Die Gentlemen werden zur Kasse gebeten

Manager des amerikanischen Versicherungskonzerns AIG können stolz sein. Erstmalig wurde vom Repräsentantenhaus ein Gesetz erlassen, ein Gesetz speziell für die Zunft der R…ritter von AIG. Haben diese Ehrenmänner doch von der 180 Millionen Dollar Staatshilfe für das marode Unternehmen, die Kleinigkeit von 165 Millionen für ihr persönlichen Boni abgezwackt. Das Gesetz wurde geschaffen, um Haien die Beute aus den Rachen reißen zu können. So müssen die verarmten Manager jetzt von den eingesackten Boni satte 90% Steuer zahlen. Damit noch nicht zufrieden, empfahlen amerikanische Senatoren den Bundesstaaten und Kommunen sich um die restlichen 10% zu kümmern. Amerika will sein Geld von den Abkochern zurück.

Welch ein Unterschied zu unserem Land, dem kleinen Teuroland. Hier würde es keinem Politiker, der sich SOZIAL oder CHRISTLICH nennenden Parteien, einfallen, an solch ein Gesetz auch nur zu denken. Wie die Kletten kleben sie an den Unternehmen, darin verwoben mit Beraterverträgen, eingelullt von Lobbyisten, verwöhnt mit Posten und Pöstchen in Aufsichtsräten und Stellen ohne nennenswerte Tätigkeit. Viel haben sie dafür nicht zu leisten – nur die Füße stillhalten müssen sie und alles abnicken was den Konzernen so einfällt.

Amerika hat Gerechtigkeit vorgelebt – ob es unsere Politiker inspiriert es nachzumachen?