Es steht ein Buch vor der „Alten Schule“


Seit einiger Zeit steht vor der „Alten Schule“ ein gewaltiges Buch aus Plastik, aufgestellt als Reklame für die Immobilien Firma Heidt. In dem Buchbehälter können Bücherfreunde richtige Bücher, die sie gerne verschenken möchten, hinterlegen und auch Bücher entnehmen. Bestimmt keine billige Werbung. Prinzipiell aber keine schlechte Idee von der Firma Heidt.

Dennoch fragt sich der eine oder andere, wie kommt dieses Riesenbuch da hin. Für solche Reklame bedarf es einer Genehmigung der Gemeinde und des Grundstückseigentümers, obendrein wird der Aufsteller für die Überlassung des Aufstellplatzes eine Gebühr zahlen.

Wem gehört nun der Flecken Pflaster neben der Treppe der „Alten Schule“ und wer kassiert die Standmiete für die Werbung? Eindeutig, die Gemeinde, die „Alte Schule“ ist dem „Sport- und Freizeitpark“ zugeordnet und die Mieter sind einmal der Verschönerungsverein und zum anderen das „Kulturhaus Alte Schule“ und der Verein betreibt in dem Gebäude eine Bibliothek.

Der Plastikwälzer deutet erst einmal auf die Bibliothek als Auftraggeber hin. Die Bibliothekarin verkündete aber am 12. Juni bei dem Treffen „Fragen an den Bürgermeister“, ihre Bibliothek habe mit der Riesenschwarte nichts zu schaffen. Die Aussage steht im Widerspruch zu dem, was dort zu sehen ist. Mitten auf der Scheibe prangt eine Werbung der Bibliothek des Vereins „Kulturhaus Alte Schule“, hmm. Der BM hörte sich die Ansage der Bibliothekarin an, sagte aber nichts dazu. Es ist also anzunehmen, dass der BM keine Ahnung über die Causa Buch hatte. Er würde doch ansonsten sein Wahlvolk über diese Werbung aufgeklärt und speziell der Bibliothekarin geantwortet haben, oder?

Der Bürgermeister weiß von nichts, die Bibliothekarin des Vereins „Kulturhaus Alte Schule“ weiß von nichts. Der Verschönerungsverein weiß auch von nichts. Da frage ich mich allen Ernstes – schafften in einer finsteren Nacht Aliens das Heidt-Buch aus einer fliegenden Untertasse an seinem jetzigen Standort? Ich finde die Frage berechtigt, wo doch keiner von nichts was weiß.

  1. Bernds Journal

    Lieber Herr Heidt,
    Ihr werter Kommentar hat eindeutig das Thema verfehlt, schade drum. Ihr Statement kommt drei Jahre nach dem Erscheinen des Artikels, ein bißen sehr viel spät, zu spät meine ich.

    Ich schrieb dazumal: “ In dem Buchbehälter können Bücherfreunde richtige Bücher, die sie gerne verschenken möchten, hinterlegen und auch Bücher entnehmen. Bestimmt keine billige Werbung. Prinzipiell aber keine schlechte Idee von der Firma Heidt.“

    Der weitere Artikel befaßt sich mit Woltersdorfer Interna rund um diese, wie schrieb ich, Riesenschwarte, die Sie nicht zu vertreten haben und die auch das Buch nicht tangiert.
    „Prinzipiell aber keine schlechte Idee von der Firma Heidt“, dazu stehe ich auch heute noch. Selber machte ich auch schon vom Inhalt der Riesenschwarte Gebrauch.
    Ich frage mich nur, wie kommt Ihre nicht schlechte Schwarte, die ich nebenbei pottenhäßlich finde, jetzt an einen anderen Standort, den ich auch nicht für gelungen halte?
    Aus Ihrem empörten Kommentar schließe ich, dass dies nicht ganz freiwillig geschah. Darüber würde ich von Ihnen gerne informiert werden. Dieser Umzug geschah wieder einmal ohne Information der Gemeindevertretung und damit stehen wieder ähnliche Argumente, wie im obigen Artikel im Raum.

    Auf Ihre persönliche Bewertung meiner Person und meines Wirkens in Woltersdorf möchte ich nicht eingehen. Die Woltersdorfer wissen auch so, was sie an diesem völlig unabhängigen Sprachrohr für den Bürger haben.
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren sozialen Engagements
    Bernd Wohlers

  2. Karsten Heidt

    Zur Beruhigung: Wir hätten das „Heidt-Buch“ nach der obigen Kommentierung gerne sofort an einen anderen Standort verfrachtet, den es leider bislang nicht gab. Jetzt steht das Buch auf der Ecke „Rüdersdorfer/Rudolf-Breitscheid“ – nicht unbedingt nutzerfreundlicher, dafür aber sicher vor Kommentaren von Leuten, die hinter dem sozialen Engagement von Unternehmen offensichtlich gleich Böses vermuten. Nur mal so am Rande: unsere, mittlerweile sind es acht, Bücher in der Region kosten in der Anschaffung und auch im Unterhalt richtig Geld. Dabei ist der (hoffentlich überhaupt vorhandene) Werbeeffekt der Bücher für uns bei deutlich höheren Kosten und größerem Aufwand deutlich geringer als irgendwelche Werbeschilder, machen den Menschen aber deutlich mehr Freude, was ja auch der primäre Zweck des Projektes ist. Wenn uns die Gemeinde im Gegenzug für die Etablierung eines wohl unstrittig sinnvollen und schönen Projektes, das im übrigen auch von vielen Woltersdorfern sehr gerne genutzt wird, unentgeltlich einen geeigneten Standort zur Verfügung stellt, erscheint mir das nicht kritikwürdig sondern lobenswert! Aber meckern ist natürlich immer deutlich leichter, als selbst etwas auf die Beine zu stellen… .

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