Finanzausschuss 06. 2018; Kein Jahresabschluss – kein Kredit

Punkt 4. Bericht des Amtsleiters und Anfragen
Der seltene Gast, Kämmerer Harald Porsch legte mit seinem Bericht los. Der Jahresabschluss 2012 wurde abgeschlossen, dass Rechnungsprüfungsamt wird ab 7. Juni bis 13. Juni die Prüfung durchführen. Nach erfolgreicher Prüfung soll dann mit den Jahresabschluss 2013 begonnen und im November 2018 abgeschlossen werden. Es wurde mit dem Rechnungsprüfungsamt die Möglichkeit einer Prüfung noch in 2018 abgestimmt. Für das Jahr 2019 wurde geplant, dass die Jahresabschluss 2014 bis 2016 auszuarbeiten, um im Jahr 2020 mit den Jahresabschlüssen wieder auf dem Laufenden zu sein.

Es wurde ebenfalls die Möglichkeit geprüft inwieweit eine befristete Einstellung oder die Einbindung externer Kräfte die Aufarbeitung unterstützen könnten. Die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt eröffnet diese Möglichkeit nicht, da es um sehr spezifische Verwaltungsaufgaben gehe, die selbst von Fachkräften eine Einarbeitung verlangen, wurde dieser Ansatz von der Verwaltung als nicht zielführend und auch finanzielle zu teuer ad acta gelegt.

Er kam nun zur Kreditwürdigkeit der Gemeinde zu sprechen, die bei der Kommunalaufsicht angefragt wurde. Die Kommunalaufsicht habe auf den Grunderlasses für Kreditwesen der Gemeinden und Verbände vom 11. Dezember 2015 speziell auf den Punkt 7.2 des Antragsverfahrens hingewiesen in dem es heißt:
„Vor der Beschlussfassung über die genehmigungspflichtigen Rechtsgeschäfte hat die Gemeinde oder der Gemeindeverband zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine kommunalaufsichtliche Genehmigungsfähigkeit vorliegen. ….“ und ein Stück weiter unter anderem “ Dem Antrag soll in der Regel beigefügt werden: b. der geprüfte Jahresabschluss des Vorvorjahres“.
Dieses Kriterium „geprüfter Jahresabschluss des Vorvorjahres“ könne Woltersdorf im Moment nicht erfüllen, da es noch kein geprüft Abschluss vorlege.

Ein Nachtragshaushalt für 2018, der aufgrund der zu erwartenden hohen Rückzahlungen von Kitabeiträgen an die Eltern erforderlich werde, müsse erstellt werden.

Die Haushaltsplanung 2019 konnte, bedingt durch die hohe Belastung der Verwaltung durch Stellenausschreibungen, Vorauswahlen, Vorstellungsgespräche, kommissarische Tätigkeiten bei Vakanzen im Eigenbetrieb der GWG und der Weiterführung des Straßenbahnbetriebes durch die SRS (Schöneicher-Rüdersdorfer-Straßenbahn GmbH) bisher noch nicht erfolgen. Die Verwaltung wäre auf die Ende Juni turnusmäßig eingehenden Orientierungswerte des Landes angewiesen, um eine erhebliche Unschärfe in der Planung zu vermeiden. Die Verwaltung werde deshalb bis Ende Juni diese Werte zusammenstellen, eine interne Abstimmung vornehmen und dann das Ergebnis in der ersten Julihälfte den Fraktionen zur Verfügung stellen.
Es ging nun um die Schlüsselzuweisung (Einkommenssteuer), bei dem der Gemeindeanteil für das erste Quartal 2018 eine 1 Mio. betrage. Wenn das auf das gesamte Jahr 2018 hochgerechnet werde, käme für Woltersdorf eine Schlüsselzuweisung von knapp 4 Mio. heraus. Das würde eine Erhöhung von 400 TE gegenüber dem geplant Wert darstellen.

Jens Mehlitz hatte eine Frage zur Kreditwürdigkeit, ob er es richtig verstanden habe, wenn der Jahresabschluss von vor zwei Jahren nicht vorlege, dann könne kein Kredit aufgenommen werden. Harald Porsch bestätigte das und meinte dass realistischer Weise frühsten im Jahr 2020 die Möglichkeit aufgrund der dann aufgearbeitet Jahresabschlüsse eine Kreditaufnahme möglich wäre.

