Drei Fraktionen haben gearbeitet

Die Fraktionen von CDU, SPD und WBF veröffentlichten auf ihren Webseiten einen Antrag den sie am 24. April in der GV vorlegen werden. Er beginnt:

Perspektivisch Denken – vorausschauend Handeln!

Auf der Gemeinderatssitzung am 24.04.2012 werden die Fraktionen von CDU/FDP, SPD und Woltersdorfer Bürgerforum gemeinsam den nachstehenden Antrag einbringen, mit dem eine nachhaltige Versorgung der Gemeinde Woltersdorf mit Kitaplätzen für alle Altersgruppen gesichert werden soll, ohne damit das Raumangebot für die staatliche Grundschule und weiterführende Schule (FAW) zu reduzieren oder zu gefährden. ….. (weiter auf den Seiten der Parteien)

  1. I.Richter

    Lieber Herr „Thorsten“, danke für Ihren freundlichen Hinweis zu später Stunde. Fehler sind mir immer peinlich. Dennoch habe ich den Mut, sie einzugestehen und zu korrigieren.
    Natürlich hat Woltersdorf KEIN „gewachsenes Milliarden-€-Loch in der Gemeindekasse“. Sondern NUR ein klitzekleines Minus von einigen schwankenden MILLIONEN Euros. Jedoch erhöhen sich Schulden ganz schnell mit Zins und Zinseszins, dass eine Milliardengrenze auch mal erreicht werden könnte, wenn nichts zurückgezahlt werden kann und stattdessen weitere Schulden gemacht werden würden. Und das bei derzeit galoppierender Inflation, ist es doch des lauten Nachdenkens wert. – Oder wollen wir noch unsere Seen und Wälder den Banken verpfänden? …. Und was dann? – Noch sind die Gesetze auf Seiten der allmächtigen Banken. Nicht der dummen Bürger.

    Mit frdl. Gruß
    und danke für die freundlichen Wünsche zu einem schönen Tag, den hatte ich.

  2. I.Richter

    Ich wäre dafür, dass wegen der versprochenen Transparenz, zukünftig sämtliche Abstimmungen der Gemeindevertreter jedes Mal NAMENTLICH im Gemeindeblatt oder auch in den jeweiligen Webseiten der Ortsparteien bekannt gegeben werden.
    Es wäre somit möglich, dass bei finanziellen Schäden durch Fehlentscheidungen und in Folge dessen auch zukünftige Steuer- oder Abgabenbelastungen, der Woltersdorfer dann Bescheid weiß, an wen er die Schadenersatzforderungen weiterreichen könne.
    Es könnte auch mal eine Zeit kommen, wo eine Haftung aller Politiker juristisch und auch praktisch durchsetzbar wäre.
    „Wir gehen davon aus, dass derjenige, der weiß, dass er im Schadensfall auch persönlich haftet, sorgfältiger arbeitet“, sagte Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach mal im April 2009 in der „Zeit“.
    Das, was damals (April 2009) eine Arbeitsgruppe aus SPD und Union an strengeren Regeln für Topmanager, Vorstände und Aufsichtsräte verlangten, sollte auch ebenso bei den Landes-Politkern bis hin zum Gemeindeabgeordneten, inklusive der Bürgermeister gelten.
    Zitat aus der „Zeit“: „Manager sollen künftig für Fehlentscheidungen mit ihrem Privatvermögen haften und bei einem entsprechend großen Schaden mindestens ein Jahresgehalt zahlen. Nur den darüber hinausgehenden Schaden sollen sie auf eine Haftpflichtversicherung abwälzen können.“ (Zitatende) – Das könne m. E. auch ebenso bei den Politikern allgemein und den Gemeindeabgeordneten insbesondere angewandt werden. Vor allem, wenn es um die Verschwendung von Steuergeldern und Zweckentfremdung von Fördergeldern geht.
    Dann hätten wir Bürger weder ein 22 Jahre gewachsenes Milliarden-€-Loch in der Gemeindekasse, noch müssten wir bei sämtlichen Abstimmungen mit weiteren finanziellen Belastungen befürchten, dass diese Kosten uns Bürgern eines Tages als Bumerang arg treffen, und durch Abgabenerhöhungen letztendlich zur Vertreibung unseres angestammten Zuhauses führen könnten.

    1. Thorsten

      hallo i.richter … wir sollten dabei nicht vergessen das unsere „politiker“ mehr oder weniger „ehrenamtlich“ tätig sind und sicher sich keiner bereichern will… vieleicht profilieren aber das ist sicher kein problem wenn sie oder er seine sache gut macht ! stellen sie doch das nächste mal auf dann können wir von ihnen einen schadensersatz verlangen wenn sie mal was falsch einschätzen…. menschen machen fehler (zum glück) !!! ich möchte mal das milliarden loch in der gemeindekasse sehen da würd ja doch ganz woltersdorf rein passen ! ach ja vertreiben lass ich mich von niemanden seh auch keinen der das wollte

      in diesem sinne einen schönen tag

  3. Auahahn

    Den Bedarf von Kindertagesstätten U3 (Kinderkrippe), Ü3-6 (Kindergarten), Schul-Hortplätzen und Ganztags-Schule von der Gemeinde hin- oder hergeschätzt, zählt nicht als ermittelt sondern bleibt nur GESCHÄTZT. Quasi wie immer, ohne alle Folgekosten, übern Daumen gepeilt.

