Falschmeldung im Infoblatt unseres Bürgermeisters – Teil 1

Michael Hauke schreibt im Infoblatt des Bürgermeisters – Die Christliche Kita steht nicht zur Disposition.

Heute fiel mir das Infoblatt von „Unser Woltersdorf“ in die Hände. Bürgermeister Vogels Sprachrohr. Eine Pflichtlektüre, der ich mich so schnell wie möglich entledige. Dieses Heft 03/13 enthält aber einige Dinge, die nicht so im Raum stehen bleiben sollten.

Da treffe ich doch auf Seite 3 auf den Verleger des Hauke-Verlags aus Erkner mit seinen Blättern Kümmels Anzeiger und Fürstenwalder Zeitung und nebenbei in dem Infoblatt involviert. Michael Hauke schreibt dort unter dem Titel „Christliche Kita steht nicht zur Disposition“. In dem Artikel verliert sich Hauke immer wieder in Attacken gegen Prof. Dr. Wolfgang Stock, der seit 15 Jahren ehrenamtlicher Geschäftsführer der Kita ist. Ich wäre auch verwundert wäre es anders. Verleger Hauke muss Prof. Stock nicht mögen. Bereits in seinem Kümmels Anzeiger 16/11; Seite 19 vom 6. August 2011 zog Michael Hauke unter dem Titel: „Schwere Vorwürfe gegen Prof. Dr. Stock“ über den nichts ahnenden Professor her. In einem Date mit der Justiz musste Hauke daraufhin kostenpflichtig den Rückwärtsgang einlegen.

Alles, was Hauke so über den Prof. Dr. Stock von sich gibt, sollte der Leser nicht ohne grobe Kenntnis dieser Vorgeschichte betrachten. Somit können wir Haukes Befindlichkeiten „Ade“ sagen und uns den Fakten widmen.

Hauke: „:…Wolfgang Stock, die Vereinbarung über den Betrieb der Kindertagesstätte gekündigt hat.“

Richtig ist, Prof. Stock schrieb am 26. Februar 13 an die Gemeinde: „Wir bitten daher, unsere diesbezügliche Kündigung der Vereinbarung vom letzten Jahr so zu verstehen, dass Sie diesen Kostenblock..“

Hannes Langen antwortete am 25. März 13: „Ihre Kündigung der Vereinbarung über den Betrieb der Kindertagesstätte nehme ich zum 31.12.2012 an.“

Eindeutiger geht’s nicht mehr. Prof. Stock hat einen Teilaspekt des Vertrages gekündigt, einen Kostenblock, nichts anderes. Es scheint, Hannes Langen bekam da Deutungsschwierigkeiten. Ja, Michael Hauke, wie ich Ihnen schon des Öfteren ans Herz legte: richtig recherchieren!

Hauke: „Auslöser war eine hohe – von der Gemeinde als unangemessen hoch eingestufte – Nachforderung des Kita-Trägers für entstandene Betriebskosten.“

Zu hohe Betriebskosten? Das Gegenteil ist der Fall. Die Nachforderungen für 2011 von 9.828,59 Euro sind 1,2 Promille des kommunalen Haushalts von 2013 (Entwurf vom 16.11.2012, also nicht der letzte Stand). Das dürfte bei einer kommunalen Pflichtaufgabe nicht zu viel sein.

Betrachten wir einmal die Kernausgaben ohne Gebäudekosten pro Vollzeit-Erzieherstelle, das ist der Maßstab des Landkreises bei der Bezuschussung, dann waren die Kosten für 2011
bei der Christlichen Kita: 49.632 Euro pro Vollzeit-Erzieherstelle, bei der kommunalen Kita waren es 51.704 Euro pro Vollzeit-Erzieherstelle. Somit war die Christliche Kita 4,2 % preiswerter als die kommunale Kita – oder anders herum gerechnet: Die Kosten der kommunalen Kita waren 10 Prozent höher als bei der Christlichen Kita.


TVöD = Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst; WD = Woltersdorf

WD = Woltersdorf

Hauke: „Während alle Kitas im Ort an oder über der Kapazitätsgrenze arbeiten müssen, ist die Auslastung der christlichen Kita deutlich geringer, die produzierten Betriebskosten dagegen ungewöhnlich hoch.“

Wir haben den Beweis geliefert, die Betriebskosten liegen unter der der kommunalen Kita. Woher Hauke seine Behauptung nimmt, die anderen Kitas müssen mehr schuften, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht sollte Hauke aber einmal darüber nachdenken, dass eine christliche Kita vielleicht ein anderes Erziehungskonzept fährt als eine kommunale Kita.

Auf den Rest der Tiraden des Verlegers von „Kümmels Anzeiger“ verzichten wir, es lohnt nicht darauf einzugehen.

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