Credo für den Baum

In den letzten Tagen lese ich ständig von riesigen Bränden und verheerenden Flutkatastrophen. Es brennen Russlands Wälder und Moskau versinkt im giftigen Smog von Schwellbränden der umliegenden Moore. Einst trockengelegt, um Torf stechen zu können, sind sie jetzt eine ständige Gefahr. Das Elend würde Moskau nicht heimsuchen, wären die zundertrocknen Moore geflutet worden, Zar Putin stemmte sich dagegen, wirtschaftliche Interessen gingen vor Vernunft. Die Moskauer bezahlen jetzt die Rechnung mit ihrer Gesundheit

Wie immer gehts schief, wenn der Mensch massiv in die Ökosysteme der Natur eingreift. Pakistan und China plagen sich mit unvorstellbaren Flutkatastrophen, die Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertreiben und ins Elend stürzen. Auch hier, wir brauchen gar nicht mehr so weit zu schauen, entwickelt sich der Klimawechsel, schneller als wir erwarteten. In Sachsen, Tschechien und Polen kämpfen die Menschen gegen das verheerende Hochwasser an. In Polen brach sogar ein Staudamm. Überall verloren Menschen ihr Leben und die Schäden sind noch gar nicht abzusehen.

Man fragt sich ganz automatisch, sind wir schon mitten im Klimawandel. Was kommt als nächstes. Wie wirkt sich wohl die jüngste Ölkatastrophe im Golf von Mexiko auf das Ökosystem in der Zukunft aus. Welche Folgen werden für die Meeresbewohner daraus entstehen, die ein Teil unserer Nahrungskette sind. Nichts ist absehbar, außer, dass die Katastrophen immer öfter und regelmäßiger eintreffen und dabei immer heftiger werden.

Ozonlöcher, Erwärmung der Erde, Kippen des Klimas, Trockenheit, Brände, Tornados, Wasserfluten, Erd- und Seebeben sind inzwischen Angstthemen. Lernen wir daraus? Ich würde sagen, nicht wirklich. Das Umdenken sollte doch schon beim Einzelnen beginnen. Jeder kann etwas für die Natur, das Klima tun, wenn er nur möchte. Er braucht nur einen Baum zu pflanzen, anstatt einen Baum zu fällen, einen anderen Baum gießen, anstatt ihn verdursten zu lassen.

Bäume bieten Schutz vor UV-Strahlung, Sturm und Erosion des Boden. Der Baum ist ein Staub- und Schadstofffilter, wäre kennt nicht die reine Luft in den Wäldern. Bäume sind ein exellenter Schallschutz, Menschen die dicht an der Autobahn wohnen wissen es, erst recht, wenn sie gefällt wurden. Der Baum produziert Sauerstoff, bietet Vögeln und Insekten Nistplätze, Nahrung und Winterquartier.

Ein Creek Indianer hat folgendes gesagt und ich finde das passt bis in die heutige Zeit:

Erst wenn
der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
dass man Geld nicht essen kann!

Wir sollten darüber nachdenken, anstatt mit der Kettensäge zu fällen, lieber mit dem Spaten zu pflanzen.

5 Gedanken zu „Credo für den Baum

  1. Gordon Eggers

    Die Natur braucht den Menschen nicht, wir aber brauchen aber die Natur!

    Ohne Natur wäre unser Darsein auf dem Planeten Erde schon bald zu Ende…

    Und wie behandeln wir die Natur ??

    NICHT RESPEKTVOLL

    1. Bernd

      Hallo Gordon, wir sind doch auch Teil der Natur, wahrscheinlich ähnliches wie ein Krebsgeschwür, aber Natur. Ein Krebs tötet seinen Wirt und das beweisen wir Menschen ja täglich mit neuen Zerstörungen der Natur und damit an uns selbst.
      LG Bernd
      (Wir sind wieder im Lande)

  2. Nina

    Ein treffender Artikel zu passender Zeit.

    Die Fragen, ob wir uns schon im Klimawandel befinden und ob wir es selbst verschuldet haben stellen sich leider immer nur dann, wenn uns das Wasser schon bis zum Halse steht. Natürlich sind wir Schuld; jeder Einzelne.

    Nur diese Schuldabwälzungstaktik müsste mal im großen Stil abgelegt werden, und zwar bevor wir alle ‚versunken‘ sind.

    Nebst der sinnvollen Neupflanzung von Bäumen, welche die Basis darstellt, sollte auch mal über die Holzverbrauchreduzierung nachgedacht werden. Wenn man sich mal in Ruhe überlegt wieviel Holz man täglich in den Papierkorb wandern lässt oder wegspült, dann ist die Neupflanzung nur ein kleiner Gegenpart dazu, welcher noch kein Gleichgewicht herstellt.

    Mir wurden kürzlich drei Beispiele genannt, die mich sehr zum Nachdenken brachten:

    3 Blatt Papier entsprechen dem Energieaufwand für eine Kanne Kaffee

    500 Blatt Papier lassen eine Glühbirne (100 Watt) 44 Stunden leuchten

    1 Palette Papier entspricht dem CO2-Ausstoß, den eine 500km lange Autofahrt verursacht.

    Wenn man sich das vor Augen führt wird einem doch ein wenig anders. Wir sollten mehr Vorbeugen, anstatt nur noch beim Ausbügeln der Fehler hinterherzuhasten.

    Ein Zitat füge ich nicht mit an, denn ich habe einen Song, der es treffender nicht untermalen könnte, was um uns herum geschied.

    ‚Within Temptation – Forsaken‘

    Gruß Nina

  3. marsav

    Deine Ausführungen treffen den Nagel auf den Kopf.
    Die ganzen Umweltkatastrophen sind von den Menschen selbst verursacht. Und wie man am Beispiel Russlands sehen kann, ist es auch dort schon zuspät, etwas daran zu ändern.
    Auch bei uns und in einigen Nachbarländern haben z.B. die Flussbegradigungen ihre Auswirkung.

    Der Klimawandel kommt nicht von ungefähr. Nein, er ist von Menschenhand verursacht und die Folgen sind noch garnicht abzusehen. Nur, dass wir gerade mitten drin sind.

    Irgendwann hab ich mal diesen Spruch gefunden:

    Bei der Sintflut, wehrte sich der Mensch gegen die Natur –
    heute wehrt sich die Natur gegen den Menschen!

    Liebe Grüße
    Roswitha

    1. Angelika Beitragsautor

      Wie sagt man so schön: Das Imperium (Erde) schlägt zurück. Ich bin auch der Ansicht, dass es für Vieles schon zu spät ist. Heute stand in der MOZ, dass in den vergangenen Monaten deutlich weniger Regenwald vernichtet wurde. Es sind nur noch!!! 244 Quadratkilometer geholzt worden, also 58 Prozent weniger als im gleichen Monat 2009. Was für ein Ergebnis. 0 Abholzung wäre da vielleicht noch viel sinnvoller. Auch bei uns könnte man durch sinnvolle Baumpflanzungen noch einen kleinen Beitrag leisten. Zum Beispiel, wenn man Sommerlinden pflanzt, die haben ein fünfmal höheres Staubfangvermögen pro Quadratmeter Blattfläche als eine Platane. In diesem Sinne
      liebe Grüße
      Angelika

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