Bauausschuss Teil1 – September 2012

Edgar Gutjahr ritt gut gelaunt auf einer Tagesordnung in den Saal, die es in sich hatte. Er kämpfte den ganzen Abend einen vergeblichen Kampf, sein Werk zu kürzen. Zweimal schaffte er es, Abgeordnete abzuwürgen, ein drittes Mal klappte es nicht, bei Monika Kilian biss er auf Granit. Den Bauausschuss leitet er gut, da ist er deutlich besser als bei den stümperhaften Inszenierungen unserer ach so spontanen Bürgerbefragungen. Heißt’s nicht Schuster, bleib bei deinen Leisten? Genosse Gutjahr denken Sie mal drüber nach.

Die Tagesordnung kam trotz seines Elans sofort ins Stocken. Günter Neumann (CDU) bemerkte an, dass, bedingt durch die vom BBM skizzierten enormen Schulden, eigentlich nichts mehr beschlossen werden kann, bis der Haushalt 2013 endgültig steht. (Anmerkung: Im Klartext, er wollte, dass die Tagesordnungspunkte abgesetzt werden). Nach diesem kleinen Zwischengeplänkel startete Baumamtsleiter Joecks mit seinem Bericht.

Der Gehwegbau in der Schleusenstraße. Die planerische Vorbereitung sei weitergetrieben worden. Er gehe davon aus, dass der Baubeginn nicht mehr in diesem Jahr stattfinden werde. Es gäbe außerdem von den Anwohnern mündliche und schriftliche Äußerungen, die hoffentlich in der Anwohnerversammlung am 09. Oktober geklärt werden könnten. (Es hörte sich wie eine Grabrede auf ein todkrankes Projekt an.)

Sein nächster Schwerpunkt, die Risse im Asphalt. Eine Straßenbegehung fand statt und die Sanierung soll noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Zur Weiterplanung der Vogelsdorfer Straße vor dem Schulgelände und zu der Schulhofentwässerung nebst Gestaltung, werde von dem Planungsbüro PFK später vorgetragen. Beim Straßenbau Körnerstraße, in dem die Anlieger in Eigenregie bauen wollen, stellte Herr Joppa vom TVR Ingenieurbüro in der Sitzung die Fortschritte in der Entwurfsplanung vor. Die Planung musste beschlossen werden, um sie am 17. Oktober noch einmal in einer Anliegerversammlung vorzustellen.

Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges, das sogenannte Fidusdenkmal, wurde eingezäunt und werde demnächst soweit hergerichtet, dass es gefahrlos besucht werden kann.

Dann kam Herr Joecks auf den Anlegersteg an der Strandpromenade zu sprechen, der wird zum Saisonende für die Schifffahrt wegen Baufälligkeit gesperrt, da der Schaden mangels Geld, nicht kurzfristig beseitigt werden könne. Das bedeutet, dass im nächsten Jahr die drei Fahrgastschifffahrtsunternehmen dort nicht mehr anlegen können. Ein Unternehmen trifft es besonders hart, es war seine einzige Anlegestelle am Flakensee. Frau Hoffmann warf noch ein, dass der Anlegesteg zwar 2009 saniert wurde, aber ein Balken durch Pilzbefall so morsch sei, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet sei.

Für die Baumpflege müssen, bedingt durch Einsatz von Technik und Entsorgung der Grünabfälle, insgesamt 20.600 Euro gezahlt werden. Im Bereich des Gebäudemanagements finden zur Zeit die Überprüfungen der Schlussabrechnungen für den Neubau der FAW statt. Weitere Sanierungsmaßnahmen in den „Bunten Häusern“ sind für die Weihnachtsferien angedacht. Die Baugenehmigung für die Mehrzweckhalle hängt noch immer fest. Das Prüf-Büro für Brandschutz kann erst Ende Oktober sein Ergebnis liefern.

Monika Kilian (SPD) hatte noch Fragen an den Bauamtsleiter und auch einige Hinweise. Sie wollte von ihm wissen, wieso es auf einmal anderslautende Äußerungen von Anwohnern in der Schleusenstraße gebe, wo doch vorher gesagt wurde, alles sei klar?

Dietrich Joecks merkte an, dass alle Fraktionen die schriftlichen Stellungnahmen der Anlieger bekommen haben, aus denen geht hervor, dass ein Neubau des Gehweges nicht nötig sei, sondern nur Instandhaltungsmaßnahmen, dass man auch die andere Seite gleich mitmachen sollte und die Straßenbahngleise verlegen etc. Die Quintessenz wird sein, entweder die Planung wird weitergeführt oder sie, die Abgeordneten, verabschieden sich davon. (Anmerkung: Klar ist nichts, der Gehweg ist für Woltersdorfer Verhältnisse im Bestzustand vorhanden, somit kommt nur eine Instandhaltung in Frage, die Fragen um die Instandhaltung hat ein BGH Urteil geklärt. Ein Neubau, um den Einwohner die Zeche für frühere Versäumnisse aufzudrücken nicht mehr durchsetzbar. Fährt dort ein Fahrrad, auch wenn’s dem BM gehört, muss laut StVO der Gehweg durchgängig eine Mindestbreite von 2.50 Metern haben). Der Linke Gutjahr würgte an dem Punkt die Diskussion ab.

Teil 2 kommt etwas später

  1. unbekannt

    vielleicht hat er sich vorher therapiert, im wald eichen umarmt, mit den ästen gekuschelt 🙂

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