1. Lustiger Lektor

    Tur mir Leid, aber ich kann dieses Mimimi nicht nachvollziehen. Beleidigt, weil man Sie nicht um Ihre Zustimmung gebeten oder auf Ihre Voraussicht gehört hat? Ich finde, deshalb muss man aber nicht den Initiatoren die Verantwortung für die Vandalismusschäden in die Schuhe schieben. Was wollen Sie denn? Jeden öffentlichen Platz bei Dunkelheit zusperren? Überall Videokameras aufstellen? Alles andere würde in Ihren Augen einer Aufforderung zur Sachbeschädigung gleichkommen? Kein Geld für irgendwelche öffentliche Infrastruktur ausgeben, es könnte ja jemand kommen, der sie beschmiert oder zerstört?
    Ich kenne nicht die Beweggründe der Planer für diese Anlage. Wenn der Bau gegen naturschutzrechtliche Belange verstößt, hätte dieses doch geprüft werden können – ich bin mir ziemlich sicher, dass dies auch geschehen ist. Es ist übrigens auch ein Ansatz den Naturschutz zu fördern, indem man den Menschen die Natur nahe bringt, er ist eher bereit das zu schützen, was er kennt und lieben gelernt hat. Ob dies in dem Fall ein Hintergedanke war, ist mir unbekannt, man sollte nur nicht in jedem Fall einen Widerspruch konstruieren, wenn ein Grüner in die Natur eingreift.
    Wenn die Motivation gewesen ist, die touristische Attraktivität von Woltersdorf zu erhöhen, ist es doch ein gutes Recht der gewählten Gemeindevertreter, Haushaltsmittel dafür einzusetzen. Das ist in einer Demokratie zu akzeptieren, wir müssen ja auch den Klotz von Seniorenresidenz ertragen. Was wäre denn die Alternative?

    1. Alte Woltersdorferin

      „indem man den Menschen die Natur nahe bringt“ – Polemik ! Man bringt niemandem die Natur nahe, in dem man in sie derart eingreift und ein künstliches Gebilde schafft. Eine mit Mühe, viel Liebe, Fleiß und großem finanziellem Aufwand geschaffene Parkanlage an diesem sehr ungünstigen Naturschutz-Ort, wo die Kurzlebigkeit durch gelebter Natur, Massentourismus und Vandalen, voraussehbar war. Für, (nun denn, nicht wie der Buschfunk es mitteilte von 130000 € Gesamtkosten, sondern) nach aktueller Information, „nur“ 105000 € Steuergeldverschwendung. Ist ja ein richtiges Schnäppchen gewesen, diese umgesetzte Vision unseres BM-Adieu ! Die ständigen hohen Pflege- und Unterhaltungskosten gar nicht erwähnt, geschweige denn mit eingeplant.
      Als wenn Woltersdorf keine dringenden Projekte zum Nutzen der eigenen Bürger hätte, als für die Tourismusförderung und einen Vandalen-Tummelplatz gelangweilter oder frustrierter Jugendlicher.
      Stattdessen aber die Bürger mit 90 % (!) Kosten gnadenlos am Straßenbau zu Kasse gezwungen werden. Straßen, die der Allgemeinheit gehören und von Jedermann (!) genutzt werden können. Straßen, die mit straßen-zerstörenden Schwerlasttransporten von den Verursachern (der Bauverwaltung und dem jeweiligen Eigenheimneubauer) stark beschädigt wurden und danach aber nicht mehr repariert werden brauchen. Und mir fallen auch noch Straßen, wie unsere stark frequentierte Schleusenstraße und ungeeignete Umleitungsstraßen ein, wo immer nur die unschuldigen Anwohner alle zur Kasse gezwungen werden. Und, Sie „lustiger“ Lektor, bitte verbreiten Sie nicht weiter Ihren Irrglauben über Demokratie (= Volksherrschaft) und „gutes Recht der Volksvertreter“. Das jahrelange Diskussionsthema „Schleusenstraße“ kennen wir ja als gelebtes Beispiel von Antidemokratie, Unrecht und Lobbyismus, auch in unserer Gemeinde.
      In der deutschen, „undemokratischen“ Republik kostete der Straßenbau den Bürgern nämlich keinen Pfennig. Das wurde aus dem von uns allen erwirtschafteten Staatshaushalt bezahlt. Und da gab es auch keine künstlich erzeugten Massenansiedlungen mit immer mehr verkleinerten und abgeholzten Grundstücken, bzw. Ghettowohnsiedlungen auf dem zubetoniertem Ackerboden-Land. Da teilten sich früher die Flora, Fauna und Menschen noch ihren göttlich leben-erhaltenen Lebensraum.
      Die eigentlichen Gewinner sämtlicher Bauprojekte dieser Gemeindeabgeordneten und Gemeindeverwaltung waren doch wieder mal nur die planenden Objektprojektanten, die nicht nach Arbeitsleistungsstunden wie jeder andere Dienstleister und Handwerker bezahlt werden, sondern prozentual nach den Projektkosten, von Projekten die sie selber mit ihrer Kostenhöhe geplant hatten. Jeder Häuslebauer weiß auch, wie ungerecht diese alte, immer noch geltende Sonderrechtsstellung gewisser Klientel (von Architekten, Rechtsanwälten, Steuerberatern und Notaren usw.) ist, prozentual nach Sach-Schätzwert bezahlt zu werden. Und diese am Gemeindeeigentum stets teilhabenden Planer sind die eigentlichen Gewinner, weil sie, egal, wer nun gerade als BürgermeisterIn, inkompetenter Bauamtsleiter oder „Volks“-Vertreter tätig ist, seit 27 Jahren non-stop wie die Fliegen im Bienenstock gefüttert werden.
      Und ja, lieber Bernd, da bin ich ganz Deiner Meinung: „Schade um das Biotop ist es allemal. Zuviele Menschen interessieren sich nur für ihre Art, andere Arten sind ihnen Sche…egal.“ Möge allen Beteiligten der Erfolgssekt noch recht lange bitter aufstoßen ! Und wenn ich mir Deine aussagekräftige Fotodokumentation mit den Sektgläsern auf dem Tisch so ansehe, mag dieser Jubelsekt schon seine erste prickelnde Wirkung gezeigt haben.
      Eine Aufforstung abgeholzter Landschaften unserer Gemeinde wäre zum Naturschutz wünschenswerter. Und dazu brauchen wir keine partizipierenden Planungsbüros.

