Die SPD, immer noch nicht weise

Die SPD ist eine demokratische Partei, das behaupten die Sozialisten jedenfalls von sich. In einer Partei, insbesondere einer demokratischen, sollte jedes Mitglied seine Meinung sagen und vertreten dürfen. In der SPD scheint das etwas anders zu funktionieren, die hat nämlich einen Vorsitzenden, der denkt für alle, das ist mehr als genug, mehr braucht die Partei nicht. Den Eindruck habe ich von den letzten Vorsitzenden, Fraktionschefs und Kanzler dieser Partei gewonnen. Auf Landesebene gibt es da noch Andrea Ypsilanti ein hübsches Beispiel dafür, wie Demokratie nicht gelebt werden sollte. Die Granden der SPD sehen sich und sie als Opfer von Jürgen Walter, Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts. In den Augen der Partei wurden die vier Täter, weil sie die Wahllüge von Andrea Ypsilanti nicht mittragen wollten. Die SPD agiert seit dem gegen die Abweichler nach dem Motto: wer nicht für mich ist, ist gegen mich.

Die SPD hat wieder ein Opfer, wieder ein Parteimitglied. Thilo Sarrazin, einst Finanzsenator in Berlin, redet so wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Er redet kein Parteichinesisch, zeigt auf, was aus dem Ruder läuft. Dass, was er sagt, ist die Wahrheit, meist noch nicht einmal überzeichnet. Sarrazin ist also ein Mann vom rechten Schrott und Korn, aber eine völlige Fehlbesetzung in einer Partei, wo das Denken und so, allein den diversen Vorsitzenden vorbehalten ist. Kein Wunder also, der Mann muss weg. Die SPD Kreisverbände Spandau und Alt-Pankow betreiben ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn. Wenn sie es schaffen, wieder ein Farbtupfer weniger in der mausgrauen Parteienlandschaft, schade.

  1. Renate

    Nach langer Zeit wieder in diesem Thread.

    Der kategorische Imperativ ist kein Ideal, sondern ein Muss für jeden denkenden Menschen. Allerdings gibt es nicht viele, die denken können … oder wollen, besser gesagt. Denn das ist anstrengend und hat mit Selbstkritik zu tun. Und Selbstkritik macht wirklich keinen Spaß. Ich weiß, wovon ich rede…

    1. Bernd

      Liebe Renate, Immanuel Kant ist schwer zu lesen und noch schwerer zu verstehen, richtig zu verstehen. Bild lesen ist viel einfacher und der Leser wird nicht zum Mitdenken animiert. Was glaubst du was die Masse lesen wird?
      Lieben Gruß
      Bernd

  2. G.M.

    Hey Bernd, Du Retter der Menschheit…Sag mal: Du regst Dich noch immer über die Schlechtigkeit der Welt auf? Tu es nicht! Glaube mir: kauf Dir die Aktien derjeniger, von denen Du glaubst, dass sie von Feigheit, Ignoranz und pers. Vorteilsnahme profitieren. Dann stehst Du wenigstens wirtschaflich auf der richtigen Seite. Mir geht jedwede Moral schon seit sehr langer Zeit am Arsch vorbei. Ich scheiße drauf!!!
    Glaube mir: ich könnte Dir in allen Artikeln, die Du hier darstellst Recht geben. Aber was hätten wír beiden Zuckertäubchen denn davon?
    Und stell Dir mal vor, die Dinge wäre so edel, wie Du es Dir evtl. erträumst…es wäre vor langer Weile nicht auszuhalten. Eine ideale Welt i. S. des Kant´schen kategorischen Imperatives widerspricht dem Wesen des Menschen. Ich glaube, er hat sich geirrt und diejenigen, die sich auf ihn berufen haben und gar in die Praxis umsetzen wollten -ich denke hier v.a. an K. Marx- haben sich im Laufe der Geschichte unglaubwürdig gemacht. Also Junge: es ist alles Scheiße, wir saufen auf das neue Jahr und sehen weiter….bei Radi..!:))

    1. Bernd

      Lieber Freund, ich bin eben ein Idealist und zu alt, um mich noch zu ändern. Also lass uns beide die Welt, jeder aus seinem Blickwinkel, betrachten. Jedenfalls freue ich mich, dich hier begrüßen zu dürfen.
      Lieben Gruß
      Bernd

  3. Renate

    Dass die SPD weise wird, bezweifle ich. Ach, Politik kotzt mich immer mehr an. Wir sind umzingelt von Opportunisten und Lügnern.

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