    Denn wenn die Mütter aus Kostengründen oder einfach, weil sie ihre immer seltener werdenden Wunsch-Kinder liebevoll betreuen und in ihrem eigenen Sinne hier auf dem Lande, im eigenen Garten, selbst erziehen wollen, werden sie einen (freiwillig angebotenen) staatlichen Kindertagesstättenplatz egal welcher Altersgruppe, nicht in Anspruch nehmen können oder wollen.
    Auch werden immer mehr Omis im berufstätigen Alter (unter 67 Jahren) erwerbslos, die dann ihren Oma-Rechten nach kommen wollen und können, damit die Jugend ihre Familien ernähren können.
    Auch geht der Trend immer mehr dahin, dass sich geeignete Tagesmütter selbständig machen und zu ihren eigenen Kindern auch noch die Kinder der Umgebung mit betreuen wollen.
    Wozu also dann die vielen Kindertagesstätten noch ?

    Kita-Einrichtungen kosten aber unser aller Steuergeld. Und nicht zu knapp.
    1. Was sagt denn der aktuelle Haushaltsplan unserer Gemeinde konkret zu den Gesamtkosten eines Kita-Platzes für ein Kind je Monat ? Also mit allen Personal-, Miet-, Neben- und sonstigen Kosten ?
    Oder mal anders gefragt: Was zahlen die Kommunen denn so durchschnittlich für einen Kita-Platz ohne den Elternanteil noch dazu ?
    2. Von wievielen geringverdienenden oder erwerbslosen Eltern übernimmt derzeit die Gemeinde (also wir Steuerzahler und unsere berufstätigen Kinder) die gesamten Kinderunterbringungskosten, also Gemeindeanteil plus Elternanteil ?
    3. Und wieviel Kosten können oder wollen wir Woltersdorfer, auch in Hinblick auf die millionenverschuldete Gemeindekasse, ohne Abgaben- und Steuererhöhungen tragen ?

    Hat das irgend ein verantwortungsbewusster Abgeordneter mal alles überrechnet und überdacht, ehe er mit seiner sozialen, sozialistischen oder christlichen Ader sich wieder mal von den Visionen einiger Paradiesvögel euphorisch begeistern und verführen lässt ? – Nachdem, was ich jetzt in den Werbeseiten der Woltersdorfer Ortsparteien gelesen hatte, möchte ich es doch arg bezweifeln.

  4. Auahenne

    Es geht bei den bürgerfremden Planungen und Entscheidungen ja nicht nur um den Hort-Umbau im Weinbergsweg, den die wenigen anliegenden Bewohner nach Wünschen des BMs Vogel anteilig mitfinanzieren sollen, sondern besonders um die Kita-Plätze für die U3-Kinder. U3-Kinder sind Kinder unter 3 Jahren. Also ging es um die Kinderkrippen für die Babys und Kleinstkinder, um es mal im Hochdeutschen auszudrücken. Das klingt natürlich schon ganz anders.
    Denn bei der Versorgung von Babys bis zum 3. Lebensjahr unterscheiden sich die Bürgermeinungen von den knallharten, herzlosen Politikerplänen. Damit der Bürger das aber nicht so checkt, werden immer dann neue nebulöse Wortschöpfungen benutzt, wenn es darum geht, dass der Bürger einen anderen Willen bekunden könnte, als die wahren Profiteure.

    Nun fragt man sich, wer seien denn die wahren Profiteure wenn nicht die Woltersdorfer Babys und Kleinstkinder?

    Die Antwort etwas ausgeholt, ist nach meiner Meinung und Lebenserfahrung, sowie etlichen wissenschaftlichen Studien von der Gegenwart bis in die Steinzeit zurück, folgende:
    Die beste Liebe, Fürsorge, Betreuung, Sprachbildung, und frühkindliche Erziehung kann nur das Elternhaus und/oder das Großelternhaus den Babys und Kleinkindern hingebungsvoll und aufopfernd geben. Das kann kein Staat der Welt ersetzen.

