Bürgerversammlung oder Bürgerkrieg – Teil 3

Es folgte Hannes Langen, der nichts Neues brachte, den blende ich deshalb aus, wer möchte, findet seine Einlassungen in diversen Sozialausschüssen, Interne Suche (U3 Förderung) eingeben. Eins vielleicht doch, Hannes Langen versuchte immer wieder die Atmosphäre zu entgiften.

Burger Lohmann, ein Bürger, fragte, was machen Sie, wenn das Ganze gegen die Wand fährt, gibt es einen Plan B? Der BM wieder frech: Wir machen es so gründlich wie möglich, es gibt mehrere Pläne – B-C-D. Frau Schneewolf versuchte mit kurzfristigem Erfolg vom Thema U3 weg zu lenken. Hannes Langen ließ sich aber nicht beirren, er kam wieder auf sein Trauma U3 zurück. Es folgte ein Bürger, Name unbekannt, der meinte, die Gemeindevertreter und der BM sind von mir gewählt worden. Sie arbeiten gegeneinander, das kann nicht im Sinne der Bürger sein, man sollte sich annähern, da gibt es Schiedskommissionen usw., aber unter diesen Bedingungen hätte er kein gutes Gefühl. Wenn sich nichts ändert, wählt er die Piraten. Antwort des BMs, kein Gespräch kommt mit SPD und WBF zustande, es gibt das Angebot von Dr. Harms oder ein Mediator.

Es folgte der Einstieg von Frau Brauer: „Sie möchte sich ihren Vorrednern anschließen. Die Bürger sind sehr unzufrieden und ich möchte mal ein bisschen was erklären. Ich glaube, das Problem liegt darin, wir haben einen neu gewählten Bürgermeister aber die alten Gemeindevertreter (Jubeltruppe klatscht drauf los) und die hängen nämlich zum Teil noch an dem alten Bürgermeister. Es wäre nur ehrlich und fair, wenn die Gemeindevertreter zurücktreten und Neuwahlen ermöglichen.“ (Klatschgruppe setzt ein. Anmerkung: Das sollten Sie sich nicht wünschen, ich glaube „Die Linke“ ist dann nur noch Geschichte in Wdf.)

Sölve Drawe, ehem. Kämmerin: „Ich möchte eigentlich sagen, ich sitze heute hier in einer Veranstaltung des Bürgermeisters und was ich hier wahrnehme, es wird permanent geschimpft und zwar gegen die Gemeindevertreter, was ich überhaupt nicht akzeptieren kann. Wir haben ein demokratisch gewähltes Gremium dort zu sitzen und es geht in einer Tour nur, was alles nicht ist. Es liegt auch oft daran, dass im Prinzip auf Seiten der Verwaltung die Beschlussvorlagen nicht konkret vorbereitet sind. Machen wir uns nichts vor, mit der ganzen U3 Förderung, sie ist im vorigen Jahr einmal kurz vorgestellt worden, aber was für Umbaumaßnahmen gemacht werden, ist bisher in keinem Gremium beraten worden. Dann braucht man sich auch nicht zu wundern, (Zwischenruf von E.Gutjahr, wer erzählt denn so was / Antwort in Richtung Gutjahr – ich, weil ich die ehemalige Kämmerin bin und bis zum Ende letzten Jahres in der Verwaltung war.) wenn der Gemeindevertreter abends dasitzt, überfordert von Tischvorlagen, wo er plötzlich entscheiden soll über 250.000 Euro, die im Prinzip vorher nicht detailliert besprochen worden sind. Das möchte ich einfach nur noch einmal sagen, um den Gemeindevertretern auch ein bisschen Rückhalt zu geben. Ich finde es nicht in Ordnung und ich finde ihre Art und Weise heute in dieser Form öffentlich zu sprechen nicht in Ordnung. Es sollen Anfragen an den BM sein und nicht gegenseitige Beschuldigungen.“

Der BM gab zu, dass die Vorlagen nicht optimal vorbereitet sind, aber es wird dauernd quer geschossen und die Verwaltung gibt sich Mühe die Vorlagen so gut wie möglich zu erstellen. (Antwort Drawe: Schieben Sie nicht immer die Schuld anderen zu / Krawall der Jubler) (Anmerkung ich: Nicht umsonst nennt man ihn Bürgermeister der Tischvorlagen – Tischlein deck dich, Schultheiß)

Ein neuer Redner ohne Namen und Gesicht (Nachtrag: Wilfried von Aswegen, Mitglied BI Unser Woltersdorf), in zwei Jahren nie in einem Ausschuss oder GV gesehen, aber er weiß alles. Zitat: „ Herr Bürgermeister, ich habe gestern ein Mitteilungsblatt der Gemeinde Woltersdorf im Briefkasten gehabt. Ich fass die Aussagen, die darin standen zusammen. 1) Sie verdrehen die Tatsachen, 2) Sie missachten die Kommunalverfassung, 3) Sie sind unzulänglich in Ihrer Leitungstätigkeit, 4) Die Verwaltung wird von Ihnen schlecht koordiniert und des weiteren haben Sie vollkommen den Überblick verloren, es ist eine gemeinsame Erklärung der CDU, SPD, WBF und einer Splitterpartei der FDP. Ich möchte an dieser Stelle sagen, ich als Woltersdorfer Bürger bin schockiert, wirklich schockiert, das eine solche Diffamierung über ein Mitteilungsblatt der Gemeinde bei uns im Briefkasten landet. (Donnernder Applaus der Jubeltruppe) Ich schäme mich ein bisschen, das sind Aussagen von drei, vier Parteien und wenn es Parteiaussagen gibt, dann sollen die Parteien es verdammt noch mal als Flugblätter drucken und auf Ihre Kosten in die Briefkästen der Bürger verteilen (Freudentränen und Jubeltaumel bei den BM Freunden) aber das Mitteilungsblatt wird aus unseren Steuergeldern bezahlt und ich weiß noch nicht einmal, ob das rechtlich zulässig ist was hier passiert ist. Ich habe mir die Mühe gemacht und habe das Mitteilungsblatt gelesen in dem der Herr Bürgermeister seine Position darstellt, es ist durchaus von vorn bis hinten kein böswilliger Vorwurf gegen die Gemeindevertreter enthalten.“ (Es grölte die Fangemeinschaft des Herrn Dr. Bürgermeister in überbordender Begeisterung.)

Anmerkung: Da andere auch Zwischenfragen riefen, dachte ich darf es auch und wollte von dem unbekannten Typen Beweise und nicht nur Anschuldigungen hören, der hatte ja niemals eine Sitzung besucht. Das passte dem Bürgermeister gar nicht und ich bekam als einziger Anwesender von ihm persönlich Redeverbot, na ja, ich hätte so allerhand aufs Tapet bringen können, aber das ist eben die Demokratie, wie sie unser geliebter Dorfführer versteht.

Auch die CDU beschäftigt sich mit der Bürgerversammlung

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