Fridays for future

Morgen ist Karfreitag, ein Feiertag, aber eben doch ein Freitag. Freitags wird die Welt gerettet, von unseren Schülern. Für Umwelt und Weltenerhalt maschieren sie da, wo Kameras stehen und fordern eine bessere Welt.
Könnten sie ja auch am Samstag maschieren und am Sonntag ebenso. Die erwünschte Welt würde es ihnen danken, vielleicht.
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag ginge auch, nur oh weh, am nächsten Tag da würde der Wecker mit Getöse zur Pflicht, zur Schule rufen.
Freitags ist besser maschieren, mit Schildern wackeln, Sprüche skandieren, Welten retten. Dabei, so nebenbei, kann der Schüler ungestraft der Schule fernbleiben, weil es geht ums Große Ganze. Und ein langes Wochenend winkt.

Morgen ist wieder ein Freitag, die verlorene Welt wartet auf die schwänzenden Retter. Das Dillema ist, dieser Freitag ist ein Feiertag, man bräuchte sowieso nicht früh aus den Federn und in die Penne.
Ob das Schulvolk sich morgen aufraffen wird, die Welt erretten oder sich gähnend in die warme Bettdecke kuscheln wird und die sinkende Erde, eben für diesen Freitag untergehen lassen wird. Das ist die Frage.

Morgen am Freitag werden wir’s wissen:
Wollen sie wirklich etwas bewegen und die Welt für ihre Zukunft verbessern oder wollen sie nur Freitags nicht mehr zur Schule traben. Die vier Tage Woche über die Weltenrettung durchsetzen. Mal sehen, morgen wissen wir’s.