Lutz Limbach wollte wissen, ob bei den zu erwartenden Rückzahlungen von Kitabeitragen auf Rücklagen zugegriffen werden müsste. Harald Porsch hoffte, dass das aufgrund der hohen Einkommensteuer im Nachtragshaushalt 2018 nicht nötig wäre.
Lutz Limbach hakte nach und wollte wissen, ob das auch für die Summe von den freien Kitas gelte. Jenny Loponen meinte, dass das auch zu schaffen sei.

Punkt 5. Beratung zur Aufwandsentschädigungssatzung der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf
Jenny Loponen erklärte, dass die Aufwandsentschädigungssatzung aus dem Jahr 2010 stamme und damit 8 Jahre alt wäre und nicht mehr den heutigen Gegebenheiten entspräche. Der Anspruch wäre aufgrund der technischen Anforderungen, den Qualifikationen und dem benötigten Fachwissen enorm gestiegen. Es werden mehr Funktionen benötigt, die die Wehrleitung nicht mehr selber erfüllen könne und weiter delegieren würde z.B. an einen Fachwart für Atemschutzgeräte, der die Gerätschaften der Kameraden überprüft, die Termine zum Gesundheitsscheck im Auge behält und noch etliches mehr erledigen muss.

Sie stellte nun kurz die wesentlichen Punkte des Satzungsentwurfs vor. Inhaltlich weicht er nicht groß von den Satzungen in anderen Gemeinden ab, er wurde nur Woltersdorfer Gegebenheiten angepasst. Die inhaltlichen Veränderungen und die daraus resultieren Kosten wurden von ihr in einer Tabelle dargestellt.

Sie erklärte, dass die Entschädigung:
für den Gemeindewehrführer unverändert bei 205,00 Euro liegen,
für den stellv. Gemeindewehrführer von 60,00 Euro auf 100,00 Euro gestiegen sind,
für Mitglieder der erweiterten Wehrführung bei 50,00 Euro geblieben sind nur die Anzahl der Kameraden steig von 2 auf 4.
für den Jugendfeuerwehrwart von 50,00 Euro auf 70,00 Euro gestiegen sind,
für den Fachwart Gerätetechnik von 40,00 Euro auf 50,00 Euro gestiegen sind,
für den Fachwart Atemschutz neu aufgenommen mit 30,00 Euro
für den Fachwart Funk neu aufgenommen mit 30,00 Euro,
für den Ausbilder First-Responder unverändert bei 50,00 Euro liegen,
für den Brandschutzerzieher neu aufgenommen mit 30,00 Euro,
für den Sicherheitsbeauftragten ebenfalls neu aufgenommen mit 25,00 Euro.
Desweiteren soll eine Entschädigung nach Mitgliedschaft und Einsatzbereitschaft in die Satzung mit aufgenommen werden. Es wird dabei von einem Durchschnitt von 26 Kameraden, die zuverlässig an Einsätzen und Ausbildungen teilnehmen, ausgegangen. Das ganze wird auf 6 Dienstantritte zu 5,00 Euro pro Monat pro Kamerad begrenzt. Damit würden der Gemeinde im Maximalfall zusätzliche Kosten in Höhe von 9.360 Euro entstehen.
Weiter wurde in der Satzung geändert, dass Sachgeschenke für treue Dienste von 300,00 auf 500,00 Euro erhöht werden. Ebenfalls wurde eine Aufwandsentschädigung für Ausbilder von 10,00 Euro für Ausbildungseinheiten von 60 – 90 Minuten aufgenommen. Es kann mit maximal 4x Ausbildungseinheiten für die aktive Feuerwehr und ebenfalls 4 x Ausbildungseinheiten für die Jugendfeuerwehr zuzüglich einem 2. Ausbilder gerechnet werden, so dass mit Mehrkosten von 1.440,00 Euro gerechnet werden kann.
Weiter wurde in die Satzung aufgenommen, dass für das Mai- und Oktoberfest der Feuerwehr ein Budget von 6.000 Euro zur freien Verfügung gestellt wird. Die Feuerwehr sollte aber am Ende jedes Jahr vortragen, was sie mit den Mitteln im Jahr darauf planen würde. Alle genannten Entschädigungen und Zuwendungen würden die Gemeinde mit 26.780 Euro belasten, gegenüber 14.220 Euro nach der alten Satzung. Das bedeutet eine Erhöhung der einzustellenden Mittel von rund 12.560,00 Euro.