    2. Bernds Journal

      Bringen Sie jemanden die Natur nahe, wenn Sie ihn an einen gepflasterten Punkt bringen und sagen das da vor Dir ist Natur? Es ist schon raffiniert, solchen Platz mit dem Label: „Ansatz für Naturschutz zu fördern“ zu versehen. Einen Platz an dem die Natur gerade zurückgedrängt wurde.
      Die Naturrechtlichen Belange werden schon geprüft sein, nur warum verschwinden dann jedes Jahr über 10.000 Arten für immer von unserem Globus? Die Zerstörung der natürlichen Lebensräume sind das Hauptproblem und hier wurde ein über Dekaden von Jahrzehnten gewachsener Lebensraum aller möglichen Kleintiere für eine Idee geopfert. Ob die Idee ‚Touristenfang‘ Wirklichkeit wird, werden kann, wurde nicht hinterfragt. Die einzige Ideee, die in diversen Ausschüssen das beherschende Thema war, waren die Fördergelder. Die Gier, die rund 70 TE Fördergelder zu bekommen, um den gerade geschenkt bekommenen Bauersee zu einem Anziehungspunkt für Touristen zu machen hat jede andere Stimme und anschließend das Biotop platt gemacht. Verurteilen will ich niemanden, die Gier ist ein zentraler menschlicher Wesenszug, auch in Woltersdorf.
      Das Wichtigste was ein Gemeinwesen erhält ist eine akzeptable Infrastruktur. Ist die nicht vorhanden, sucht sich der Mensch eine andere Bleibe. Wir, in Woltersdorf, haben diese Infrastruktur nicht. Unsere Straßen sind in einem jämmerlichen Zustand, rund 25 Kilometer Sandpisten ohne Bürgersteige. In trockenen Zeiten weht der Staub, wie in der Sahara und in feuchten Zeiten verwandeln sich die Pisten in unpassierbare Seenlandschaften. An Geschäften finden Sie fast nur noch Lebensmitteldiscounter, für den Rest müssen Sie weite Wege in Kauf nehmen oder Amazon bemühen. Mögen Sie Oper, Spartenkinos, Museen, hier werden Sie nicht fündig. Hier ist rein NICHTS, außer etwas Natur und einige bescheidene Fresstempel.
      Was frage ich mich, ist mir in Woltersdorf entgangen, was Touristen ins Dorf locken kann. Ist mir nichts entgangen, gibt es das Besuchenswerte einfach nicht, so sind die Aussicht auf Touristen eher trübe zu beurteilen. Dann haben unsere Gemeindevertreter aus meiner Sicht, die Steuergelder, hier in den Bauersee versenkt. Ihre Sicht mag eine andere sein, sei es drum.
      Das mit den Videocams und Plätze abends zunageln finde ich keiner Erwiderung wert, hat doch bisher niemand solchen Quark verlangt. Kann natürlich sein, dass Sie jetzt Ideen gesät haben, gibt es genug Fördergelder könnten Sie sogar Wirklichkeit werden.

