Fidusdenkmal – Bauausschuss – Okt 2011

Der Bauausschuss war abgesagt, im Schaukasten waren die vorgeschriebenen Einladungen zur öffentlichen Sitzung nicht zu finden, da fand sich am Fidusdenkmal auf dem Delta Gelände sehr seltener Besuch ein. Unsere Gemeindevertreter trafen sich dort mit Armin Schramm als Vertreter der Eigentümer (IBV – Immobilien Beteiligungs und Vertriebsgesellschaft der Bankgesellschaft Berlin mbH).

Unser Bürgermeister hatte mit Herrn Schramm das Treffen vereinbart und unser BM sorgte auch für seine eigene Publicity, indem er die MOZ zu dem Meeting einlud. Vergessen hatten er und Herr Schramm den, der sich seit vielen Jahren um das Denkmal Gedanken macht und um seine Erhaltung kämpft – den Woltersdorfer Verschönerungsverein. Dazu ein anderes Mal. Dr. Vogel und sein Verhältnis oder besser Nicht-Verhältnis zum Verschönerungsverein wollen wir bald einen eigenen Artikel widmen. Unser Blog setzt sich auch schon lange für das Fidusdenkmal ein, analog zum Verschönerungsverein hat auch uns die Nichtbeachtungs – Keule des Bürgermeisters getroffen. Unsere Artikel zum Denkmal können Sie hier finden: Denkmale

Aber zurück zum Geschehen. Unsere „Baukundigen“ besahen sich die Substanz des Denkmals und stellten Schäden fest. Sie bemerkten, die Fidusplakette ist noch gut erhalten, die Namenstafeln stark verwittert und Aufsprengungen des Kalksteins durch gefrierende Feuchtigkeit. So ist es eben, wenn man sich viele Jahrzehnte nicht kümmerte.

Herr Joecks ergänzt, dass er nach den Sicherungsmaßnahmen vor ca. 2 Jahren durch den Woltersdorfer Verschönerungsverein (WVV) in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalschutz die grundsätzliche Stabilität des Bauwerks nicht anzweifelt. Durch die Bestandssicherung ist der Verfall, wenn nicht gestoppt, dann doch stark verlangsamt. Für Maßnahmen bis zur öffentlichen Zugänglichkeit sieht er einen finanziellen Aufwand von ca. 6 – 8 TE. In dem Betrag ist aber keine Sanierung oder Restaurierung der Inschriften enthalten.

Herr Schramm als Vertreter der Eigentümer führt aus, dass er dem Wunsch nach öffentlicher Zugänglichkeit des Denkmals gern nachkommen möchte. Er bietet an, auf eigene Kosten den Zaun an der Schleusenstraße so umzusetzen, dass ein Stichweg von der Straße zum Denkmal hin für die Öffentlichkeit frei ist. Die Verkehrssicherung sieht er dann aber bei der Gemeinde.

Jürgen Felte (WBF) tönte wieder mal laut nach einer Initative. Eine, wie schon die Initative Liebesquelle, da hat sich Jürgen Felte ja schon enorm hervorgetan. Er wusste etwas von 135 TE Kosten, nur woher er es wusste, dass verschwieg er.

Dr. Vogel nahm die Anregung Jürgen Feltes dankbar auf und regte an, dass sich eine Bürgerinitiative, analog zu den Tätigkeiten an der Liebesquelle, des Fidusdenkmals annimmt und z.B. Spenden sammelt. Warum übergeht der BM dann eigentlich so kränkend den Verschönerungsverein, es drängt sich bei vielen Bürgern zunehmend die Frage auf – will der Bürgermeister den Verschönerungsverein loswerden, einstampfen, das Erbe des WVV, für seinen Verein Kulturhaus antreten? Na ja, dazu ein anderes Mal.

