Archiv der Kategorie: Erzählungen

Katze, Fuchs oder Waschbär, alles wird erschossen

Was für ein Tier ist das?

Was für ein Tier ist das?

Waschbärenbulletin 26. Juli 2018: Vorgestern habe ich das Bild einer Katze in der Todeszelle unseres Nachbarn veröffentlicht. Hier möchte ich einschieben, viele andere sahen in dem Foto ebenfalls eine Katze, eine Zuschrift auf meinem Blog meinte aber, es sei eindeutig ein Waschbär. Wie dem auch sei, beide Arten sind, wie ich gelesen habe Raubzeug. Dazu gehört quasi alles was lange Eckzähne hat und kann von der Jägerzunft getötet oder an anderer Stelle wieder ausgesetzt werden. Eine Katze kann er auch im Tierheim abgeben und sich freuen oder auch nicht, dass der Katzenbesitzer dort eine saftige Auslöse bezahlen muss.

Unsere „Katze“, die seit ca. 23:00 Uhr des Vortages (24.7) in der Todeszelle schmorte, Weiterlesen

Katzenjagd mit Fallen in Woltersdorf

Falle-Nahaufnahme

Falle-Nahaufnahme


Waschbären-Bulletin 24. Juli
Die Falle ist wieder zugeschlagen, genau erkennen was meine beiden NVA-Krieger diese Nacht in die Todeszelle gelockt haben, können wir nicht. Da wo der Pfeil hinzeigt vermuten wir ein Gesicht mit Schnurrhaaren. Schnurrhaare deuten auf eine Katze hin. Eine schwarze Katze vor dunklen Hintergrund. Hier haben sehr viele schwarze Katzen ihr Zuhause und die marschieren über alle Grundstücke, kennen von ihrer Natur her keine Grenzen.
Will unser Nachbar mit dem Jäger im Verbund jetzt auch noch unser aller Haustiere ausrotten? Weiterlesen

Tiertötungen in Woltersdorf – Die neue Touristenattraktion?

Nachtrag 9:40 Uhr am 23. Juli:
Der „Jäger“ rannte förmlich durch das Grundstück zur Falle. Ein Schuss peitschte laut – Stille – ein zweiter Schuss brachte nach einer gefühlten Minute dem durch den ersten Schuss verletzten Tier den Tod. Wieder keine Gefahr im Verzug, keine Tierseuche im Anmarsch. Der Scheiß steht nur im Gesetzblatt, um das sich hier niemand kümmert.

Gerd und Rudi, zwei ehemalige NVA-Offiziere der Regierungsfliegerstaffel der DDR, beide arbeiten jetzt eng bei der Waschbärentötungsaktion zusammen, werden begeistert sein. Zum Frühstück eine Leiche, nun schon das zweite Mal diesen Monat, das gibt es nur in Woltersdorf. Weiterlesen

Waschbärenjagd im Wohngebiet

Die Falle ist zugeschnappt

Die Falle ist zugeschnappt


Waschbären-Bulletin vom 21. Juli 2018
Nichts los an der Falle, die wir hier zugeschnappt sehen. Sie steht genau an der Weide, in der oben im Stamm seit bestimmt 1 1/2 Jahrzehnt eine Waschbärensippe lebt, nun lebte. Das Junge ist tot, die Alte nach der Freilassung auf unser Land geflüchtet. Solange lebte auch unser Nachbar mit der tierischen Nachbarschaft. Alles vorbei.

Gesichtet habe ich das Muttertier nicht mehr, obwohl ich mit der Wildkamera nach ihr fandete. Dank dieser Kamera kenne ich die meisten Wild- und Mitbewohner unseres Flecken ziemlich genau. Waschbären werden keine mehr dasein. Wir haben noch einen Dachs, der kommt eher sporadisch und könnte von seiner Größe in die Falle passen. Der Rest unserer Besucher sind Kleintiere, würde man auf die schießen bliebe nicht viel übrig.

Nach dem beschriebenen Szenario bleiben nur noch Katzen, fast überall leben hier welche und die akzeptieren keine Zäune. Hunde habe ich noch nicht rumstromern gesehen, da besteht wohl keine Gefahr. An wildlebenden Tieren turnen hier noch Schwäne und Enten herum, letztere werden oft von unserer Nachbarin mit Brot fast erschlagen, wovon auch die Waschbären gut lebten.

