Chaos im Bauausschuss

Gestern tagte der Bauausschuss, ein Glück, dass wir ihn nicht verpassten. Solch eine chaotische, unorganisierte, mit einem schier nicht zu bewältigendem Programm, haben wir noch nie in life erlebt. Die öffentliche Vorstellung zog sich bis 23 Uhr hin und dann noch der nichtöffentliche Part, eine Zumutung für alle, die sich in die Gemeindearbeit einbringen. Nur wenige benutzten die Sprechanlage, erst recht nicht die Vorsitzende. Jeder babbelte mit jedem, kreuz und quer, das Publikum – die Bürger des Ortes gingen ihnen gestern Abend irgendwo vorbei. Bei dem teuren Projekt Schule – Weinbergstraße, wo es um Summen zwischen 237 TE und 576 TE ging, drängte die Vorsitzende die Abgeordneten, denen die dargestellten Varianten neu waren, zu einer sofortigen Entscheidung, damit es weitergehen kann. Monika Kilian wollte in Ruhe entscheiden, wünschte die neuen Unterlagen in Papierform, nicht als schnell flüchtiges Dia an der Wand. Sie wollte das Vorgestellte prüfen, ihr gutes und verständliches Recht. Die Vorsitzende wischte alle Einwände mit der Bemerkung beiseite, nie hat es Unterlagen gegeben, es wurde immer so entschieden. Stimmt die Aussage von Frau Prof. Dr. Böhm, dann hat dort nie eine ordentliche, dem Bürger und dem Ort gegenüber verantwortbare Parlamentsarbeit stattgefunden.

Da wundere ich mich immer wieder, dass uns Bürgern öffentliche Unterlagen verweigert werden. Wir Einwohner sollen dumm bleiben, auch beim neuen Grünen Bürgermeister. Der rührt an dem bewährten Prinzip „Alles verweigern“ nicht, obwohl, bei der Wahl, da krähte der BM deutlich anders. Das aber auch die Abgeordneten Unterlagen erbetteln müssen, das war mir neu. Na dann, beerdigen wir in Woltersdorf das zarte Pflänzchen Demokratie und hoffen auf die nächsten Wahlen. Hier im Ort muss sich etwas ändern! Ein Generationenwechsel ist längst überfällig.

Über die wichtigsten Punkte berichten wir in einzelnen Artikeln.