Ein Fall aus dem Hartz IV Amt in Erkner

Martin, ein 24 jähriger junger Mann, nein eher doch noch ein schlaksiger Junge, lebt hier in Woltersdorf mitten unter uns. Niemand sieht ihm an, dass ihm seit einiger Zeit nicht zum Lachen zumute ist. Es ist ihm vergangen, seitdem er sein Schicksal mit dem einstigen Hartz IV Amt und jetzigen „Pro Arbeit“ LOS Jobcenter in Erkner verknüpfen musste.

Martin hat einen Schulabschluss, die erweiterte Berufsschulreife. Damit konnte er 2007 eine Ausbildung beginnen. Er wollte Bäcker werden und es fand sich auch ein Lehrbetrieb. Martin ging gerne in die Lehre, wusste er doch nicht, dass ihm dort das erste richtig Böse im Leben erwartete. Der Chef der Bäckerei besaß keinen Meisterbrief und beschäftigte, um Lehrlinge ausbilden zu dürfen, einen Meister. Der hatte seine Tage auf dem Buckel und als die Zeit dran war ging er in den Ruhestand. Zurück blieb ein Betrieb, der, stellt er keinen neuen Meister ein, nicht mehr ausbilden durfte. Ein Meister kam nicht und der Boss hielt es auch nicht für nötig, Martin die veränderte Lage zu erklären. Im Gegenteil, er ließ ihn für das Gehalt eines Lehrlings schuften, bis es soweit war, das Martin die Gesellenprüfung abschließen sollte. Martin ist kein Geselle geworden, sein Unternehmer hatte ja keine Ausbildungsberechtigung. Am 18. Juni dieses Jahr war dann sein letzter Arbeitstag. Der Fall landete in diesem August vor Gericht und sein Chef kam in einem Vergleich sehr billig davon. Rund 854 Euro soll der ehemalige Arbeitgeber zahlen. Wenig genug, doch für ihn zuviel, er zahlt einfach nicht.

So ging Martin den Weg, den schon viele Millionen beschreiten mussten, er ging zum Arbeitsamt in Fürstenwalde. Dort bekommt er sein Arbeitslosengeld, 265 Euro im Monat. Wenig, aber regelmäßig, dennoch zum Überleben reicht es nicht. Somit blieb Martin nichts anderes übrig, als beim Hartz IV Amt in Erkner um Unterstützung zu bitten. Er trudelte damit in ein Verfahren, das geeignet ist einen Menschen zu zerbrechen und am Leben zweifeln zu lassen. Die Verwalter der Armut in Erkner errechneten einen Aufstockungsbetrag ab 1. Oktober 11 von monatlich 144.20 Euro als genug, für ein bescheidenes Durchkommen. Zu den Leistungen für den Lebensunterhalt kommt noch die Zahlung für die Miete und Heizung, so sieht es das Sozialgesetzbuch vor. Würde Martin bekommen was ihm zusteht, er könnte überleben. Er bekommt dort aber nichts, außer immer neue Auskunftsersuchen. In Erkner beim Hartz IV Amt, da sitzen Angestellte mit gutem Gehalt, Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld, deren einzige Aufgabe es zu sein scheint, Auszahlungen zu verzögern und Menschen wie Martin zum Betteln zu zwingen, sie in die Obdachlosigkeit zu treiben.

Einmalig zahlten sie einen Betrag von 418 Euro vom 5. bis 31 Juli 11, damit hatte es sich. Miete zahlen, Pustekuchen! Da stellt doch die Behörde in Erkner fest, Martin und seine Mutter haben die gleiche Anschrift. Dann muss er zwingend im Haushalt der Mama leben und nichts ist mit Zahlung. Jeder Beamte fragt sich natürlich sofort, habe ich jetzt einen Sozialbetrüger erwischt. Also brachte der Junge eine Bescheinigung des Vermieters, mit dem Inhalt, dass er eine eigene Wohnung unter der gleichen Anschrift hat. Ich hörte, dass es Hochhäuser gibt, da wohnen Hunderte mit der gleichen Anschrift, in einem Haus. Dass scheint sich beim Hartz IV Amt in Erkner aber noch nicht herumgesprochen zu haben, denn den Sachbearbeitern reichte die Bescheinigung des Vermieters nicht, bei weitem nicht. Sie schickten den jungen Mann wieder nach Hause, jetzt wollten sie zu der Bescheinigung noch eine Zeichnung über die Lage der Wohnungen von Mutter und Sohn sehen. Die brachte Martin auch noch zum Amt und hoffte auf Unterstützung und Mietzahlung.

