Ein Denkmal kehrt zurück

Fidus Denkmal
Erstmals im August 2010 verfasste ich einen Artikel über das sogenannte Fidusdenkmal auf dem Delta-Gelände. Wüst sah es aus, die Brennnesseln reichten bis an die Kinnspitze, der Ort würde sich bestens als Kulisse für einen Dornröschenfilm eignen dachte ich damals. Am Bauwerk nagte seit 60 bis 70 Jahren der Zahn der Zeit, Sonne, Wind, Regen und Kälte haben es niedergerungen. Der Mensch hätte dem Verfall Einhalt gebieten können, bis 1989 durfte es nicht sein und danach wollte es keiner so recht angehen.

Im September 2010 machte sich Armin Schramm daran, das vom Dickicht zugewucherte Bauwerk aus der Vergessenheit zu befreien. Er organisierte an einem Samstag einen Arbeitseinsatz. Die vielen freiwilligen Helfern schälten das Mal aus seinem grünen Mantel, jetzt konnten wir erst richtig sehen, wie schlecht es ihm in den letzten Jahrzehnten ergangen ist. Einzig der Verschönerungsverein hat mit seinen beschränkten Mittel versucht den schleichenden Tod zu stoppen.

Im Oktober 2011 traf sich der Bauausschuss am Denkmal und so begann der lange und zähe Weg, das Denkmal erneut für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jetzt im Mai 2012 ist es soweit, die Gemeinde pachtet das Areal mit dem Bauwerk und zäunt es ein, dafür werden 7500 Euro in den Haushalt gestellt, wobei sich, wie ich hörte, Armin Schramm mit 3000 Euro beteiligt. Nur mit dem Restaurieren wird es wohl so schnell nichts werden, die letzte Schätzung lag bei 130 TE, zu teuer für Woltersdorf.


Neben dem Denkmal stehen Baracken, die müssen abgerissen werden. Teile des Baumaterials sind Sondermüll, die Entsorgung wird teuer. Auch hier ist es wieder Armin Schramm, der die Initiative ergriff und mit dem Abriss, auf seine Kosten, begonnen hat, wie auf dem Foto zu sehen ist. Jetzt fehlt noch eine Initiative oder Verein, die/der sich in Zukunft um das Denkmal bemüht. Bisher hat sich, soweit es ging, der Verschönerungsverein um das Bauwerk gekümmert. Vielleicht sollte es auch für die Zukunft der Verschönerungsverein übernehmen.

  1. A.-M. Schramm

    Liebe Redaktion,

    vielen Dank der lobenden Worte, ich erlaube mir, diese Gelegenheit zu nutzen, mich bei den zahlreichen „Unternehmern“ von Woltersdorf zu bedanken, die mit Ihrer Tatkraft dazu beitragen, dass Ideen, Wünsche und Projekte ohne lange Vorreden in Angriff genommen werden, wenn es sich irgendwie einrichten lässt.
    Wobei sich mit „Unternehmern“ nicht nur diejenigen angesprochen fühlen dürfen, die sich aus beruflichen Ambitionen dazu zählen können.

    Und wirklich etwas bewegen lässt sich nur dann, wenn sich diese „Unternehmer“ auch noch gegenseitig ergänzen und eng zusammenarbeiten.
    Dies gelingt uns immer besser im Kreis der „Unternehmer“ auf dem ehemaligen Delta-Gelände. Erst durch diese Zusammenarbeit wurde es möglich, dass wir die Initiative des Woltersdorfer Verschönerungsvereins unterstützen können, auch das Denkmal und seine Umgebung Stück für Stück wieder aus seinem Dornröschenschlaf herauszuschälen. Ich allein könnte es gar nicht.

    Und etwas zu unternehmen könnte noch viel leichter sein!

    Ich wünsche mir daher sehr, dass „Unternehmer“ immer auch einen Weg suchen, sich in Ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten zu ergänzen, sich wo immer möglich gegenseitig zu unterstützen, auch wenn dies bei unterschiedlichen Interessenslagen nicht selten auch ein wenig Überwindung kostet.

    Wir tun uns alle keinen Gefallen, wenn wir uns gegeneinander stellen.
    Was könnten wir alles unternehmen, wenn wir uns unserer gegenseitigen Unterstützung sichern sein könnten? (Was nicht bedeutet, dass wir dann auch aller einer Meinung sein müssen.)

    Dank daher all‘ denen, die an der „Auferstehung“ des Fidus-Denkmals zusammenarbeiten und damit darauf aufmerksam machen, es geht doch, wenn wir gemeinsam daran arbeiten!

    A.-M. Schramm

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