Eine unbegreifliche Showeinlage

Woltersdorf hat einen Bürger, Dr. Bernd Brauer (Mitglied BI Unser Woltersdorf), der ab und zu mit dollen Ideen daherkommt und ab und zu seine Ansichten in öffentlichen Medien, wie z. B. „Kümmels Anzeiger“ darbietet. Im letzten Heft des Hauke Verlags (Erkner) Nr. 17 vom 18. August 2012, Seite 28 äußerte sich Dr. Brauer zu einem Stammtisch-Event des WBF. Hinweis: Wer den Artikel oder Leserbrief lesen möchte, kann ihn bei mir anfordern.

An einer stattlichen Anzahl Tischen, die in einer langen Reihe zusammengestellt waren, trafen sich eine größere Anzahl Bürger. Wir sind spät gekommen und hockten an einem Ende der ellenlangen Tafel. Dennoch wir waren nicht die Allerletzten, die da kamen. Als Dreierpack hetzten Dr. Brauer, Dr. Bronsert und Wilhelm Diener im Verbund zum Ende der Tafel. Dr. Brauer saß neben mir und einigen anderen Gästen des WBF, ihm gegenüber saßen seine mitgebrachten Gesellschafter. Der erste WBFler war recht weit weg, anderweitig in regem Gespräch, nur, wer recht laut losdonnerte, konnte sich stimmlich auf die Entfernung durchsetzen. Die Chance ein tiefschürfendes Gespräch zu beginnen war äußerst gering, aber das war ja auch nicht die Intention des Abends.

In dieser lustigen Runde ließ Dr. Brauer seine Fragen los, Zitat: „Ich stellte drei konkrete Fragen…. Warum gerade die Zahl 85 Plätze, welcher Fensteranteil zur Gesamtfläche projektiert wird und ob dies mit Richtlinien für den Kita-Ausbau übereinstimmt, ob Wärmedurchgangszahlen im Fußbodenbereich von Märkten identisch sind mit den Anforderungen von Kitas und warum man sich des Risikos aussetzt, dass der avisierte Projektant gleichzeitig der Hauptnutznießer dieses Projekts ist.“ (Anmerkung: So ausgefeilt waren die Fragen am Stammtisch aber nicht).

Schon vor diesen Fragen stellte Dr. Brauer, wie er schreibt, fest, Zitat: „…bei sachlichen Diskussionen war Inkompetenz und Unsicherheit erkennbar….“

Wir saßen unmittelbar neben Dr. Brauer, von unserem Ende der Tafel – Diskussionen – unmöglich. Diskutieren Sie mal an einer langen Tafel, an der eine sehr ausgelassene Stimmung alles übertönt. Dennoch stellte der Dr. Brauer Inkompetenz und Unsicherheit fest, natürlich nur bei den anderen. Warum stellt der Mann dann z. B. eine Frage, deren Beantwortung einem Architekten, der nicht anwesend war, obliegen würde? Warum stellt er sie in einem Biergeschäft und nicht im Bauausschuss? So kommt Dr. Brauer ohne Ende zu weiteren Erkenntnissen, die allesamt negativ für den Gastgeber WBF ausfielen. Wie sagt Dr. Brauer, Zitat: „…mein persönlicher Erkenntnisgewinn aber: NULL.“ Null, natürlich ganz groß geschrieben, schade „Kümmels Anzeiger“ hätte die NULL ganz FETT drucken sollen.

Ist es nicht eigenartig, da geht ein Mann zu Freunden, trinkt mit ihnen ein Bier, bricht mit ihnen das Brot. Verabschiedet sich dann in aller Freundschaft und wenige Tage später polemisiert er in einem Lokalblättchen aufs Heftigste, über die Leute mit denen Tage zuvor trank und schnakte. Das erinnert mich an einen Dr. Bernd Brauer mit dem saß ich im März 2010 im „Berliner Eck“, wir tranken und schnakten, zusammen mit Andreas Heinitz, waren bester Stimmung. Einige Tage später schrieb Dr. Brauer in einem Blog, Zitat: „….da gibt es viele Einträge von Herrn Wohlers, alias Bernd, alias…“. Weiter lässt sich der Doktor darüber aus, dass dieser Wohlers kein Woltersdorfer ist und hier, in Woltersdorf, den Schnabel zu halten hat. Das haben ja schon viele Bürger erlebt, wenn einer der beiden Brauers in einer Versammlung ruft: Der ist kein Woltersdorfer und so weiter und so weiter. Der Wohlers und der alias Bernd bin ich und ich muss sagen, es überraschte mich sehr, dass ein Mann mit dem ich am Abend ein Bierchen trank und das Brot brach, am nächsten Tag in einem Blog über mich herzog.

Seit dem Tag trinke ich kein Bierchen mit Dr. Bernd Brauer und breche kein Brot mehr mit ihm, ich will doch nicht Tage später einen Verriss über mich, in öffentlichen Medien lesen.