Um sich weiterhin vor der überfälligen Leistung drücken zu können, fiel den Hütern der sozialen Kasse augenblicklich Neues ein. Er, Martin, habe doch einen gerichtsfesten Anspruch auf 854 Euro von seinem Ex-Arbeitgeber. Dass der nicht zahlt, nein, dass glauben sie Martin nicht. Wieder schickten sie ihn nach Hause, jetzt möchten sie seine Kontoauszüge von April und Mai sehen. Ob der hinterm Tresen denkt: Na seht mal, hat doch geklappt, wieder einmal geschafft einen lästigen Antragsteller abzuwimmeln und obendrein nichts zu zahlen. Bringt dieser Mensch, der die Ruhe des Amtes stört, dann die Kontoauszüge, mal sehen, dem Hartz VI Amt in Erkner fällt bestimmt allerhand ein, um sich den Ruhestörer vom Hals zu schaffen. Inzwischen verliert Martin seine Wohnung, hat nichts mehr zu beißen, dafür aber können die gut alimentierten Angestellten nichts, die tun doch nur ihre „Pflicht“. Oder irre ich da?

Damit das Amt in Erkner und die anderen Ämter, die das Amt in Erkner kontrollieren wissen, über was ich hier berichte: Martin D. seine Nummer beim Hartz IV Amt in Erkner lautet: 355 9400/564564 2011.

Ein Fall aus dem Hartz 4-Amt in Erkner – Teil 2

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  2. monique

    typisch amt erkner. was die mit manchen mache ist eine bodenlose frechheit.jetzt darfst nicht mal mehr so dort vorbeikommen,sondern mußt dir telefonisch nen termin holen. ab jetzt haben se noch mehr zeit zum kaffeetrinken.
    martin ich wünsche dir die kraft das du wieder auf die füße kommst und nicht auf die schiefe bahn gerätst.

  3. Ronny P

    Der arme Junge ….welch eine Art mit Menschen umzugehen. Wo haben denn Diese Mitarbeiter ihre Ausbildung her. Wie soll denn die Jungend da noch ans Deutsche Rechtssystem glauben.
    Dabei hat sich doch auch ein Job Center an´s SGB zu halten. Anbei mal ein Auszug vom SGB §1

    § 1 SGB II Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende

    (1) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll es Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.

    2.die Erwerbsfähigkeit einer leistungsberechtigten Person erhalten, verbessert oder wieder hergestellt wird.

    (3) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende umfasst Leistungen
    1.zur Beendigung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit insbesondere durch Eingliederung in Arbeit und
    2.zur Sicherung des Lebensunterhalts.

  4. Diana

    das ist echt heftig…die Ämter werden immer schlimmer…und merken nicht mal was sie damit anrichten…zum Thema Arbeitsamt dein freund und Helfer…kann man alles vergessen!!!!!

  5. Mel

    ick glob mir platzt gleich der Arsch!!!!!Ick kenne Martin auch sehr gut,und er war echt immer Fröhlich was er jetzt nicht mehr ist und ick finde so was eine verarsche vom Feinsten Hauptsache den geht es gut!!!!Egal ob Leute hungern oder ihre Miete nicht zahlen können oder so wie bei uns in Lichtenberg Frauen nicht mal Geld bekommen um Ihre Kinder zu Ernähren!!!!Bar wurden 100€ausgezahlt und dann kommt ein Kommentar wie der Rest(258€) wird ihnen am 10 überwiesen und wo war es, jedenfalls nicht auf dem Konto und wo wir gestern vor Ort waren mussten wir uns anhören nein es gibt nix warten sie bis zum Erziehungsgeld(das kommt aber erst am ende des Monats)es hieß denn wir müssen alles noch mal neu Berechnen wir haben uns Verrechnet!!Hallo gehts noch!!!Mich ärgert so was, die beiden sind auf keinen Fall Stolz vom Amt abhängig zu sein und sie Brauchen das Geld wirklich weil sie echt am Ende sind, und die die das Geld haben saufen sich zu und die werden im Schutz genommen. Irgend was läuft ihr verdammt noch mal Falsch!!!Ich hoffe das es mal an die richtige stelle Gelangt und das sich das mal jemand vornimmt!!!! damit hier endlich was passiert, denn ick möchte mein Lustigen und Fröhlichen Martin wieder haben!!!!! Trotzallem vergesst nicht wir stehen immer Hinter euch!!!

