Die Sonne scheint und wir hocken zu Hause,

suchen virenfreie Zonen.
Dabei, mit ein bißerl Mum, wäre vieles leichter geworden, vielleicht, aber niemand hat es auch nur versucht.
Rechtzeitig die Grenze schließen, wäre eine Maßnahme gewesen. Niemanden mehr reinlassen, auch die Eigenen draußen lassen, die draußen sind. Hätten wir alles nicht so schlimm, möglich, aber die Bundeswehr hat angefangen mit den Heimtransporten, direkt aus dem Fledermauszentrum in China. Freiflug, erste Klasse, für den Virus. Jetzt sollen an die 100.000 Urlauber, hauptsächlich aus der Levante heimgeholt werden. Die sind losgeflogen, als es hier schon krieselig wurde und jetzt kommen sie auf unsere Kosten zurück – Virenfrei? Glaub ich nicht. Deren Viren werden wir pfleglich weitervermehren. Freiwillige Quarantäne, ein Bekannter in Bonn erzählte mir einer seiner Nachbarn, der Stubenarrest praktizieren sollte, spazierte munter auf der rheinischen Straße rum. Und was ist für die Hungrigen, die was zu essen kaufen wollen? Kaum sind die Regale aufgefüllt, stürmen die Hamster und schleppen alles weg. Heute ist einer in Vogelsdorf bei Kaufland mit Anhänger vorgefahren und mit Vollem wieder wegefahren. Irgendwie läuft nichts so richtig. Anruf im Rathaus Erkner, die sind doch ein Amt, no Ahnung, soll das Gesundheitsamt Beeskow anrufen, nach zwei Tagen ist der Telefonist aufgebend zusammengebrochen. In Berlin soll einer drei Tage dafür aufgebracht haben, seine Behörde zu erreichen. Was so alles in drei Tagen passieren kann. Alles irgendwo, irgendwie nicht so richtig. Nur die Dauerschwätzer im Fernsehen haben ihre gewaltig große Stunde, grandiose Durchhaltereden mit wenig Substanz. Prüft man hinterher die Worte mit den Taten, oh weh. Irgendwie sehne ich mich dieser Tage nach einem Diktator. Die ollen Römer haben, wenn es ernst wurde, die parlamentarischen Schwätzer vorrübergehend in die Ferien geschickt und einen Diktator eingesetzt. Wollen wir nicht mehr, ich auch nicht, alle denken dann an A.H. So schlimm kann es aber nicht kommen, die größten politischen Knallerbsen sind schon vergeben. So, ausgeweint, Fenster aufmachen, lüften ein wenig nach Viren ausschauen und hoffen, dass der ganze Spuk nicht allzu lange dauert. Vielleicht könnte es bis dahin in den Geschäften wieder etwas anderes geben als leere Regale. Tschüss!