Bürgermeisterwahl Erkner 2018

Ein Gastbeitrag in redaktioneller Verantwortung des Verfassers.
Vor wenigen Wochen verkündigte während einer Veranstaltung des Mittelstandvereins Erkner der bald abtretende Bürgermeister Kirsch, dass er ein „gut bestelltes Haus hinterlässt“. Aus seiner Sicht ist diese Haltung verständlich. Doch ist das wirklich so?
In der Bürgerschaft gehen die Meinungen dazu auseinander. Entscheidend ist jedoch nicht die Bewertung der Vergangenheit, sondern die Bewältigung der Herausforderungen die vor uns stehen. Dabei hat der der zukünftige Bürgermeister besondere Verantwortung.

Führung der Stadtverwaltung
Der Bürgermeister ist als hauptamtlicher Beamter Leiter der Stadtverwaltung für die Dauer der Wahlperiode von acht Jahren. Mit seinem Team bereitet er Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vor und ist für deren Umsetzung verantwortlich. Im Rathaus stehen in den nächsten Jahren weitere Änderungen an. Altersbedingt gibt es Wechsel bei den Mitarbeitern. Die Digitalisierung muss weiter voranschreiten und das intern als auch extern mit besseren Serviceangeboten über das Internet. Offen ist noch wie es bei der Verwaltungsreform weitergeht.
Für diese Aufgaben ist nicht nur Fachwissen sowie Führungs- und Verwaltungserfahrungen wichtig, sondern auch eine hohe soziale Kompetenz.

Vertretung der Interessen der Bürgerinnen und Bürger
Der Bürgermeister ist der gesetzliche Vertreter der Stadt. Damit ist der Bürgermeister Mitglied in verschiedensten Gremien und Verhandlungspartner z.B. gegenüber der Bahn. Er ist verantwortlich für die Koordination der Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Umlandkommunen. Auf Grund des neuen Berliner Wohngebietes am Stadtrand mit bis zu 1000 Einwohnern wird eine gute Kooperation mit Berlin noch wichtiger. Gute Kontakte zur Verwaltung und zum Stadtbezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick sind dabei hilfreich.
Der Bürgermeister muss über sehr gutes Verhandlungsgeschick und integrative Kraft verfügen.

Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung Erkners
Eine umfassende Bürgerbeteiligung ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung. Dazu gehört mehr Transparenz über die Arbeit der Stadtverwaltung und die Möglichkeit sich einzubringen. Die guten Erfahrungen mit der Arbeit des Seniorenbeirates sollen für mögliche andere Beiräte genutzt werden.
Die in der Stadtverordnetenversammlung häufig anzutreffende Politik nach dem Moto „Jetzt sind wir dran!“ muss ein Ende haben. Nur durch eine zielorientierte Zusammenarbeit der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung können die zukünftigen Aufgaben gemeistert werden. Der Bürgermeister ist kein „Oberfraktionsvorsitzender“ einer Partei sondern gemeinsam mit dem Vorsitzendenden der Stadtverordnetenversammlung für ein gutes Arbeitsklima verantwortlich.
Ein parteiloser Bürgermeister ist kein „Parteisoldat“ und kann diese Aufgabe sehr gut meistern.
Für das Amt bewerben sich vier Kandidaten aus sicheren Arbeitsverhältnissen heraus. Für die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen meinen Dank. Ich wünsche mir, dass die nicht gewählten Kandidaten mit Ihrem Engagement, Wissen und Erfahrungen als engagierte Bürger weiter aktiv sind.
Um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern brauchen wir den besten Bürgermeister!
Für dieses wichtige Amt verfügt die parteilose Kandidatin Silke Voges aufgestellt durch die DIE LINKE über die besten Voraussetzungen.
Nach ihrem Studium der Wirtschaftspädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin arbeitete Silke Voges als Berufsschullehrerin. Seit 1993 ist sie in der Verwaltung des Stadtbezirkes Treptow und nach der Fusion der Bezirke in Treptow-Köpenick tätig. Silke Voges begann im Sozialamt, wechselte 2009 in die Personalentwicklung und führt diesen Geschäftsbereich seit mehreren Jahren. Sie hat in der Stadtverwaltung Berlins gute Kontakte zu den Fachbereichen und auch zum Stadtbezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick. Auf Grund dieser langjährigen Arbeit in der kommunalen Verwaltung hat Silke Voges die besten Voraussetzungen für das Amt des Bürgermeisters.
Neben der Vollbeschäftigung und Familie mit vier Kindern engagierte sich Silke Voges im Elternbeirat in Erkner. Als ehemalige Cottbuserin ist Silke Voges mit Land und Leuten bestens vertraut.
Frauen spricht man nicht ohne Grund eine hohe integrative Kraft und soziale Kompetenz zu. Über diese wichtige Eigenschaft verfügt Silke Voges. Sie kann verschiedenste Personen zusammenführen und für die Erreichung gemeinsamer Ziele begeistern.
Mit der Fraktion der Partei DIE LINKE in der Stadtverordnetenversammlung verfügt Silke Voges über ein sehr gutes „Hinterland“. Die Stadtverordneten und sachkundigen Einwohner der LINKEN vertreten fast alle Bevölkerungsgruppen in Erkner, verfügen über unterschiedlichste Qualifikationen und langjährige Erfahrung in der parlamentarischen Arbeit.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wählen Sie gemeinsam mit mir am 18. Februar 2018 Silke Voges zu unserer neuen Bürgermeisterin.
Dr. Steffen Schorcht