Dem WVV vorliegende, jedoch schon ältere, Kostenschätzungen zur
Restaurierung des Denkmals belaufen sich auf 100 TE. Es gibt Fördermöglichkeiten vom Land, die sind aber sehr gefragt. Der Landkreis verfügt über einen „Fördertopf“, der ist ebenfalls rege beansprucht. Ob dort für 2012 noch Mittel bereitstehen ist fraglich, dort gibt es aber eine Warteliste für die Folgejahre. Na das ist doch etwas Erfreuliches.

Eine öffentliche Zugänglichkeit wird von den Anwesenden allgemein
begrüßt, dennoch kommen Fragen auf, wie die der Sicherheit: wie abstürzende Teile, kletternde Kinder, Vermüllung und Vandalismus .Eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Denkmalpflege, engagierten Bürgern und bisherigen Vorarbeiten des WVV wird angeregt. Deutlicher kann es nicht gesagt werden, die Vorarbeiten des Vereins möchte man haben, ansonsten ist der WVV nicht gefragt. Macht alles der Bürgermeister mit seinen neuen Initiativen.

  1. A.-M. Schramm

    Liebe Redaktion,

    ich habe wirklich viel Verständnis für kritische Äußerungen und Beiträge und sehe darin auch immer die Anregung darüber nachzudenken, was den,
    der sich da so kritisch äußert, dazu veranlasst.
    Habe ich mich zu unklar ausgedrückt, habe ich etwas unterlassen oder gibt es etwas anderes, was ich hätte tun können, um die Kritik nicht entstehen zu lassen?
    Betreffend den aktuellen Artikel zum Fidusdenkmal komme ich zu dem Ergebnis, nein, ich kann keine Fehler bei mir erkennen.
    Vielmehr habe ich den Eindruck, hier wird ohne einmal genau recherchiert zu haben, das Bemühen um Lösungen einfach erst einmal schlecht gemacht, nur weil der WVV nicht auch an diesem Ortstermin des Bauauschusses teilnehmen konnte.
    So geht man nicht miteinander um und ich bitte nachdrücklich darum, bei aller Kritik fair zu bleiben, so wie es die Redaktion auch bei anderen Woltersdorfer Aktiven immer wieder anmahnt.

    Das Treffen am Fidusdenkmal hatte zum Ziel, etwas in Bewegung zu bringen, worüber oft Gedanken geäußert wurden, aber die Taten bisher nur spärlich ausfielen oder ausblieben. Wenn sich dazu dann die Vertreter des Bauauschusses vor Ort treffen, um sich ein aktuelles Bild von der Situation zu machen, dann ist das doch ein sehr zu begrüßendes, positives Signal. Und welchen Grund hätte es gegeben, dass dazu auch der WVV hätte anwesend sein müssen. Der WVV kennt die Situation doch sehr genau.
    Wenn es dann wirklich um die konkrete Umsetzung von Maßnahmen zur Sicherung, Öffnung und laufenden Betreuung des Denkmals kommen sollte, wird der WVV mit Sicherheit auch Gelegenheit haben, sich dazu dauerhaft mit einzubringen. Das erwarte ich sogar!!!

    Zusammengefasst, hier sollte keiner ausgegrenzt werden, hier wollte sich keiner profilieren, es ging und geht darum, einen Weg des konstruktiven Miteinanders für den öffentlichen Zugang zum Fidusdenkmal zu finden.
    Mit gegenseitigen Beschimpfungen werden wir uns aber nur weiter diesen gemeinsamen Weg verbauen.
    Mein Wunsch an die Redaktion, mehr Sachlichkeit und geprüfte Hintergrundinformationen, statt immer mehr Raum für persönliche Animositäten.

    Zusammen sind wir stark!

    Herzlichst
    Armin-M. Schramm

    1. Bernd

      Lieber Herr Schramm,
      ich bin mir sicher das Sie niemanden ausgrenzen wollten und wollen. Es sollte auch keine Kritik an Ihnen geübt werden, dazu sehe ich keine Veranlassung, eher das Gegenteil. Die Missbilligung gilt einzig dem BM und einem Mitglied des Bauausschusses.
      Mit freundlichen Grüßen
      Bernd

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