Ein Clou war’s nicht

Jedes Wochenende ackert sich meine bessere Hälfte durch die Beilagen unzähliger Anzeigenblättchen. Ab und zu ist etwas dabei, auch in dieser Woche. Ein Prospekt von Norma schreibt mit poppigen, großen, roten Lettern: „Der Clou“ und „ab Mittwoch 29. Mai“.

„belle casa“ – Dachfenster-Rollo in 3 Größen und 3 Farben: Terra, Creme und Blau. Klasse, die wollten wir und machten uns auf die Strümpfe zu Norma in Rüdersdorf. Morgens um acht öffnet der Discounter, um acht waren wir dort. Nur eine Kundin war vor uns hinein. Beste Aussicht die angebotenen Rollos zu bekommen. Wir wollten 4 Blaue, bekommen haben wir sie nicht. Es waren keine da, ausverkauft, zur gleichen Minute, wo der Laden seine Pforten öffnet? Ein einziges Rollo in Terra und zwei in Creme waren noch zu sehen und die beiden Letzten lagen auch nicht mehr am vorgesehenen Platz, die lagen etwas weiter weg, auf den ersten Blick nicht so schnell zu sehen.

Mit Norma haben wir kein Glück, ist es doch nicht das erste Mal, dass wir um acht vor der Türe stehen und trotzdem nichts mehr bekommen. So richtig verstehe ich Norma auch nicht, was hat das Unternehmen davon, wenn potenzielle Kunden den Laden stinksauer verlassen. Vorstellen kann ich mir, die kommen irgendwann nimmer wieder, ist doch sowieso vergebens.

  1. Herbert

    Wikipedia sagt:
    Ein Lockvogelangebot oder Lockangebot ist eine Werbemaßnahme für ein besonders preisgünstiges Angebot, das nicht in ausreichender Menge vorrätig ist,[1][2][3] so dass viele der damit angelockten Kunden auf teurere Produkte ausweichen. Wenn es sich bei einem Lockvogelangebot um ein Irreführungsangebot hinsichtlich der Vorratsmenge handelt, handelt der Betreffende wettbewerbswidrig gemäß § 5 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Dort ist geregelt, dass der Anbieter ein ausreichende Vorratsmenge im Hinblick auf seine Werbung mit preisgünstigen Angeboten vorhalten muss; der Verbraucher erwartet, dass die angebotenen Waren zu dem angekündigten oder nach den Umständen zu erwartenden Zeitpunkt in einer Menge vorhanden sind, die die zu erwartende Nachfrage deckt. Ist dies nicht der Fall, so wird der Verbraucher irregeführt. Grundsätzlich entbindet der Zusatz „So lange der Vorrat reicht“ das werbende Unternehmen nicht von seiner Pflicht, die Ware in ausreichender Menge vorzuhalten; es handelt sich bei dieser Floskel um eine „rechtlich irrelevante Banalität“.[4]
    (Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!)

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