      Schönes Wochenende!

  2. Lustiger Lektor

    „Begünstigung zur Sachbeschädigung“, der war gut!

    Wenn ich einen Baum am Straßenrand pflanze und in ein paar Jahren fährt ein betrunkener Autofahrer dagegen, bin ich dann am Unfall schuld? Habe ich diesen eventuell begünstigt?

    1. Alte Woltersdorferin

      Hallo, Lustiger Lektor
      Wenn der Baum mitten auf der schlecht einsehbaren, befestigten Straße gepflanzt werden würde, m. E. ja. Damit rechnet ja kein Autofahrer, egal nun, ob nüchtern oder nicht.
      Dass diese Parkanlage am Bauersee als Eingriff in die Natur eines der immer weniger werdenden Feuchtbiotope Brandenburgs, zum Schaden der urwüchsigen Pflanzen und angestammten Tiere gilt und auch den potentiellen „Vandalen und Schmierfinken“ zur Sachbeschädigung herausfordert, war von den Woltersdorfern und wenigen Abgeordneten zu befürchten und mehrmals bei den Diskussionen vorhergesagt. Auch hier, in Eurem Journal wurde darüber kritisch geschrieben.
      Man hätte diese provokante Idee unseres BM-Adieu, eines sog. „Gutmenschen“ mit psychologischen Kenntnissen als früherer Psychotherapeut nicht in die Tat umsetzen sollen. Das war kein Leichtsinn, sondern als sein ganz persönliches Abschiedskuckucksei geplant, für ca. 130000,- € vergeudete (!) Steuergelder. Er hätte als Abgeordneter der Grünen Partei, die sich die Sonnenblume als Zeichen des Natur- und Umweltschutzes auf ihre grüne Wanderfahne und jetzt immer noch auf die Wahlplakate gemalt hat, mehr für seine Genossen und Wahljünger tun können.
      All die Abgeordneten, die das mit zu verantworten haben, sollten sich mit ihm und den jugendlichen Sachbeschädigern die (vermutlich bald wieder in Aktion treten werden) Schadensersatzkosten teilen.
      Ein bekanntes und nicht zu ignorierendes Volkssprichwort über die Wirkungsweise eines Bumerangs lautet: „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ 😉
      Tja, das war kein guter Abflug, des Herrn Vogels und sehr undankbar von ihm, wo er doch nicht nur ein überdurchschnittliches Gehalt (auch dank der netten Personalleiterin), erhalten hatte, sondern folglich jetzt auch noch eine bessere Rente bekommt.

    2. Bernds Journal

      Es waren 105 TE und nicht 130 TE.Vogel und seine Gemeindevertreter haben die Aussichtsplattform zwar geplant, aber umgesetzt wurde es von Decker, Marsand und die nun vom Bürger erkorenen Gemeindevertreter. Wobei fast die ganze alte Garde blieb. Der einzige, der mir in Einnerung blieb, der für den Erhalt des Biotops plädierte war Gordon Eggers. Dafür ist er nun auch kein Gemeindevertreter mehr.
      Vogels unsinniger Plan hätte leicht ausgehebelt werden können. Die Volksvertreter hätten das immer noch abblasen können, es war ja noch nicht begonnen worden. Dann wären nur die Planungskosten, ein, zwei, drei Zehntausender adé gewesen. Nun kommen noch Reparatur und Wartungskosten dazu, jedes Jahr neu. Schade um das Biotop ist es allemal. Zuviele Menschen interessieren sich nur für ihre Art, andere Arten sind ihnen Sche…egal.

