Fidus Denkmal an’s Licht geholt

Viele Jahrzehnte stand es am Rande des Delta Geländes verborgen hinter wildwachsenden Farnen, Büschen, Kletten und Kolonien von Brennnesseln. In der DDR wollte die Obrigkeit nichts von einer Restaurierung des Denkmals wissen, Ehrenmale für deutsche Gefallene paßten nicht in’s Bild der Moskauhörigen. Woltersdorf bekam nach der Wende eine neue politische Obrigkeit, die ebenfalls bis heute keine Verantwortung für das von dem Künstler Hugo Höppener, genannt Fidus, geschaffene Mahnmal übernehmen will. Da ist noch viel zu tun, um die Gemeindevertreter für die Historie ihrer Heimat zu sensibilisieren.

Fidus Denkmal Woltersdorf

Vorher

So wucherte das Unkraut seit Jahrzehnten rund um das kulturell wertvolle Bauwerk und versteckte es völlig. Zum Tag des offenen Denkmals hat sich jetzt Armin Schramm des Fidus Denkmals angenommen und in einem Rundschreiben die auf dem Delta Gelände ansässigen Firmen zu einer Hilfsaktion aufgerufen. Am Sonntag war es soweit, viele haben sich von dem Aufruf ansprechen lassen und rückten, bei strahlendem Sonnenschein, dem meterhohen Wildwuchs mit allerlei Gerätschaften kräftig zu Leibe. Das Ergebnis, einiger schweißtreibender Stunden, kann sich durchaus sehen lassen, wie die beiden Fotos, vorher und nachher dokumentieren. Die Helfern wurden nach getaner Arbeit mit Bratwurst und gekühlten Getränken gestärkt.

Fidus Denkmal Woltersdorf

Nachher

Es gibt aber noch viel zu tun, um das Denkmal vor dem völligen Verfall zu retten, packen wir es an! So ein Denkmal restauriert sich nicht von alleine, viele Helfer werden gebraucht. So werden Sponsoren gesucht, die sich mit Geld oder Taten an der Aktion Denkmal beteiligen möchten. Eine erste wichtige Hilfe wäre, wenn sich ein Garten- /Baubetrieb finden würde, der eine Drainageplane als Unterlage und Rindenmulch oder Kies spendet, um den Platz vor dem Denkmal gegen erneuten Wildwuchs zu schützen und ihn dadurch künftig besser dauerhaft begehbar zu halten. Es sind aber nicht nur Betriebe gefragt, jeder kann sich beteiligen, jeder wird gebraucht, jeder Euro hilft das benötigte Material zu beschaffen. Wer sich hier beteiligen möchte, kann sich an:
Armin Schramm a-m.schramm@arcor.de oder
Andreas Heinitz andreasheinitz@yahoo.de wenden.

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3 Gedanken zu „Fidus Denkmal an’s Licht geholt

  1. Gordon Eggers

    Bemerkenswert, was mit ein paar Stunden privatem Engagement alles möglich ist. In kürzester Zeit haben es engagierte Bürger für unsere Gemeinde geschafft, das Fidus Denkmal wieder zu einem Blickfang zu machen.

    Leider hat das von Fidus geschaffene Denkmal noch eine Schwäche: Die Inschriften verwittern leider und bedürfen einer Erneuerung. Wäre schön, wenn sich hierfür Sponsoren fänden.

    1. Bernd

      Hallo Gordon, um das Denkmal zu retten sollte ein Verein gegründet werden. Der kann Geld sammeln und wenn die Gemeinnützigkeit erteilt ist, Spendenquittungen dafür ausstellen. Ein Verein kann auch Mittel beim den Ministerien und auch der Gemeinde Woltersdorf beantragen. Für eine Gründung sind sieben Personen erforderlich, die sollten sich doch in Woltersdorf finden lassen.

      Da der Winter kommt, erscheint es mir wichtig, dass das Denkmal vorläufig ein Dach bekommt. Vorstellen könnte ich mir das Dach, in der Art wie Carports gebaut sind.

      So Gordon, nun pack mit an!
      Gruß Bernd

  2. werlsee

    Kann nur sagen, da wurde ja ordentlich geschafft. Hoffentlich ist das Ganze aber keine Eintagsfliege und es geht weiter aufwärts mit dem Denkmal. Vielleicht kann Herr Heinitz ja ein paar Sponsoren oder den Denkmalschutz aktivieren.
    Wäre für Woltersdorf doch eine gute Sache.
    Herzliche Grüße
    Yvonne

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