Schön und gut, die Falle steht seit Tagen leer. Ich werde hier zu diesem Thema erst wieder schreiben, wenn in der Falle ein Tier sitzt und der Jäger auftaucht. Den aufgelaufenen Frust mögen jetzt die Behörden bearbeiten. Ich verstehe aber jetzt, wie Menschen militant werden können.

Und wir wollen nicht „Jäger“ mit Jäger vergleichen. Es ging und geht ausschließlich um einen „Jäger“. Ob der ein schwarzes Schaf ist, wird sich hoffentlich herausstellen.

Ein Bericht vom November 2008
Eine Fuchsmutter ist auf der Straße tödlich verunglückt, ihre Jungen irrten umher. Einer kam zu einem anderen Nachbarn, der nicht Zuhause war, neben unserem Nachbarn, hatte Hunger, war erschöpft, der alten Nachbarin ging es am A… vorbei, aber unser Nachbar lief zur höchstmöglichen Form auf. Er gab keine Ruhe, er besorgte die Telefonnummer eines Jägers, irgendwann tauchte der auf. Es knallte, der Nachbar guckte uns höhnisch an, wusste er doch, wie sehr uns diese Tötung betroffen machte. Kurz nach dem Knall, tauchte ein anderes Fuchskind auf, es zog in unsere Remise ein. Jeden Abend ging ich hin, mit Hundefutter und einem Schüsselchen Wasser. Unser Nachbar wurde fast närrisch, konnte er doch nicht sehen was ich da jeden Abend machte und er schlich am Zaun entlang. Jedenfalls das Füchschen überlebte. Irgendwann kam es nicht mehr, hatte wohl seine Verwandten getroffen.

In zehn Jahren kein bißerl Menschlichkeit dazu gelernt, was für ein armseliges Leben.

Wir warten auf die nächste Hinrichtung eines Waschbären

Waschbaer

Der zweite Waschbär wartet auf seine Hinrichtung


Nachtrag 10:48: Der „Jäger“ hat den Waschbären freigelassen, mit der Bemerkung: Das ist die Alte, die Mutter. Wir machen alles ordnungsgemäß“ Die darf er wohl nicht hinrichten. Was wohl nicht ganz stimmt, denn Waschbären haben keine Schonzeit und er kam ohne seine Tüte, die er zum Abtransport der ersten Leiche benötigte. Dann haben sie die Falle wieder scharf gemacht und hoffen auf weiteren Nachwuchs, der in die Falle tappert. Unsere lieben Nachbarn und der bemerkenswerte Schütze haben sich dann lang und breit darüber ausgetauscht, wie ich an das Foto gekommen bin. Es scheint, richtig glücklich sind die nicht über meine Berichte. Der Waschbär hat sich auf unser Grundstück gerettet. Da ist er vor jeder Falle und Knarre sicher.
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Der zweite Waschbär wartet auf seine Hinrichtung. Ich habe versucht es zu verhindern, die Polizei will nicht, die Untere Jagdbehörde rührt sich nicht. Geht eben alles in Beamtenrechtlicher Ruhe vonstatten. Inzwischen hat unser Nachbar seine Falle wieder scharf gemacht. Heute früh hat er jetzt den nächsten Kandidaten für die Hinrichtung mit Äpfeln und anderen Leckereien in seine Todeszelle gelockt. Irgendwann, wenn er ausgeschlafen hat, wird der „Jäger“ kommen, der die Erlaubnis der Gemeinde Woltersdorf hat hier herumzuballern und die Waschbärenmutter erschießen, wie ihr Kind am Samstag. Hoffentlich braucht der dann nicht auch 4 Kugeln für die Hinrichtung. Dann hat er über die Jahre den Tod von drei Tieren auf den Gewissen, zwei Waschbären und einen Fuchs. Vielleicht sollte man die beiden Berichte weiter teilen, um das wahre, häßliche Gesicht der sogenannten Jäger aufzuzeigen.