Lutz Leimbach fragte nach den Dienstantritten, um wie viele es sich handeln würde. Jenny Loponen erklärte, dass es sich um wöchentliche Dienstantritte handeln würde. Es können aktuelle bis 25 Dienstantritte werden.

Jens Mehlitz fand, dass die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr eigentlich nicht mit Geld aufzuwiegen wäre. Er stimme deshalb voll und ganz dafür.

Sebastian Meskes signalisierte ebenfalls Zustimmung. Karl-Heinz Ponsel war eigentlich auch nicht dagegen, ihm fehlte zur Aufwandsentschädigung ein Organigramm und eigentlich die rechtliche Grundlage. Askell Kutzke betonte, dass das nicht die Meinung der Fraktion UW wäre, sondern die von Herrn Ponsel. Die Fraktion UW würde dem zustimmen.
(Anmerkung: Na, Mahlzeit! Da hat Herr Kutzke uns völlig freiwillig den Zustand von „Unser Woltersdorf“ offenbart. Also wird UW nur als eine schnell vergessene Episode in der Woltersdorfer Geschichte eingehe).

Punkt 6. Beratung und Beschlussempfehlung zur Beschaffung persönlicher Schutzausrüstungen für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf BV 31_2018
Jenny Loponen berichtete, dass das Thema im Sozialausschuss vorgestellt wurde. Die Wehrleitung habe dringenden Handlungsbedarf signalisiert, da die Sicherheit der Kameraden bei „Heißeinsätzen“ massiv gefährdet wäre. Die Schutzanzüge wären mittlerweile zwischen 10 und 15 Jahre alt. Die bisherigen Neuanschaffungen fanden immer nur auf Zuruf statt, dass möchte Jenny Loponen ändern. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, der Wehrführung und der erweiterten Wehrführung ein Grundsatzkonzept für die Schutzkleidung der Feuerwehr erstellt. Dann Übergab sie an Franziska Pöschl.

Franziska Pöschl erläuterte, dass die Gemeinde Woltersdorf nach dem § 3 Brandenburgisches Brand- und Katastrophenschutzgesetz (BbgBKG) verpflichtet sei, diese Aufgaben zu übernehmen. Es gebe zur Zeit 50 ehrenamtliche Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr, für die Woltersdorf verpflichtet sei, die Feuerwehr mit Schutzanzügen auszurüsten.
Franziska Pöschl stellte die zwei Schutzanzugstypen bildlich vor, Der Unterschied zwischen den beiden Typen, der eine für außen, der andere für innen, bestehe aus der Atemschutzmaske für den Inneneinsatz. Die jetzigen Schutzanzüge entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand. Die Ansprüche an die Schutzkleidung wären enorm gestiegen, Dass beginnt schon beim Material. Da gebe es Vorschriften wie die Nähte zum Beispiel genäht sein müssen, die Beschaffenheit der Hitzebeständigkeit, der Reißfestigkeit, die Sicherheitsbeschaffenheit im öffentlichen Raum, Wartungsfreundlichkeit, schnelle Reparatur und weniger Verschleiß. Einhergehend mit der technischen Weiterentwicklung und dem hohen Schutz der Bekleidung (macht sich auch im Gewicht bemerkbar) besteht auch eine erhöhte körperliche Belastung. Es müsse mit rund 3.900,00 Euro für Jacke und Hose, mit 350,00 Euro für einen Helm und mit 300,00 Euro für Schuhe gerechnet werden.
Die eingestellte Summe im Haushalt wäre veraltet. Zusätzlich wären noch 5 bis 6 neue Kameraden dazugekommen. Es wurden nun für 2018 erst einmal schon 20 dringend benötigte Helme bestellt. Das Gesamtvolumen für 2018 betrage 25.780,00 Euro und müsse deshalb öffentlich ausgeschrieben werden. Das gelte auch für 2019 bis 2021. Es werde angestrebt einen Rahmenvertrag mit dem Hersteller über die Schutzkleidung der Freiwilligen Feuerwehr abzuschließen.

