Depp oder nicht Depp, dass ist hier die Frage


Dieses erste Bild, wegen der besseren Lesbarkeit


Ein von mir bei Facebook veröffentlichter Zeitungsausschnitt über eine Umfrage von Allenbach über das Meinungsklima wirbelte einigen Staub auf.
Hier in Woltersdorf waren es Oliver Mehlitz, einst sachkundiger Bürger für das WBF und Sebastian Meskes Vorsitzender der Gemeindevertretung und Boss der Linken hier in Woltersdorf, die sich darüber bei Facebook mokierten, ihr gutes Recht. Verwundert hat mich dabei, dass Meskes wie Mehlitz zu dem kurzen Text über Meinungsklima, diesen Begriff beiseite ließen und von Meinungsfreiheit schrieben. Dabei sind das ja zwei recht verschiedene Begriffe, die auch unterschiedliche Dinge meinen. Die Änderung eines kleinen Wortes ergab dann einen ganz anderen Sinn des Zeitungsausschnittes.
Dieses Umsteigen vom Begriff Meinungsklima zum Begriff Meinungsfreiheit hat jetzt doch eine erstaunliche Steigerung erfahren. Meskes transportierte das „Klima“ dann zum „Wetter“. Meinungswetter, ach nein, hören wir auf.

Betrachten wir mal das erste Foto, auf Facebook geteilt von Oliver Mehlitz, dort ist ein Algorithmus abgebildet, der wohl eine Anleitung zum erkennen von Deppen darstellen soll. Folgt man der schlichten ja – nein Abfrage, so wird dort abgehandelt ob einer der eine Meinung äußerte ein Depp ist oder nicht. Um nicht gegen die Wand zu laufen hat der Künstler als letzte Abfrage stehen: „verstieß deine Aussage gegen geltende Gesetze“ wenn ja – Depp.

Geteilt von Oliver Mehlitz, einst sachkundiger Bürger, ich fand – meine Meinung – eine Katastrophe und nun neu auferstanden auf einmal Jugendbeirat in einem Gemeindegremium und dazu Papa im WBF und seit Urzeiten in der Gemeindevertretung. Prima gelaufen für das Woltersdorfer Bürger Forum.

Geteilt von Sebastian Meskes, Vorsitzender der Gemeindevertretung und Boss der Linken hier in Woltersdorf.
Mit einem zustimmenden Like versehen von Dieter Gresse, im Präsidium vom WBF und Sachkundiger Bürger in einem Gemeindegremium.
Ebenfalls Zustimmung per Like von Stefan Grams, Mitglied der Gemeindevertretung und Fraktionsvorsitzender vom WBF.
Gleiche Zustimmung per Like von Franziska Schneider, Referentin für Medienpolitik bei Die Linke im Landtag Brandenburg
Echt verwundert war ich über den Like, der ja das Geschriebene für gut befindet, vom CDU-Mann Daniel Lohse, einst Gemeindevertreter in Woltersdorf, jetzt nur noch sachkundiger Bürger. Obendrein, wie er auf Facebook bekannt gibt, Gymnasiallehrer am Alexander von Humboldt Gymnasium in Berlin.

Bei den Linken wundert mich rein nichts, beim Woltersdorfer Bürger Forum auch nicht sehr viel. Das sich ein Mitglied der CDU-Woltersdorf an so etwas ergötzt, das wirft schon Fragen auf.

Kommen wir zurück auf den obigen Satz: Um nicht gegen die Wand zu laufen hat der Künstler als letzte Abfrage stehen: „verstieß deine Aussage gegen geltende Gesetze“ wenn ja – Depp.

Ist natürlich auch nicht richtig. Selbstverständlich müssen auch Dinge in angemessener Form diskutiert werden können, die gegen geltende Gesetze verstoßen. Wie sonst sollte sich Demokratie entwickeln können.

Schön wäre es auch, wenn zumindest Herr Meskes sich den Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Meinungsklima irgendwie klarmacht. Meinungswetter, wie er dann meinte, ist Meinungsfreiheit ebenfalls nicht.

Mir graust vor dem Politikstandort Woltersdorf, was da so für Leute in den Gremien der Gemeinde sitzen und Entscheidungen über unsere Gegenwart und Zukunft treffen dürfen.

Zum besseren Verständniss, hier die Vorgeschichte: