ein kleines Interview mit dem Kapellmeister, Haiko Reichmuth, der „Fürstenwalder Stadtmusikanten“ geführt werden konnte. Die Kapelle bestehe erst seit drei Jahren erzählte er mir. Die hier anwesenden Musiker stammen aus verschiedenen Kapellen. Die „Märkische Blasmusik“ aus Storkow wurde aus Krankheits- und Altersgründen aufgelöst. Dass selbe Schicksal ereilte die Kapelle „Die Spreetaler“. Daraufhin beschloss Haiko Reichmuth sich aus den eingegangenen Kapellen die Musiker herauszusuchen mit denen er jahrelang zusammen gespielt hatte und baute daraus die „Fürstenwalder Stadtmusikanten“. Das heutige Konzert wäre ein Benefizkonzert und die „Aufwandsentschädigung“ werde gespendet. Er betonte, dass es für sie sehr wichtig wäre, sich sozial in der Kommune-Stadt zu engagieren.

Der Saal war nun gut gefüllt, die Musiker spielten auf und das Essen wird serviert. Zeit für mich sich zurückzuziehen und den Veranstaltern noch alles Gute zu wünschen.