Marco Brosin fragte nach der Deckung im laufenden Haushalt und Franziska Pöschl erklärte, dass die Deckung durch Umschichtung von Mitteln, wie z.B. im Bereich LKW-Führerschein oder Anschaffung der typischen Uniformen, innerhalb des Haushaltsbereiche Feuerwehr ermöglicht werde.
(Anmerkung: also die übliche Problemverschiebung, da was vom Konto weg und da was weg vom Konto, um die größte Not zu lindern, für die eine beträchtliche Anzahl der am Tisch sitzenden Gemeindevertreter mit gesorgt hat. Wichtiger war es den Gemeindevertretern in den vielen Jahren seit 1989 Millionen für den Schulstandort zu sparen. Koste es was es wolle).

Darauf angesprochen, ob die Schutzanzüge für den einzelnen Kameraden hergestellt werden, erklärte sie, dass es genormte Größen geben werde, kein Maßanfertigung. Reinigungskosten in dem Sinne würden auch nicht entstehen, da die Feuerwehr demnächst über eine Industriewaschmaschinen und Trockenschrank verfügen würde. Das wäre langfristig günstiger.

Es ging noch ein Weilchen hin und her, wobei die Frage aufgeworfen wurde, ob das was für 2018 an Anschaffungen angedacht sei, auch realisiert werde. Franziska Pöschl erläuterte, da öffentlich ausgeschrieben werden müsse, könne die Ausschreibung erst rausgehen, wenn das OK der Gemeindevertretung vorlege. Wenn dann ein Hersteller den Auftrag bekommen, fange dieser an zu nähen, denn es gebe keine Lagerhaltung mehr.
Es gab noch einige Anfrage zu den eingestellten Mitteln im Haushalt 2018 und Jenny Loponen wies darauf hin, dass es sich erst einmal um 10 bis 13 Schutzausrüstungen handeln würde, alles Weitere wäre optional für die Jahre 2019 bis 2020.

Askell Kutzke verlas nun den Beschluss. „Die Gemeindevertretung der Gemeinde Woltersdorf beschließt in ihrer Sitzung am 4.07.2018, neue Schutzkleidung für den Feuerwehrdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf zu beschaffen. Die Erneuerung der persönlichen Schutzausrüstung erfolgt in den Jahren 2018 bis 2021. Die Bürgermeisterin wird zum Abschluss von Rahmenverträgen über Schutzkleidung für den Feuerwehrdienst ermächtigt.“ Die Zustimmung war einstimmig.

Punkt 7. Beratung über die zum Ausbau kommende Variante im Straßenbau um den Schulcampus der Gemeinde Woltersdorf
Askell Kutzke wollte ihn eigentlich streichen aber Lutz Limbach hatte etwas dagegen. Er wollte wissen, was denn die Gemeinde beschlossen habe und welche finanziellen Auswirkungen es gebe.

(Anmerkung: Lutz Leimbach bekam seinen einzig von ihm gewünschten Vortrag. Kerstin Marsand kaute noch einmal alles durch, was bereits von der Gemeindevertretung am 17.05. 2018 unter Punkt 9 beschlossen wurde.
Hätte der WBF in seiner Fraktion darüber gesprochen, wie es an sich sein sollte, wäre Leimbach nicht auf einen zusätzlichen Vortrag angewiesen. Beim WBF sieht’s mit dem Personal recht schlecht aus, wie das Beispiel zeigt. Zu lesen war darüber auch bei uns

Gemeindevertretung 5. 2018 – Teil 2; Straßenbau im Schulkarree


).

Sie erklärte dann das weitere Prozedere. Nach dem Beschluss in der Gemeindevertretung werde Auftrag an ein Planungsbüro weitergeben, die dann einen Entwurf erarbeitet und eine Kostenanalyse gemacht. Im September werde dann dieser Entwurf dem Sozial- und Bauausschuss vorgestellt und erörtert. Im Finanzausschuss gehe es dann um die Kostenanalyse. Inwieweit es maßnahmenbezogene Einzelbescheide für die Anlieger geben werde, müsse auch entschieden werden, denn es lege teilweise ein öffentliches Interesse, wie z.B. bei der Schulwegsicherung, vor, das bei der Berechnung der Beiträge mit berücksichtigt werden müsse.

