Der alte und neue Bundespräsident

24. Mai 2009 Aus Von BerndWohlers

Horst Köhler ist der alte und neue Bundespräsident. Herzlichen Glückwunsch! Er hat die Wahl knapp gewonnen, von den 1224 Stimmen der Bundesversammlung erhielt er 613 Stimmen. Gesine Schwan (SPD) kam auf 513 Stimmen.

Wenn man da so schaut was das Volk noch vor einer Woche wollte, irgendwie haben die Stimmberechtigten Volkes Stimme nicht richtig vernommen. Das Volk wollte zu 70% den Horst Köhler wieder haben, die Parteien nur zu 50%.

Vor einer Woche: In einer Emnid Umfrage sprachen sich 70% der Deutschen für eine Wiederwahl von Horst Köhler aus und nur 10% für die SPD Konkurrentin Gesine Schwan. 80% halten den Job den Köhler macht für gut und 72% würden das Staatsoberhaupt lieber direkt wählen.

Das der Bundespräsident vom Volk gewählt wird, da haben Deutschlands Parteien etwas dagegen. Da müssten sie ja Macht abgeben und ein Posten wäre dem Wahlgeküngel entzogen. Also bleibt es beim Alten, der Präsident wird von der Bundesversammlung gewählt. Die tritt nur zu diesem Zweck zusammen und besteht aus den 612 Abgeordneten des Bundestages und 612 Angehörigen der Landesparlamente. Die wählen dann das, was sie fürs Volk am besten halten. Also wird der Bundespräsident nicht vom Volk, sondern von einigen wenigen Politikern gewählt, die obendrein der Parteidisziplin und dem Fraktionszwang unterliegen.

Fazit: Einer kappen Minderheit unserer Volksvertreter, in dem Fall der Volkspartei SPD, war Volkes Wille demnach völlig schnuppe. Ich freue mich, dass der sympathische Horst Köhler wieder Präsident ist, insbesondere weil er ab und zu den Mut aufbringt den Parteien den Marsch zu blasen.

Die 66 jährige Gesine Schwan soll man den Kopf nicht so tief hängen lassen. Sie kann doch nun wieder in die Rentnerecke zurückkehren, aus der die SPD sie ins Rampenlicht gezerrt hat und ihren Lebensabend genießen.