Ein Scheck der Sparkasse für die Sanierung des Fidusdenkmals

Es gab ein Stelldichein am Denkmal der Gefallenen im 1. Weltkrieg. Gisela Schuld, Vorsitzende des Verschönerungsvereins, hatte eingeladen. Anlass war die Übergabe eines Spendenschecks durch den Direktor der Sparkasse Oder-Spree, Direktion West, Herrn Jan Böge der in Begleitung des neuen Fililleiters der Sparkasse Herrn Lenke gekommen war. Der Beginn der Sanierungsarbeiten am Denkmals durch Oliver Guhr ist nun möglich geworden.

Neben dem Vorstand kamen auch einige Vereinsmitglieder. Die Politik war durch den Minister Jörg Vogelsänger und Monika Kilian vertreten. Für die Gemeinde erschien Kerstin Marsand und Christian Ohlrich und als Gemeindevertreter Michael Hauke.

Gisela Schuldt erzählte, dass sie seit fast zwanzig Jahren um den Erhalt des Denkmals kämpft. Das Denkmal selber wurde 2004 in die Denkmalliste aufgenommen. Im Jahr 2007 bekam der Verschönerungsverein erstmals eine kleine Fördersumme zur Verfügung gestellt. Nachdem der Verein selber auch noch etwas drauflegte, konnte eine provisorische Überdachung finanziert werden, um das Denkmal vor weiteren Verfall zu schützen.

Erst jetzt im Jahr 2017 wurden die Fördermittel von 30 TE aus verschiedenen Töpfen des Landes Brandenburg bereitgestellt und durch Spendengelder ergänzt, sodass insgesamt für die Sanierung rund 44 TE zur Verfügung stehen. Sie dankte dafür Jörg Vogelsänger für die Fördermittel, die nun auf dem Konto des Verschönerungsvereins eingegangen sind und den Bürgern von Woltersdorf für ihre Spendenbereitschaft. Die Sanierung kann nun in Angriff genommen werden.

Als nächstes hielt Minister Jörg Vogelsänger eine kleine Ansprache in der er Gisela Schuldt für das unendliche Engagement dankte. Da er auch ein Woltersdorfer sei, freue er sich ganz besonders darüber, dass er auch einen Beitrag dazu leisten konnte, dass das Denkmal erhalten werden kann.

Jan Böge ergriff nun das Wort und betonte ebenfalls die Hartnäckigkeit mit der Gisela Schuldt in all den Jahren um das Denkmal kämpfte. Jan Böge betonte, dass es für die Sparkasse wichtig wäre, regionale Initiativen zu fördern. Deshalb freue er sich, Gisela Schuldt mit einem Scheck in Höhe von 2.200 Euro bei der Rettung des Denkmals helfen zu können.

Oliver Guhr erklärte nun anhand der Schrifttafeln und des Fidus-Reliefs die vorgenommenen Arbeiten. Die noch vorhandenen Buchstaben auf den Schrifttafeln werden erhalten aber nicht ergänzt. Anders beim Fidus-Relief. Da soll versucht werden das Relief zu ergänzen und zu sanieren. Allerdings gebe es ein paar Schwierigkeiten, da die Bildvorlagen in etwa 120 Details vom Originalrelief abweichen. Auch die Tiefe des Reliefs machen ihm Probleme, denn die Konturen weisen eine maximal Tiefe von 3 cm auf. Es sei daher schwierig z.B. eine Hand plastisch darzustellen.

Gisela Schuldt wies noch darauf hin, dass Ende August mit den Arbeiten des Vordaches durch die Firma Metallbau Franz Altlandsberg begonnen werden soll. Die durch die untere Denkmalschutzbehörde favorisierte und vom Architekturbüro Braunschweig vorgestellt Glasdachkonstruktion erwies sich als nicht durchführbar. Deshalb gebe es nun ein Vordach, dass mit Streben abgestützt wird. Im nächsten Bauabschnitt stehe dann noch die Sanierung des Denkmalkörpers an, der noch einmal rund 10 TE kostet. Dafür wäre jetzt durch den Scheck und weitere Spenden der Grundstein gelegt. Gisela Schuldt hofft, dass bis Ende Oktober alles fertiggestellt ist und der Öffentlichkeit übergeben werden kann. Gleichzeitig wäre dass dann auch der erste Beitrag zum Fidusjahr 2018.

Im Jahr 2018 würde Fidus 150 Jahre alt und es ist gleichzeitig auch sein 70. Todestag. Aus diesem Anlass plant der Verschönerungsverein ein Fidus-Jahr.