Sie verwies noch auf die Tabelle, in der gerafft die Maßnahmen aufgelistet waren. Sie griff dann die Ideen von Lutz Leimbach auf zu prüfen, ob abschnittsweise ausgebaut werden könne. Sie war der Ansicht, dass sich separate Bereich einzeln ausbauen ließen. Auch ein kompletter Ausbau der Vogelsdorfer Straße sollte nicht aus den Augen gelassen werden.

  1. U. B.

    Ich möchte hierdurch sagen, dass ich froh bin, dass es Bernds Journal gibt. Man erfährt viele Neuigkeiten, die man sonst gar nicht erfahren würde.
    Ich hoffe, es bleibt so.
    Für die weitere Arbeit wünsche ich viel Erfolg.
    Es gibt ja nicht nur Berichte aus der Gemeindeverwaltung, sondern viele andere Themen, die interessant sind, wie z. B. das Sommerfest, Berichte über die Feuerwehr usw.

    Antworten
  2. Klaus

    @Woltersdorf
    Nun, das ist doch recht pauschal formuliert. Jedes Verkehrsmittel hat seine Daseinsberechtigung am richtigen Einsatzort.

    Vor nicht allzu langer Zeit war hier in Bernds Journal zu lesen, dass der Öffentliche Nahverkehr auf dem Land schlecht funktioniert. Das stimmt auffallend. Außer in Woltersdorf, Schöneiche und Rüdersdorf, wo die Straßenbahn in für ländlichen Verhältnissen dichtem Takt selbst Abends/Nachts und am Wochende fährt.
    Wenn man die Straßenbahn durch einen Bus ersetzt, wird sich das sehr wahrscheinlich ändern.

    Bedenjen solltd man such: Die Woltersdorfer Straßenbahn ist nunmal so etwas wie ein „Wahrzeichen“ und auch eine Art „Touristenattraktion“ am Wochenende und unter der Woche ein sehr wichtiger Bestandteil einer schnellen Pendlerverbindung nach Berlin. Wie oft freut man sich darauf nach stundenlangem SBahnchaos endlich in Rahnsdorf zu sein und zu wissen, dass die Straßenbahn pünktlch da sein wird? Auch wenn das mancher nicht wahrhaben möchte.

    Und in punkto barrierefreiheit: niemand hindert die Verwaltung daran, beim für Verkehr zuständigen Landkreis dafür zu sorgen, dass einige 420er Busse ab Thälmannplatz via Berliner Straße-Goethestraße-Höhenweg einen Schlenker fahren und so ein barrierefreies Grundangebot herstellen.

    Ausgewählte Haltestellen barrierefrei auszubauen und einen stationären Hublift zu hinterstellen ist jetzt übrigens auch kein Teufelswerk…

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    1. Bernds Journal

      Ein Kommentar von mir vom 29.05.2015 zum Thema:
      Ich komme auch aus dem Bereich Nahverkehr. Dort, wo ich tätig war, fuhren Bus und Straßenbahn. Beides hat seine Berechtigung. Wir lösten, lange ist es her, die Probleme der Barrierefreiheit recht einfach und kostengünstig. Wir schafften behindertengerechte Kleinbusse an. Personen, die darauf angewiesen waren, konnten sich solchen Bus telefonisch ordern. Woltersdorf würde mit einem behindertengerechten Sprinter, der telefonisch bestellt werden kann seine Probleme lösen. Wir bräuchten weder Straßenbahnen noch Haltestellen umbauen.

  3. Klaus

    Was hat political correctness also eine „Einstellung, die alle Formen der öffentlichen Diskriminierung in Tat und Wort ablehnt“ mit meinem Beitrag zu tun? Das erklären Sie mir doch bitte mal. Kümmels „Käseblatt“?

