Das Gezerre um die Kita

Der Bericht über die GV fällt leider aus, wir urlauben noch bis zum Wochenende in Jütland. Es gibt dennoch Anlass zu schreiben, über die Kitapläne am Rathaus.

Fakt ist, es gibt einen Beschluss der GV, die neue Kita im ehemaligen Plusmarkt entstehen zu lassen. Dieser Beschluss ist mit demokratischer Mehrheit gefällt worden und damit rechtskräftig. Es war Vogel, der ein Interessenbekundungsverfahren anstieß. In diesem Verfahren geht s aber nicht mehr um den Kitabau und seinen Standort, sondern nur noch darum, wer diese Kita betreibt, um nichts mehr, es geht – nicht mehr – um einen anderen Standort.

Es waren Vogel und Hannes Langen die bis zum Beschluss der GV trotz öfterer Aufforderung keinen anderen Standort vorschlagen konnten oder wollten. Die beiden favorisierten auf Deubel komm raus ihre Kita in der Weinbergstraße. Das mehr als schlechte Konzept der beiden hätte nicht mehr als 25 Plätze gebracht, während das Konzept der Abgeordneten, die hier die Arbeit der Verwaltung erledigten, 85 Plätze im ehemaligen Plusladen sichert.

Jetzt, alles ist in trocknen Tüchern, der Startschuss gefallen, da bringt Vogel einen weiteren Standort ins Spiel, dabei gibt es keine Standortfrage mehr zu klären. Vogel liebäugelt nun mit einer Ruine, der „Alte Krug“ soll ihm möglichst die Kita im Plusmarkt vom Halse halten. Der „Alte Krug“ ist aus meiner Sicht ein Kandidat für die Abrissbirne. Obendrein soll das Nest von Vogel nur 50 Plätze bringen. Ja, wo nehmen wir dann die anderen 35 her, Herr Dr. Vogel?

Hinzu kommt, die zugesagten 152 TE Fördermittel sind dann verfallen, aber nicht nur beim „Alten Krug“ sind die futsch, sie sind auch futsch, wenn das Interessenbekundungsverfahren gegen die AWO entschieden wird, denn die Fördermittel sind an die Tribus GmbH gegangen und die entscheidet, mit wem sie einen Mietvertrag abschließt.

Vogel will es nicht in den Kopf, dass die Umbaukosten auf die Miete umgelegt werden. Jeder Vermieter legt Modernisierungs- und Umbaukosten auf die Miete um. Dürfte er es nicht, würde kein Vermieter auch nur einen Cent in seinen Wohnungsbestand investieren. Das ist doch das kleine Einmaleins der Wirtschaft, warum erkennt unser Bürgermeister solch einfache Realitäten nicht an?

Ich meine, hier spielt der Bürgermeister ein hochriskantes Spiel, nur um seinen Kopf und die Ideen von seinem Koalitionär durchzusetzen. Wie schreibt „Die Linke“ so schön; Zitat: „… bei dem weder die AWO noch Herr Gifhorn eine Rolle spielen. Auch diese Verflechtung fällt mittlerweile dem ein oder anderen Woltersdorfer auf.“

Sind wir nun bei der Kernaussage angekommen? Alles nur nicht AWO oder Gifhorn, egal, ob dabei die Fördermittel flöten gehen oder das ganze bis zum St. Nimmerleinstag verzögert wird, sind das die Gedanken unserer Koalition aus Grüne und Linke?

Nachtrag: Hallo Herr Gutjahr, zumindest eine Überschrift sollte „Die Linke“ hinbekommen. In dem Artikel schreiben Sie: „Zur Bürgersammlung im Rathaus“ Ich würde es eher „Bürgerversammlung“ nennen, oder?