    Dennoch will der Staat unbedingt die sozialistische- kommunistische-stalinistische-faschistische Hoheit an der Mensch-Bildung und Mensch-Verformung für seinen Ameisen- oder Sklavenstaat sich nicht mehr nehmen lassen. Egal, wie das jeweilige Wirtschaftssystem sich nun nennt.
    Betriebs-Kinderheime, Ganztagsschulen, Pionier-Ferienlager, vormilitärische Ausbildungslager der FDJ, HJ und wie sie sonst noch alle hießen, sowie auch Ganztags-Schulhorte, sind alles Erfindungen, um Kinder den Eltern zu entfremden und um die Eltern zu entmachten.
    (Ich meine hierbei nicht vereinzelte Besonderheiten, Ausnahmesituationen, Berufstätigkeit zeitweilig Alleinstehender.)
    Die alttraditionelle Familie ist die kleinste Zelle des Staates. Eine Zelle die umprogrammiert wird, funktioniert nicht mehr naturgemäß, sondern entartet. ….

    Deshalb zahlt der Staat für bspw. die Unterhaltung eines Kitaplatzes lieber z. Zt. pro Kind ca. 1.100,– €, als dass er jeder Mutter Erziehungsgeld über der Existenzminimumgrenze zur freien Verfügung geben würde. Auf dass die Familie selber frei entscheiden könne, ob sie eine Oma, Tante, Tagesmutter, oder einer nicht-staatlichen Kinderbetreuungseinrichtung im berufstätigen Falle davon bezahlt. Oder befreit vom demütigen H4-Almosen ihre Kinder selbst erziehen kann. Der Staat bekommt diese Neubürger als Steuerzahler, Wähler oder „Kanonenfutter“ noch früh genug geschenkt ! Stattdessen feilschen die Politiker derzeit um 100,- oder 150,- € Betreuungs-Almosen, die den deutschen Babys angeblich nicht zu Gute kämen. Stimmt. Es gibt bald nicht allzu viele deutsche Babys mehr. Das hat die bundesdeutsche Einwanderungs- und ungerechte Sozialpolitik seit 22 Jahren verpatzt.

    Doch warum soll eine Frau nach 40 freudig erwartungsvollen Wochen der Schwangerschaft ihre blutseigene Nachkommenschaft sofort dem Staat wie ein Tribut abgeben, um zum Dank für den selben Staat die nötigen Steuern zu verdienen ? Wo ist hier die Menschlichkeit, wo die Logik ? – Kein Wunder, dass viele der Nachkriegs-Kinder und -Enkel, größtenteils sich zu lieblosen, beziehungsunfähigen, egoistischen, genuss- und konsumorientierten, sprach- und kommunikationsarmen Wesen mutiert haben. In Ost- UND Westdeutschland. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

    Eine OECD-Studie besagt, dass ca. 67 % der Fertig- und Fähigkeiten für das Leben durch die Familien vermittelt werden. Nur ca. 30 % werden von den Bildungssystemen geleistet. Die Evolution hat es so eingerichtet, dass die Mütter/Familien die effektivsten und erfolgreichsten Bildungsvermittler am Anfang des Weges des „lebenslangen Lernens“ sind. Unsere Umwelt und ihre Einflüsse haben diese Fähigkeit der Eltern in den letzten 70 Jahren verkümmern lassen. Sie sind aber in unseren Genen noch vorhanden und lassen sich mit wenig Aufwand wieder aktivieren. Wir bräuchten deshalb eher eine Schule für Eltern. Diese Schule dürfte aber kein Implantat sein. Sie sollte Bestandteil des gesellschaftlichen Systems, eines „lebenslangen Lernens“, sein.

    So, und warum unterstützen die Gemeindeabgeordneten schon wieder die phantastischen Bau-Pläne ihrer Gemeindeverwaltung trotz leerer Gemeindekassen, trotz Millionen-Schulden aus den vergangenen 22 Protzbau-Jahren, trotz großer Ungewissheit (!) der tatsächlich benötigten Unterbringungsplätze ?
    Sind Visionäre, wie die Bürgermeister, auch Propheten mit Erfolgsgarantie ?

    Nun, ich vermute mal, da hierbei für den Umbau 225.000,– € Fördermittel und dazu noch die Steuergelder der Woltersdorfer Bürger in Aussicht stehen (alles selbstverständlich geschenkt und gratis !), wollen die Planungsbüros, die Bau- und Zuliefererbetriebe neue Aufträge vom Staat bzw. vom Gemeindeamt bekommen. Auch alte und neue Arbeitsplätze (staatliche Erzieher, Hausmeister, Verwaltung) wollen bezahlt werden. – Also eine rein ökonomische Überlegung !!! – Doch keine verheuchelte „Sorge um das Wohl“ fremder Babys und Kleinkinder !

  5. Norman

    Ich bin froh als Parteiloser zu lesen, das sich die 3 Parteien so ins Zeug legen, wenns schon nicht unser BM tut…..
    Da sollte er und seine Grüne Partei sich mal eine Scheibe von abschneiden, denn hier liest und sieht man, das es doch funktionieren kann miteinander umzugehen und zusammen zu arbeiten…… 😉

    …und um die fehlende PDS/Linke reden wa mal erst garnich, ne…. 😀

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