Der alte und neue Bundespräsident

Horst Köhler ist der alte und neue Bundespräsident. Herzlichen Glückwunsch! Er hat die Wahl knapp gewonnen, von den 1224 Stimmen der Bundesversammlung erhielt er 613 Stimmen. Gesine Schwan (SPD) kam auf 513 Stimmen.

Wenn man da so schaut was das Volk noch vor einer Woche wollte, irgendwie haben die Stimmberechtigten Volkes Stimme nicht richtig vernommen. Das Volk wollte zu 70% den Horst Köhler wieder haben, die Parteien nur zu 50%.

Vor einer Woche: In einer Emnid Umfrage sprachen sich 70% der Deutschen für eine Wiederwahl von Horst Köhler aus und nur 10% für die SPD Konkurrentin Gesine Schwan. 80% halten den Job den Köhler macht für gut und 72% würden das Staatsoberhaupt lieber direkt wählen.

Das der Bundespräsident vom Volk gewählt wird, da haben Deutschlands Parteien etwas dagegen. Da müssten sie ja Macht abgeben und ein Posten wäre dem Wahlgeküngel entzogen. Also bleibt es beim Alten, der Präsident wird von der Bundesversammlung gewählt. Die tritt nur zu diesem Zweck zusammen und besteht aus den 612 Abgeordneten des Bundestages und 612 Angehörigen der Landesparlamente. Die wählen dann das, was sie fürs Volk am besten halten. Also wird der Bundespräsident nicht vom Volk, sondern von einigen wenigen Politikern gewählt, die obendrein der Parteidisziplin und dem Fraktionszwang unterliegen.

Fazit: Einer kappen Minderheit unserer Volksvertreter, in dem Fall der Volkspartei SPD, war Volkes Wille demnach völlig schnuppe. Ich freue mich, dass der sympathische Horst Köhler wieder Präsident ist, insbesondere weil er ab und zu den Mut aufbringt den Parteien den Marsch zu blasen.

Die 66 jährige Gesine Schwan soll man den Kopf nicht so tief hängen lassen. Sie kann doch nun wieder in die Rentnerecke zurückkehren, aus der die SPD sie ins Rampenlicht gezerrt hat und ihren Lebensabend genießen.

  1. renate

    Uff … da bin ich ja beruhigt. Ich dachte schon … ohweia, das schreibe ich lieber nicht … 😉
    Euch auch schöne Feiertage, liebe Angelika und Bernd!

    Herzlicher Gruß von Renate

    P. S.: Kuckt mal, zum Thema „Ehrensold des Bundespräsidenten“ hab ich ne Petition eingereicht. (siehe mein Blog)

  2. renate

    Apropos „versüßen der Altersbezüge … wusstest du, dass die ehemaligen Bundespräsidenten ein „Ehrensold“ beziehen? In diesem Fall bedeutet das, dass der Bundespräsident im Ruhestand dieselben Bezüge hat wie während der Amtszeit!!!! Außerdem hat er ein Büro (mit Sekretärin vermutlich). Und wer bezahlt das? Dreimal darfst du raten….

    Herzlicher Gruß von Renate

    P. S.: Du hast eine Freundin? Was sagt denn der HD dazu?

    1. Bernd

      Hallo Renate,
      der HD kennt die Freundin wie sich selbst und wäre ganz böse, wenn Bernd nicht mehr unter meine Bettdecke käme. *grins*
      Libe Grüße und ein frohes Pfingstfest
      von Angelika und Bernd

  3. renate

    Apropos Parteiräson … ich weiß nicht, ob ich es hier nicht schon mal an anderer Stelle erwähnt habe.

    Ich war mal vor einiger Zeit bei einer Veranstaltung. Sinn und Zweck spielt keine Rolle. Auf alle Fälle war bei dieser Versammlung auch der Bürgermeister von einer Gemeinde am Ammersee (da wo ich wohne). Dieser Mann hat mit stolzer Brust von einem Parteigenossen erzählt, der – nach Ende seiner Amtszeit als irgendwer – endlich seine Meinung kund tun konnte/durfte.
    Ich stand damals auf und fragte, warum dieser Mann seine Meinung nicht WÄHREND seiner Amtszeit kund getan habe. Schließlich sei er dafür gewählt worden.

    Die Antwort des Bürgermeisters war (nach erstem verlegenen Stummeln), sein Parteifreund sei durch die Parteiräson daran gehindert worden.

    Na Bravo, habe ich damals gesagt und mich wieder auf meinen Stuhl gesetzt. Und seit diesem Zeitpunkt frage ich mich vor jeder Wahl, ob ich hin gehen soll…

    1. Bernd

      Liebe Renate, du solltest froh sein, dass der Bürgermeister überhaupt antwortete. Hier in der ehem. DDR sind die Sitten noch viel verkommener. Ich kenne einen Bürgermeister, der beantwortet nie etwas, nicht mal schriftliche Anfragen. Im Gegenteil schikaniert er allzu eifrige Dorfbewohner mit dem ihm hörigen Ordnungsamt, indem zumindest eine altgediente DDR Polizistin (Die DDR Polizei und Stasi waren eng verbunden) untergekrochen ist und die hat das kojunieren im kleinen Finger. Mich wollte der liebe Dorfschulze schon mal in meinem Wohnort abmelden, nur weil ich ab und zu unter der Bettdecke meiner Freundin verweile.
      Sei froh und glücklich in Bayern, sind die Verhältnisse da doch sehr viel besser
      Liebe Grüße
      Bernd

  4. Anonymous

    Ich war und bin auch erstaunt, wie vehement das – verständliche – Anliegen, den Bundespräsidenten direkt zu wählen, abgelehnt wurde.

    Da fragt sich mein neugieriges Köpfchen natürlich, woran das wohl liegt. Die Ablehnung meine ich. Unser aller Merkel hat das erklärt. Mit vielen, umständlichen und bürokratischen Änderungen. Na, das verstehe ich natürlich. Solche umständlichen und (weil) bürokratischen Änderungen kosten den Steuerzahler ja sehr viel Geld. Und das möchte die Regierung natürlich nicht. Denn die Regierung spart natürlich an allen Ecken und Enden. Im Sinne des Steuerzahlers natürlich. Ist doch schön, so eine umsichtige Regierung zu haben, nicht wahr, lieber Bernd. Da sind wir alle doch sehr, sehr froh.
    Ehm … was hat noch mal diese Konferenz in Baden-Baden gekostet. Ich bin mir nicht mehr so sicher, weil ich mich mit Nullen leicht vertue. (Bin da übrigens nicht allein auf weiter Flur, der Regierung geht es ähnlich, dauernd). Waren es nun 2 Millionen? 20 Millionen. 200 Millionen?

    1. Bernd

      Liebe Anonymous. da bin ich gar nicht so erstaunt. Wenn wir wählen könnten, dann würde der gut dotierte Posten vom Volk vergeben und nicht mehr von einer Partei, die einen lieben Parteisoldaten die Altersbezüge versüßen möchte. Welche Partei möchte solche penukären Verluste hinnehmen? Wo ’s um die Penunse geht, da ist der Wille des Volkes mehr wie nebensächlich, natürlich zum Wohle des Volkes.
      Liebe Grüße
      Bernd

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