    3. Alte Woltersdorferin

      Ein Wort noch über den dehnbaren Begriff „Begünstigung“, der je nach Sprachverständnisses eines pfiffigen Anwalts mal als Leichtsinn, Begünstigung oder als Anstiftung ausgelegt werden könnte. Bspw. Versicherungen kommen nicht für Einbruchsschäden auf, wenn man das Auto, das Haus, das Grundstück gegen Diebe nicht abgeschlossen bzw. Fenster und Türen vor Unwetter nicht verriegelt und verrammelt hatte. Wer sein Geld, seine Handtasche, Geldbörse etc. für potentielle Diebe ungesichert, offen liegen lässt, bekommt ebenfalls keinen Schadensersatz, weil er den potentiellen Dieb ja regelrecht zum Diebstahl herausgefordert hatte. Früher, bei der Wehrmacht, Bundeswehr und Volksarmee galten noch härtere Gesetze. Da wurde nicht nur der Dieb bestraft, sondern auch der Bestohlene, als Begünstiger einer Straftat. Nämlich wegen angeblicher „Verleitung/Anstiftung“ zum Kameradendiebstahl. Er hätte aus Kinderzeiten noch wissen müssen, dass die Verlockung, etwas Verbotenes zu tun, zu unwiderstehlich groß sei.
      Na, und als „Dummen-Jungen-Streich“ kann man die Verschleuderung von 130000 € als „Erinnerungsdenkmal“ oder kleinen „Rache-Streich“ ja nun auch nicht nennen. Pech nur für die anderen abnickenden Mitläufer der Gemeinde Woltersdorf. Früher hieß das noch: „Mitgegangen, Mitgefangen, Mitgehangen.“

  3. Alte Woltersdorferin

    Hallo Bernd, das ist sehr ärgerlich, obwohl ich diese Touristenpläne im Landschaftsschutzgebiet um den Bauersee in Deinem Journal von Anfang an für einen Irrsinnsplan hielt, diese Kurzlebigkeit von teurer Touristenattraktion und Jugendtreff vorher gesagt hatte. Diese Steuergeldverschwendung in dieser Größenordnung ist mehr, als „nur“ eine Fehlplanung. (Du schriebst mal von insgesamt 130000 € ?, ab der Planung bis zur Einweihungsfeier vor Ort.)
    Diese verantwortlichen Abgeordneten werden doch hoffentlich bei der Abstimmung namentlich erfasst worden sein, um sie mit den Eltern dieser Schmierfinken in Haftung zu nehmen ?
    Diesen Naturfrevel haben, entgegen des Willens vieler ungefragter Woltersdorfer, auch unser Ex-BM R.Vogel und seine ihm Beifall klatschenden Abgeordneten zu verantworten. Man müsste die alle auf Schadensersatz wegen Steuerverschwendung, Eingriff in den Pflanzen- und Naturschutz am Bauersee, sowie Begünstigung zur Sachbeschädigung verklagen. Sollten die Täter der Sachbeschädigung ermittelt werden, könnten sich (im Falle der Minderjährigkeit) die Erziehungsberechtigten mit den Abgeordneten diese Sachbeschädigungskosten ja teilen. Dergleichen auch die (von Dir gut dokumentierte) Sachbeschädigung im kleinen Freizeitpark nahe der im Dorfe sog. „Demo-Ghetto-Siedlung“.

    Als Woltersdorfer Bürgerin danke ich Euch ehrenamtlichen Lokalreportern für Euer wachsames Auge, denn gerade der Erhalt und Schutz unserer, uns umgebenden Woltersdorfer Natur sind mir, wie Euch, ein besonderes Anliegen. Da sich die giftgrüne Umweltschmutzpartei und auch all die anderen ReGierungsparteien von WBFLinkeCDUSPDFDP anscheinend nur für globales Wirtschaftswachstum, Massenkonsum, all-incluse-Reisen, Massenzuwanderung und Tourismusförderung interessieren, (wenn ich mich noch an deren realitätsfremde Wahlprogramme auf ihren Internetseiten und Wahlversprecherflyer erinnere) erlaube ich mir ganz dreist, Partei für den Naturschutz zu ergreifen. Vermutlich stehn wir da nicht so ganz allein auf weiter Flur.

Kommentare sind geschlossen.