    Freiheit ist übrigens das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. Ist zwar nicht von Tucholsky oder Twain, trotzdem wahr. ;o) Wenn Sie keine kritischen Kommentare ertragen, schalten Sie Sie doch einfach nicht frei.

    Das mit der „Gleisbreite“ oder auch Spurweite stimmt übrigens.

    Antworten
    1. Bernds Journal

      Dear Klaus,
      den ersten Absatz verstehe ich nicht. Helfen Sie mir bitte auf die Sprünge.
      Ihre Freiheit alles zu sagen taste ich auf keinen Fall an, ich nehme mir aber die Freiheit ebenso frei von der Leber weg darauf zu antworten. Nicht freischalten? Pfui Spinne, ich werde mich hüten, solange es keine persönlichen Beleidigungen sind. Kritik vertrage ich schon, schließlich habe ich davon schon eine

    2. Klaus

      Nun, das erkläre ich Ihnen natürlich gern. In ihrer Antwort auf meinen ersten Beitrag schienen Sie mir mangelnde politische Korrektheit zu unterstellen, woraufhin ich Sie hat, mir zu erklären, was an meiner Aussage nicht politisch Korrekt gewesen ist. Dementsprechend habe ich dann auch die Definition von politischer Korrektheit in meiner Antwort zitiert. Und nun, ist die Bezeichnung von Kümmels Anzeiger als „Käseblatt“ politisch inkorrekt?

      Eine andere Frage, wenn ich alle Handlungen einer Person oder Institution in Frage stelle und per se eine gewisse Unrechtmäßigkeit dieser Handlung unterstelle (ohne diese dann zu belegen), wird sich das dann eher positiv oder negativ auf die Meinung Dritter über diese Person oder Institution auswirken?

    3. Bernds Journal

      Zu 1) wenn jemand meint, interessiert doch sowieso keinen, wozu veröffentlichen, merken die doch früh genug und es sich dabei um einen Betrieb der öffenlichen Hand handelt, dann bin ich überzeugt, dass das demokratische Grundverständnis, dessen der soetwas äußert überholungsbedürftig ist.

      Zu 2) Irgendwo fehlt da konkretes, greifbares. Deshalb kann ich das nicht beantworten.

      Sie haben sich ja schon einmal in einem Kommentar beklagt, dass Sie Bernds Journal lesen müssen, weil das Ratsinformationssystem nicht fertig sei.

      Sie, am 17.11.2017: Das Thema ist doch nun schon gründlichst von allen durchgekaut. Gibt es wirklich nichts anderes zu melden aus der GV? Schade,dass man im Ratsinfo System immer bis zur nächsten Sitzung warten muss,bis man das Protokoll lesen darf und stattdessen Quelle Bernd Nutzen muss.

      Das funktioniert ganz gut, warum quälen Sie sich hier mit all den aus ihrer Sicht Unwahren? Gehen Sie doch dahin, wo Sie Nachrichten Ihres Geschmacks finden. Das Leben ist viel zu kurz, um sich hier vollquasseln zu lassen.

  4. Heinz

    Ist schon seltsam, was da mit der Straßenbahn gemauschelt wird.
    Die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH gehört übrigens seit 2001 zu 70 Prozent der Niederbarnimer Eisenbahn AG, einer Beteiligungsgesellschaft der Captrain Deutschland. Jeweils 15 Prozent gehören den beiden Gemeinden Schöneiche und Rüdersdorf. Der bestehende Verkehrsvertrag gilt bis Ende 2024. Die Woltersdorfer Straßenbahn gehörte bis jetzt zu jeweils 50% Landkreis und Gemeinde.
    Die Homepage der Woltersdorfer Straßenbahn ist übrigens seit ein paar tagen abgeschaltet. Es erscheint die Anzeige: „www.woltersdorfer-strassenbahn.com – Wir aktualisieren unser Online-Angebot. Wir danken für Ihr Verständnis.“
    Mal sehen, womit wir überrascht werden.

    Antworten
    1. Klaus

      Na ich hoffe doch mal mit einer überarbeiteten Webseite. Auch wenn bislang die wesentlichen Fakten (Fahrplan, Bauarbeiten) immer aktuell aufgespielt waren, war der Rest auf dem Stand von ca. 2008.

