BM Vogel pfeift auf Anordnungen der GV


Foto: 26. Februar 2013; 14:00 Uhr

Seit langem plant Doktor Vogel eine Versammlung zum Thema „Leitbild Woltersdorf“. Eines unterscheidet diese Versammlung von seinen so geliebten Bürgerversammlungen, Vogel will keine Öffentlichkeit. Er hatte von Anfang an die Öffentlichkeit ausgeklammert, nur Vertreter der politischen Parteien sollten Zutritt erhalten.

In der letzten Sitzung der Gemeindevertreter wurde ihm von der Vorsitzenden Alexandra Doernbrack beschieden, so geht es nicht. Die Öffentlichkeit darf nicht ausgeschlossen werden, der Auftrag der Gemeindevertreter lautete, dies in der Gemeinde publik zu machen. Doktor Rainer Vogel schert sich nicht um Anweisungen der Gemeindevertretung, ja er pfeift geradezu darauf, siehe Abbildung.

Anstatt die erhaltene Anweisung auszuführen, die Öffentlichkeit einzuladen, hat er sich der Anordnung widersetzt und nur die Gemeindevertreter und die Sachkundigen Bürger eingeladen. Es schert Vogel nicht im geringsten, was die Gemeindevertretung beschließt!

Ich gehe heute Abend um 19:00 Uhr zu dieser Versammlung und lasse es darauf ankommen. Möchte er mich, als gewöhnlichen Bürger, ausschließen, dann muss er mich von der Polizei entfernen lassen. Ich möchte doch einmal wissen, wer ist Herr im Haus, der Bürgermeister oder die Gemeindevertretung.

Hier der Auszug aus der Gemeindevertretung vom Februar 2013:
Alexandra Doernbrack fragte, ob Vogel zu dem Termin Leitbild Woltersdorf am 26. Februar auch die Öffentlichkeit eingeladen habe. Seine, die Öffentlichkeit ausladende Form lässt die Kommunalverfassung nicht zu. Die Einladung sollte überarbeitet werden. Vogel wehrte sich wie die Zicke am Strick gegen unangenehme Öffentlichkeit und sagte, dies sei eine Arbeitssitzung, da brauche er niemanden einzuladen. Alexandra Doernbrack widersprach, es muss öffentlich ausgehangen und eingeladen werden. Der BM knurrte nur, gut kann ich machen. (Anmerkung: Hier war uns ein tiefer Blick in Vogels Demokratieverständnis gestattet).

  1. Bernd

    Die 15 TE haben sich aufgeklärt, besser gesagt eine Klärung scheint möglich. Der Förderbetrag wurde von Vogel beantragt und an die Gemeinde ausgezahlt. Davon wurde, so scheint es, die Projektfirma, die das Leitbild Woltersdorf betreute bezahlt. Interessant ist nur noch, wieviel wurde gezahlt und wurde etwas oder viel für’s Sommerfest abgezweigt. Jedenfalls bemängelte gestern ein Abgeordneter, dass die 15 TE nie irgendwo in den Ausschüssen auftauchten. Das nenne ich erfolgreiche Geheimpolitik, am Volk vorbei.

  2. Minerva McGonagall

    Hoffentlich ist er nicht mit den 15.000 EUR für das Leitbild durchgebrannt.
    Nach Indien oder doch noch in den Skiurlaub.

    M.

  3. Bernd

    Soviel ich verstand ist Herr Doooktor Vogel unpässlich, Herr Tauschek leitete die Veranstaltung. Es waren 10 Bürger, 8 Abgeordnete und Sachkundige Bürger gekommen. Erwartet wurden sie vom Veranstalter, Oliver Massaski und unseren Kämmerer. Es gab keine Platzverweise und Handschellen, warum Vogel die Öffentlichkeit fernhalten wollte, wissen nur die Götter.

    Beim Inder kann Mann/Frau auf einem Nagelbrett hocken, mit der Blockflöte Schlangen bändigen und sich rundherum mit Meditiation vollfressen und seine Mitmenschen volllabern.

  4. Minerva McGonagall

    Na, so schlimm wird es sicher nicht werden.
    Und der Stasi-Knast in Hohenschönhausen ist ja auch nicht mehr in Betrieb.
    Bestimmt wird der BM ein bisschen hyperventilieren, schnappatmen
    und in seinem fränkischen „Dialekt“ unverständlich herumknödeln.
    Hoffentlich kollabiert er dabei nicht.

    Von seiner Reise nach Indien (nach Rahnsdorf) ist er, wie es scheint zurück.
    Ist es für ihn überhaupt ideologisch erlaubt, indisch zu essen ?
    Ich meine: Gemüse, Reis, dazu womöglich noch Fleisch ?
    Ich meine, die Grünen stehen doch so auf regional, saisonal und möglichst fleischlos.
    Und wir sind doch hier kein Reisanbaugebiet, noch gibt es derzeit frisches Gemüse aus Brandenburg…
    Politisch korrekt müsste er sich mit runzligen Kartoffeln, runzligen Äpfeln, Sauerkraut, Weißkohl, Rotkohl und vor allem mit Kohlrüben über den Winter bringen, natürlich fleischlos, ohne das geliebte teure Olivenöl (haben wir hier Olivenhaine?), bestenfalls ein saurer Apfelwein zum Kohlgericht.
    Na, die Askese die man anderen verordnet, schmeckt dem grünen Gourmet dann doch nicht.

    Minerva.

  5. Bernd

    Nun, die Abgeordneten und Sachkundigen Bürger bekamen es bestimmt zugeschickt. Ich fand ein Exemplar im Schaukasten. Die Sitzung halte auch ich für überflüssig, dennoch würde ich gerne wissen, ob er mich des Saales verweist, bin ich doch nur ein Bürger ohne Gemeindeweihen. Da bietet sich bestimmt auch die Gelegenheit nach den verschollenen 15.000 Euro zu fragen, die Vogel im letzten Frühjahr für das Leitbild kassierte.

    Bernd zitternd, in Angst vor seiner bevorstehenden Verhaftung

  6. Minerva McGonagall

    Im Sitzungskalender auf der Homepage der Kommune ist der heutige Termin nicht zu finden.
    Es wird also eine Sitzung geben, die keine Sitzung ist,
    bei der auch keine Beschlüsse gefasst werden können.
    Es kann noch nicht einmal ernsthaft diskutiert werden,
    weil alles, was dort besprochen wird, zu behandeln ist,
    als wäre es nicht besprochen worden.

    Es war doch Dr.Vogel der seinerzeit von „Filzokratie“ gefaselt hat, oder ???

    Die Partei von Herrn Gutjahr
    (ich vergesse immer den aktuellen Namen der Partei,
    weil, der wechselt so oft…),
    wird diese Vorgehensweise aber normal finden,
    war ja schließlich beim ZK auch nicht anders.
    Wobei:
    da stand das Leitbild sowieso von vornherein fest und musste gar nicht mehr diskutiert werden.
    Es wurde einfach auf große rote Transparente geschrieben und
    an vor sich hin rottende sozialistische Gebäude gebammelt.
    Wer dem Leitbild nicht zu folgen bereit war,
    dem klopfte ein gewisser Herr Mielke liebevoll auf die Schulter.

    Na, so weit wird es hoffentlich in Woltersdorf nicht kommen.

    Minerva.

Kommentare sind geschlossen.