Der neue Bürgermeister

Jetzt ist Dr. Vogel Bürgermeister (BM) von Woltersdorf. Gestern legte er im Rathaus den Amtseid ab. In seiner Antrittsrede beweihräucherte er den abgewählten Wolfgang Höhne und wollte seine Wahl nicht als Protestwahl sehen. Ob an Höhne etwas zu rühmen war, mag jeder für sich deuten, die Kreuze auf den Stimmzetteln sprachen eine andere Sprache. Dr. Vogel ist deutlich das Ergebnis einer Protestwahl, zeigte er doch während der Wahlzeit manchmal seine Ahnungslosigkeit. Ob er die ganze Amtszeit durchstehen wird, ist bei dem jetzt 62 jährigen, der am Ende der Periode von acht Jahren 70 sein wird, abzuwarten.

Die CDU und SPD des Ortes, zwei Parteien, die sich während und nach der Wahlzeit nicht mit Ruhm bekleckerten, klotzten gleich gegen den neuen BM. Sie, Stock (CDU) und Müller-Brys (SPD), meckerten, dass der neue BM die Sprechzeiten des Bürgermeisters auf eine Stunde pro Woche verkürzt habe. Das stimmt so nicht, Dr. Vogel will sich an die üblichen Sprechzeiten des Rathauses halten, die auch für ihn gelten. Nur am Dienstag von 17 bis 18 Uhr will er auf jeden Fall da sein. Da bin ich aber neugierig, fällt die avisierte Stunde doch in die reguläre, schon immer bestehende Sprechstunde an die er sich doch sowieso halten wollte.

Na ja, eine etwas verkorkste Vogel Aussage wurde von seinen Nichtfreunden genutzt um ihm zu zeigen wo es langgeht. Davon, dass man dem Neuen 100 Tage Frieden einräumt, davon haben CDU und SPD hier zu Lande noch nie etwas vernommen.

Sprechstunden im Rathaus Woltersdorf:
Dienstag von 9:00 bis 12:00 und 14:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag von 9:00 bis 12:00 Uhr

  1. Theo Mütze

    Jetzt reicht es aber wirklich. Gestern habe ich im Schaukasten der Gemeinde gelesen, dass Sprechzeiten Dienstags von 17:00 bis 18:00 stattfinden. Einen Hinweis auf weitere Termine gab es nicht.

    Wie soll denn das laufen, mit Nummern ziehen? mit Voranmeldung, oder brav in der sozialistischen Wartegemeinschaft und wenn man dann nicht dran kommt, nächste Woche wieder versuchen?

    Da wird Bürgernähe gepredigt aber Backpfeifen ausgeteilt. Den Vogel habe ich noch nie gesehen, ist ja bislang auch nicht in Erscheinung getreten. Man hört, dass er etwas menschenscheu sein soll, vielleicht auch deswegen nur die eine Stunde in der Woche.

    Habe gerade versucht mich diesbezüglich auf der Webseite der Gemeinde kundig zu machen, denn die sollte ja unbedingt schnell verbessert werden. Dort werde ich aber zu den Bekanntmachungskästen geschickt, steht doch dort:

    „Bitte beachten Sie, dass alle öffentlichen Bekanntmachungen in den Bekanntmachungskästen der Gemeinde Woltersdorf ausgehängt werden.

    „Informationen darüber hinaus, zum Beispiel auf unserer Web-Seite oder im Mitteilungsblatt der Gemeinde Woltersdorf, gelten somit nicht als formelle öffentliche Bekanntmachung“.

    Na Herr Vogel, dann können Sie die Webseite ja auch stillegen, ist ja alles wie bisher bei dem Höhne.

    Meine Meinung: Wenn der Vogel schon diese einfachen Dinge nicht in den Griff bekommt, dann wird er wohl bei den komplizierten Dingen bald sein Waterloo erleben. Oder ist der Herr schon wieder urlaubsreif?

  2. Luise Müller

    Ich erwarte von Dr. Vogel, daß er Präsenz zeigt und nicht nur eine Stunde für die Bürger opfert. Soll er ruhig die Sprechzeiten vollständig vor Ort sein, dass wäre doch mal Bürgernähe.

    Dienstag von 9:00 bis 12:00 und 14:00 bis 18:00 Uhr
    Donnerstag von 9:00 bis 12:00 Uhr

    Stellt sich die Frage, ob er die eine Stunde wirklich ernst gemeint hat. Allerdings sollte er sich in Zukunft etwas genauer überlegen, was er in der Öffentlichkeit sagt. Wenn er meint auf jeden Fall eine ganze Stunde vor Ort zu sein, so ist dies das falsche Signal in Richtung Bürgernähe.

    Und vielleicht versteht der Vogel irgendwann, was für eine Wahl es wirklich war. Es war keine Protestwahl, sondern eine Abwahl, die er zufällig gewonnen hat. Die Grünen sollten nicht glauben, dass sie plötzlich ein Partei von mehr als 10 % oder gar 50 % sind. Bescheidenheit täte gut und immer schön dem Bürger zuhören, denn dafür bezahlen wir den Vogel und für nichts anderes.

    1. Bernd

      Liebe Luise,
      eine Protestwahl war es bestimmt, nämlich Protest gegen das System Höhne. Das Vogel aus Zufall BM wurde steht für mich außer Frage, auch ein Gartenzwerg aus Gips hätte gewonnen, weil die Leute die Schnauze voll vom Alten hatten. Sein Abgang hat diese Stimmung auch voll bestätigt.
      Herzlichen Gruß auch an Theo
      Bernd

Kommentare sind geschlossen.