Feuer und Obdachlose in Springeberg

Amtsleiter Hannes Langen liebt es, seinen Namen in der Zeitung zu lesen. Fast kein Tag ohne Interview oder wenigstens eine Nachricht von ihm im Lokalteil. Manchmal frage ich mich, wer ist da eigentlich der Bürgermeister. Beurteile ich es nach den öffentlichen Auftritten, so hat Hannes Langen seinen Bürgermeister inzwischen weit abgehängt.

Zum Brand in Springeberg und den dortigen Obdachlosen äußerte er sich in der Zeitung: „Da sind wir aber formal nicht zuständig. Da es sich um Privateigentum handele, würde die Gemeinde nur einschreiten, wenn eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit ausgehe.

Ein Feuer bricht nicht so schnell von allein aus, hier wurde es von Menschen verursacht. Damit wird vor Ausbruch des Feuers eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit vorgelegen haben, sonst hätte es ja nicht brennen können. In dem Fall ist es völlig schnuppe, ob sich die Quelle der Bedrohung auf privatem oder öffentlichem Land befindet.

Unser Ordnungsamt und die Revierwache Woltersdorf hätten sich um das Gelände kümmern müssen, schon weil das Gelände illegal von Obdachlosen besetzt war. Der Amtsleiter wurde in einer Sitzung des Flächennutzungsplans explizit dazu aufgefordert – etwas zu tun. Für die Obdachlosen wäre ebenfalls unser Ordnungsamt zuständig gewesen, jetzt, nach dem das Kind in den Brunnen gefallen ist, kümmert sich das Amt, würde es aber nicht machen, läge es außerhalb seiner Zuständigkeit. Hier haben Polizei und Ordnungsamt versagt.