Das Trauerspiel um den WVV geht weiter

11. April 2012 Aus Von BerndWohlers

Der Verschönerungsverein (WVV) hat ein Problem, es fehlt, wegen Krankheit, an einer Kraft für den Aussichtsturm. Probleme soll man lösen und so versuchte er es, so zu lösen wie es Katrin Fleischer auf der Webseite ihres Vereins vorstellte: Zitat: „Seit April können wir zudem auf die Unterstützung durch das Programm “Arbeit für Brandenburg” zählen. Träger ist die ESG Stienitzsee. In Kooperation mit der Gemeinde Woltersdorf wurde aus dem Programm eine Stelle ermöglicht, Einsatzort ist das Kulturhaus Alte Schule.* Wir freuen uns sehr, seit Ende März unsere neue Mitarbeiterin Frau Elke Winkler begrüßen zu dürfen. Sie wird Anfragen entgegennehmen, über touristische und kulturelle Aktivitäten informieren und nach Möglichkeit* alle Nutzer der Alten Schule unterstützen“.

Der BM hat die Kraft ja angeblich für alle Vereine in der „Alten Schule“ besorgt, so Frau Fleischer, die jetzt den Hut aufhat, wenn es drum geht, wie und wo es langgeht in der „Alten Schule“. Der WVV stellte mündlich einen Antrag beim Amtsleiter Ordnung und Soziales. Der, Hannes Langen, erzählte, er habe es dem BM vorgetragen und dieser hat angeordnet, der Werkleiter für das Sport- und Freizeitgelände entscheidet das. Aus der Antwort entstand ein Dialog, der ungefähr so geht:

Vorbemerkung: Für den weggegangenen Werkleiter, kommt ab 1. April mit Zeitvertrag eine Frau Synke Altmann als Werksleiterin zu uns. So der BM in der letzten GV.

Hannes Langen: er habe es dem BM vorgetragen und der hat angeordnet, der Werkleiter für die Sport- und Freizeitanlagen entscheidet das.

WVV: Also Frau Altmann, die neue Werkleiterin.

Hannes Langen: Nein, Frau Altmann ist nur Mitarbeiterin, Werkleiter ist der Bürgermeister und der entscheidet.

Nachbemerkung: Die Gemeindevertreter in der GV ein bisserl auf den Arm genommen, Herr BM? Aus dem Dialog geht eindeutig hervor, dass die Kraft von der ESG Stienitzsee GmbH der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde und die Gemeinde hat sie ausschließlich für Frau Fleischer und ihrem Verein abgestellt.

Das kann dauern, wo der BM meiner Partnerin heute nicht mal Pfötchen geben mochte, „nein das möchte ich nicht“, zierte er sich. Einfach süß der Mann, ist er nicht der richtige Bürgermeister für alle Woltersdorfer? Solange bis der BM entschieden hat, ist der Aussichtsturm eben dicht, könnte ich mir vorstellen. Ende aus, geht sowieso nach Frau Fleischer und BM. Die neue Kraft hat schon verlauten lassen, sie hat keine Zeit, sie arbeitet zu Hause am PC, schreibt Verträge für Frau Fleischer, die Neue ist auch mit Lichtgeschwindigkeit Bestimmer in der „Alten Schule“ geworden. Diese neue Kraft der Gemeinde für Frau Fleischer, Kooperation mit der Gemeinde nennt man so etwas, wird mit monatlich 250 Euro vom Land gefördert, sie soll mindestens 30 Stunden in der Woche beschäftigt werden und mindestens einen Stundenlohn von 7.50 Euro bekommen. Wer zahlt jetzt die Sozialbeiträge, wie Rente und Krankenkasse, die Gemeinde?

Da ist noch etwas und das ist mehr wie traurig. Die Gemeinde Woltersdorf gestattet dem Bürgermeister und Frau Fleischer ununterbrochen, täglich, stündlich, Hausfriedensbruch zu begehen, die brauchen sich nicht einmal zu verbergen. Zitat auf Frau Fleischers Vereins-Webseite: „Bereits jetzt hat unser Verein Schlüssel erhalten, damit wir potentiellen Nutzern die Möglichkeiten der Räume in der Alten Schule zeigen und alles gut vorbereiten können“. Anmerkung: Ohne Mietvertrag, gegen den Willen des Mieters?

Der Mieter für die ganze „Alte Schule“ wird nicht einmal mehr gefragt, der hat über seine Mietsache nur noch die Schnauze zu halten, entscheiden tun Bürgermeister und Frau Fleischer – Verträge, Schiet, weg damit, eine neue Zeit – die absolute Monarchie – des Bürgermeisters und seiner Chefin für die „Alte Schule“ ist angebrochen. Armer Rechtsstaat, der wird hier in Woltersdorf zu Grabe getragen. Armes Woltersdorf, 17 Abgeordnete aller Fraktionen gucken hypnotisiert, gelähmt auf die Hydra, lassen den Rechtsbruch zu, wissen das hier mit absoluter Sicherheit Hausfriedensbruch und möglicherweise Amtsmissbrauch durch den BM betrieben wird.

Ist eben eine neue Zeit, da passen wir Alten, die noch nie Gesetze brachen, nicht mehr hinein und dem Verschönerungsverein kann man unter solchen Voraussetzungen nur empfehlen – löst euch auf, überlasst Frau Fleischer das Schlachtfeld! Tragt Museum und Aussichtsturm zu Grabe.

*Einsatzort ist das Kulturhaus Alte Schule – da wurde doch die „Alte Schule“ schon umbenannt, passend zum Verein.

* nach Möglichkeit, heißt wenn es Frau Fleischer genehm ist, ansonsten für ihren Verein

Noch ein Artikel, der sich mit der ABM Kraft beschäftigt