Einmal SED-Blatt, immer SED-Blatt?

Einmal DDR-Blatt, immer DDR-Blatt?

In der MOZ fand ich einen Kommentar „Wenn ein Gutachten in die Schieflage gerät“ Der Kommentator und stellvertretende Chefredakteur Peter Philipps, setzt sich darin mit einem Gutachten für die Enquete-Kommission des Landtags auseinander. Die Verfasserin, die Journalistin Ariane Mohl, kommt grob gesagt zu dem Schluss, die einstige SED Presse hat sich die heutige ostdeutsche Presselandschaft einverleibt. Weiter findet sie, alle DDR-Journalisten seien als DDR-Sprachrohre ausgebildet und einmal SED – Zeitung, immer SED – Zeitung. Peter Phillips schreibt: „Das entwertet den Willen, die Lernfähigkeit und die Lebensleistung einer ganzen Generation.

Die MOZ ist aus einer SED – Zeitung hervorgegangen, na und, nach dem Krieg hatten auch viele bundesdeutsche Zeitungen eine lieber zugedeckte Vergangenheit. Wer anders, als diese Zeitungen, konnten damals schreiben und es gab enorm viel zu berichten. Ihre Redakteure mögen an DDR Schulen bis zum Geht nicht mehr auf SED Kurs getrimmt worden sein. Ich sage – na und, in die Hirne hat noch keine Diktatur sehen können. Wer seinen Lebenstraum verwirklichen wollte, der war gezwungen sich mehr oder weniger anzupassen und konnte sich dennoch seine Freiräume erhalten. Nein, die MOZ ist eine moderne, demokratische Zeitung, die mit beiden Beinen im Leben steht und hart um’s Überleben kämpft. Da sollte man ihr helfen, anstatt alte Geschichten in den Setzkasten zu werfen.