Flughafen Schönefeld – BER

Von den 22 internationalen Flughäfen in Deutschland sind mehr Passagiere gestartet oder gelandet als je zuvor. Im ersten halben Jahr waren es 94.4 Millionen Fluggäste, ein Plus von zwei Prozent. (Flughafenverband ADV)

Das Interesse am Nachtflug-Volksbegehren hält sich in Grenzen. Nur 24500 Unterschriften erfolgten in den ersten zwei Monaten. Bis September müssen ca. 173.000 Bürger unterschreiben, damit es einen Volksentscheid für ein Nachtflugverbot von 22:00 bis 6:00 Uhr gibt. (Büro Landesabstimmungsleitung)

All der Frust, die Pein wären nicht, wäre nicht in grauer Vorzeit Stolpe (IM Sekretär) und Diepgen (CDU) samt Wissmann (CDU), damals Bundesverkehrsminister, zu der glorreichen Erkenntnis gekommen – Berlin braucht ein internationales Drehkreuz, fast in der Stadt. Deren Nachfolger, Platzeck und Wowereit halten eisern an der politischen Eselei fest, egal was es koste.

Es gab schon damals Sperenberg. Da sind sogar zwei Runways von je vier Kilometer Länge vorhanden, der Rest wäre nicht so teuer geworden. Das Gelände gehörte dem Bund, also nirgends ein Problem. Gutachten kamen zu dem Ergebnis, dass Sperenberg der mit Abstand am besten geeignete Standort für den neuen Großflughafen sei. Wozu Gutachten, wenn sie nicht befolgt werden? Bei der geringeren Bevölkerungsdichte (1:80) gegenüber Berlin wären die Kosten für den Schallschutz deutlich geringer ausgefallen. Auch das Argument, Sperenberg ist zu weit entfernt, zieht nicht. Von der Abflughalle in Schönefeld bis zum Runway in Sperenberg sind es 30 Kilometer Luftlinie, ein RE fährt auf freier Strecke 160 km/h. Alle anderen Bedingungen, Nähe Fernbahn, vierspurige Straße, sind vergleichbar.

Nur damals wollten alle Berlin-Schönefeld, auch die Woltersdorfer. Als wir in dunkler Vorzeit, in der Planungsphase des Flughafens, zusammen mit Gordon Eggers Plakate und Banner gegen Schönefeld aufhängten, zeigten uns viele Woltersdorfer einen Vogel. Jetzt gibt es kein Zurück mehr, den point of no return habt ihr verfallen lassen.

  1. auahenne

    ZDF-frontal 21 berichtete in seiner Dokumentation vom 03.07.2012 über die Übermüdung der Piloten, die ihre Grenzen der physischen Leistungsfähigkeiten mit 14 – 16 Dauerflugstunden überschreiten müssen:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst#/beitrag/video/1677238/Gefahr-durch-%C3%BCberm%C3%BCdete-Piloten
    (Dauer: 06′:55“)

    Nun könnte man ja hämisch wie ein Volkssprichwort sagen: „Wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um.“ – Aber, was ist mit dem Leben der vielen UNSCHULDIGEN Menschen und ihren Sachwerten, die im Falle eines Flugzeugabsturz ja auch noch in Mitleidenschaft gezogen werden. Die unschuldig bestraft werden, für das Vergnügen der Fluggäste, für den Profit der Flug- und Reise-Unternehmen. !

    Darüber macht sich m. E. kaum Jemand Gedanken.

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