  6. Martina & Ronny

    Also das ist doch wohl das allerletzte was das Amt da abzieht. Jetzt ist es schon verboten im gleichen Haus wie Familienangehörige zu wohnen ?? Pha, also dazu fällt mir echt nichts mehr ein,die sollten sich echt schämen aber mit den Menschen die bedürftig sind kann man das ja machen. Die sollten sich echt schämen. Der Junge Mann kann ja nichts dafür das er so gerollt und geprellt wurde von seinem Chef. Der Staat brauch sich nicht wundern wenn die Kriminalitätsrate steigt wenn man so mit den Jugendlichen umgeht. Seit es Hartz4 gibt laufen viele Leben auf die schiefen Bahnen grad bei denen die es ehrlich meinen und sich um Arbeit bemühen,man sollte viel härter bei denen durchgreifen die den ganzen Tag auf´m Sofa lümmeln weil Sie ja das tolle Geld bekommen und dafür nicht mal nen Finger rühren müssen. “ Ein hoch auf die Deutsche Gerechtigkeit “ Traurig,traurig …. Kopf hoch Martin,auch Du bekommst das was Dir zusteht,drücken Dir alle Daumen die wir haben

  7. julchen

    Eine Schande ist DAS….da tut er und macht und bekommt immer wieder Steine in den Weg gelegt…..wie weit soll das noch gehen…bis zum Sozialgericht……und die Zeit bis dahin hat er keinen Cent in der Tasche…..und dann bringt ihm das nachgezahlte Geld die Wohnung auch nicht wieder……Martin ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass dort endlich einer die Augen aufmacht und den Verstand einschaltet….

  8. Bärbel

    Ja diesen Jungen Mann kenne ich sehr gut, früher war er sehr aufgeschlossen, was er heute nicht mehr ist. Er ist sehr ernst und bedrückt viele sachen machen Ihn Kopfzerbrechen was in Psychisch sehr fertig macht.
    Mit seiner Ausbildung hatte er viel Pech genauso wie jetz mit den Amt. Das Amt sollte für solche Menschen eher die Türen öffnen die sich sehr bemühen als wie leute, die den ganzen tag vor der Kaufhalle sitzen und sich einen nach dem anderen rein kippen (Alkohol).

  9. Conny

    Mir ist dieser junge Mann,dem dieses wiederfahren ist gut bekannt.
    Es wäre eine Schande das durch solch eine Bürokratie ein vernünftiger
    junger Mann in die kriminelle Szene abrutscht.

  10. denny

    dieser junge mann war wirklich immer fleißig und gewissenhaft aber die ämter treiben son spiel immer mit jugendlichen um nur nichts zahlen zu müssen ich drücke ihm die daumen das endlich alles in glatten bahnen läuft martin wir stehen hinter dir

  11. Katrin

    Man muss sich durch setzen wie man sieht, und wenn es wirklich nicht mehr geht, gibt es Gerichte und Anwälte oder man geht an die Öffentlichkeit, um weiter zu kommen und ich hoffe und drücke die daumen das es bei den Jungen Mann in den Rechten Wegen kommt. Weil so kann man den Jungen Mann nicht behandeln.

    MAN SOLLTE LIEBER DIE LEUTE DIE JEDEN TAG VOR DER KAUFHALLE STEHEN UND BIER SAUFEN ODER JEGLICHEN ALKOHOL KONSUMIEREN, MIT DEM HARTZ IV KÜRZEN. UND ES GIBT DAVON NICHT WENIG!!!!
    (DIE WERDEN SOGAR NOCH GEFÖRDERT, ZWECKS UMSCHULUNG BZW. JOB ANGEBOTE DIE SIE GARNICHT MÖCHTEN GESCHWEIGE DENNOCH WAHR NEHMEN)

    Ich muss sagen das ist aber nicht das einzigste Amt was so ist (MOL), ich war drei Jahre Arbeitssuchend und habe beim Arbeitsvermittler (Amt) versucht ne neue Umschulung oder ne neue Ausbildung zu bekommen. ich hatte in den drei Jahren mindestens 9 Bearbeiter und keiner wusste so richtig was Sie machen sollten… also blieb mir nur eins übrig in ein anderen Landkreis ziehen und hoffen das es dort klappt siehe, ich habe eine Umschulung bekommen und habe danach auch gleich Arbeit bekommen.

    1. Steffan

      Ich kenne Martin persönlich und muss sagen erst greift er mit seiner Ausbildung in die scheiße und denn hilft Ihn das Amt noch nicht mal, was ist das für ein Staat. Dieser Junge Mann hat ein Schulabschluss und hatte eine Ausbildung zum Bäcker was Ihm zum Verhängnis wurde das er wieder zum Amt zurück greifen musste was er nicht wollte, aber ohne Geld kann man nicht leben. Martin ich hoffe du kommst auf den guten weg und wünsche dir jegliches Glück das du bald in Arbeit kommst oder eine gute Ausbildung bekommst.

  12. Petra

    Kenne diesen jungen Mann persönlich und es würde mich nicht wundern, wenn er, der noch nie was mit der Polizei zu tun hatte, austicken würde.So kann man auch einen jungen Mann zum Kriminellen formen.

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