Schüsse im Wohngebiet – Ein Tod der nicht sein brauchte

Der in der Lebendfalle getötete Waschbär

Am 1. Juli turnte das Waschenbärenjunge zusammen mit seiner Mutter nächtens auf unserem Grundstück herum und freute sich seines Lebens. Heute haben wir den 14. Juli und der kleine Waschbär liegt erschossen in der Lebendfalle auf dem Nachbargrundstück. Unser Nachbar hat die Lebendfalle aufgestellt und der kleine Waschbär ist in die Falle getappt. Wir ahnten Böses und so kam es auch. Kurz nach neun Uhr taucht ein Mann auf, ging mit dem Nachbarehepaar zu der Falle. Kurz darauf knallten zwei Schüsse schnell hintereinander. Der Kleine zappelte immer noch in der Falle, der Mann hatte ihn nicht mit den zwei Schüssen getötet. Danach noch einmal zwei Schüsse mitten im Wohngebiet. Jetzt mit vier Schüssen hatte der miserabele Schütze es geschafft den kleinen Waschbären zu killen.
Das Ganze passierte unter einer Weide in dem die Mutter und der Kleine lebten. Vielleicht musste die Mutter die Killeraktion ohnmächtig beobachten.
Unsere Nachbarn hatten schon ihren Frühstückstisch, gleich neben der Hinrichtungsstätte, gedeckt. Wollten sie das Schauspiel etwa bei einer Tasse Kaffee genießen??? Jedenfalls, als der Mann mit dem toten Tier abzog rief der, der geschossen hat – jetzt können Sie schön feiern und die Antwort unserer Nachbarin war, dass machen wir.

Das passierte dort jetzt das zweite Mal. Vor Jahren musste ein ganz junger Fuchs daran glauben.

Ich habe den Schützen dann auf der Straße angesprochen, er behauptete, er habe die Erlaubnis im Wohngebiet zu schiessen heute vom Ordnungsamt erhalten. Am Samstag in Woltersdorf??? Es wäre alles legal und das bezweifle ich stark.

Gedanken zur Entwicklung des Tourismus in Woltersdorf

Unsere Schleusenstraße, immer wieder beschworenes Ziel einer kommenden Touristenschwemme, soll ausgebaut werden. Tolles Asphaltpflaster kommt, altes Kopfsteinpflaster verschwindet. Irgendwoher müssen unsere Verwaltungskoryphäen gesteckt bekommen haben, Touristen lieben Asphalt, weil es den ja überall gibt. Eine Vielfalt an verschiedenen Baustilen aus dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert muss auf Touristen äußerst abschreckend wirken, warum sonst hätte unsere Verwaltung die drei hässlichen Wohnsilos direkt im Herzen des Tourismus entstehen lassen. Somit ist die Entscheidung für modernen Asphalt konsequent. Weiterlesen

Marshallplan für Reetsted



Im dreihundert Seelen-Dorf Reetstedt im momentan recht kalten Irgendwo entdeckt. Zeitlos schöne Bauten aus Holz und mit Reet gedeckte Steinhäuser. Nirgends Betonklötzer, wie bei mir zu Hause. Die Hiesigen wollen auch nicht unbedingt die zehntausend Einwohner Grenze sprengen, wie einige Ehrgeizlinge bei uns. Weiterlesen

Sommerfest für Touristen und Investoren

Woltersdorf ist ein Sandpistenvillage im Brandenburgischen und ganz dicht bei Berlin gelegen. Solche Nähe zur Millionenstadt lässt jedes Investorenherz höher schlagen, wenn denn in dem nahen Ort noch Wälder, Wiesen und schnucklige Biotope mit dicht aneinandergereihten Häusern geschmückt werden können.
Woltersdorf hat noch bebaubare Flächen, einige nennen sich Naturschutzgebiete, andere wieder sind Landschaftsschutzgebiete, wieder andere sollen nur zur Freizeit und Erholung genommen werden. Die Maiwiese ist auch noch nicht zugebaut. Dann sind da noch Flächen, die aus der Sicht von Baulöwen völlig falsch deklariert sind, Weiterlesen

Überfallen in Rüdersdorf


Das erste Mal, dass ich ihn bewusst registrierte, ist 15 oder mehr Jahre her. Damals ging ich mit Schäferhündin Dasy einen mit Schlaglöchern vollgestopften Weg entlang. An einem gemauerten Torpfeiler blieb Dasy interessiert stehen, fing an den Pfeiler zu beschnuppern. Zeit spielte für sie keine Rolle beim Lesen der interessanten Nachrichten, die von den Steinen dufteten.
Auf dem zu dem Tor gehörenden Grundstück sah ich einen Mann hantieren. Der sah zu uns hinüber, schmiss irgend ein Werkzeug weg und stürmte brüllend auf uns zu. Ich war auf einen Typen gestoßen, der keine Hunde mag und nun den an seinem Tor, seine Steine beschnüffelnden Hund als Beleidigung oder Bedrohung ansah. Verbal ermordete er mich, der Mann verfügte über einen gewaltigen Vorrat an ausdrucksstarken Wörtern Weiterlesen