      Die Zusammenlegung ist doch übrigens keine neue Erfindung, bis 1993 hatten die Schöneicher und die Woltersdorfer Straßenbahn eine gemeinsame Verwaltung. Über Jahrzehnte klappte das wunderbar. Wenn es Kosten spart, warum nicht?

      Tja, wie und warum hätte man eine Änderung, von der 99% der Fahrgäste nichts mitbekommen den kommunizieren sollen? Mit einer ganzseitigen Anzeige in Kümmels Käseblatt oder doch eher in der BILD? Sobald die neue Webseite online ist, wird’s für diejenigen, die es interessiert nachzulesen sein. Ändern wird sich für den normalen Fahrgast erstmal nichts. Ich kann die Aufregung net so recht nachvollziehen… oO

    2. Bernds Journal

      Da es ein Betrieb ist, an dem Woltersdorf und auch der Landkreis Anteile besitzen, wäre es die Pflicht der Gemeinde gewesen diesen Wechsel in den Ausschüssen und der Gemeindevertretung bekannt zu geben. Das wurde bewußt unterdrückt, das ist politische Intransparenz und man fragt sich warum diese Heimlichtuerei, was wird da noch verheimlicht. Ihre wohl witzig sein sollenden Bemerkungen über Bekanntmachungen in Bild und Kümmels Anzeiger können Sie uns ersparen, jedenfalls, wenn Sie politische Korrektheit für eine demokratische Notwendigkeit halten.
      ———————————
      Die Übernahme soll wohl auch nur vorübergehend sein, wegen Probleme des Betriebes. Da spielt jahrelanges Schleifen lassen beim Gleisbau, Schaffung der Barrierefreiheit und Probleme mit den historischen Wagen eine Rolle. Mit neuen Wagen wird’s wohl nichts, da die Gleisbreite dafür nicht auslegt sein soll. Rollt also die Tram irgendwann ins Abseits?

  5. Milchmädchen

    Halt! Stopp!
    „…und der Weiterführung des Straßenbahnbetriebes durch die SRS (Schöneicher-Rüdersdorfer-Straßenbahn GmbH)… “ rauscht mal eben so im Nebensatz durch?
    Gibt oder gab es hierzu keine Beratungen in den Gremien? Oder fand das alles hinter verschlossenen Türen statt?
    Für den Fall hätte ich in der nächsten Wahlperiode gerne tatsächliche Transparenz statt nur die vollmundigen Bekundungen aus dem Wahlkampf!

    Antworten
    1. Matthias

      Das finde ich persönlich auch sehr verwerflich. Nichts dazu im Internet auf der Seite der Gemeinde oder der Straßenbahn. Keine Ausschreibung der Geschäftsführung. Nichts in offiziellen Blättern. Transparenz und Agilität der Verwaltung made in Woltersdorf!

    2. Milchmädchen

      Bis 1993 stand die Straßenbahn, ebenso wie die Rüdersdorfer, unter Treuhandverwaltung. Diese hat dann eine gemeinsame Betriebsführung aufgebaut.
      Heute ist die SRS im Betrieb einer Privatgesellschaft. Ob diese den Betrieb in Woltersdorf für Gotteslohn übernimmt, wage ich zu bezweifeln.
      Wir werden sehen, was da in den nächsten Monaten an ungeplanten Haushaltsnachträgen ganz dringend und „alternativlos“ zum Beschluss gestellt wird.

      Liebes Woltersdorf, bitte erinnere Dich immer daran, dass die Strassenbahn Deine Nabelschnur ist. Ohne Tram kein Zuzug in den Ort, das ist Dein einmaliger Standortvorteil, kein Planungsinferno für Neubaugebiete!

    3. Bernds Journal

      Liebes Milchmädchen,
      wie Du weißt komme ich von einem sehr großen Nahverkehrbetrieb. Vor meiner Verwaltungslaufbahn war ich im Sektor „Bus“ tätig und ich schwöre auf Bus. Straßenbahn – gut- wenn sie denn ein eigenes Gleisbett hat. Ansonsten hat sie m.E. nichts auf der Straße zu suchen. Viel zu gefährlich diese Stahlrösser.
      Herzliche Grüße
      Bernd

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