Bauausschuss Teil 3 – Nov 2011

Punkt 9: Vorstellung Entwurfsplanung Werderstraße. Den Vortrag über den Gehweg in der Schleusenstraße hat die Dame ja noch halbwegs mit einer schlechten Grafik, aber verständlich hinbekommen. Hier, bei diesem Punkt müssen wir passen, die vortragende Dame ist in ein rasendes Sprechtempo verfallen, nuschelte und stammelte ohne Punkt und Komma, ein sprachliches Fiasko. Hinzu kommt die berühmte Akustik des Ratssaales und dann ging nichts mehr. Das einzige was ich mitbekam, es gibt zwei Varianten, eine für 138.5 TE, die andere für 143.5 Euro, hier brauchte ich ebenfalls einen Vorleser. Schwarze Zahlen auf braunem Grund – das ist eine Firma.

Vorgezogen Punkt 11: Einleitung der Planung für den Regenwasserkanal in der Weinbergstraße. Nach dem sich herausstellte, dass das Regenwasser auf dem Schulhof der FAW und Grundschule nicht ausschließlich über Mulden und Biotop versickern kann und sich ebenfalls herausstellte, dass die alten Leitungen nicht mehr brauchbar sind, hat die Gemeinde einen neuen Plan. Ein Regenwasserkanal in Richtung Seestraße soll die Wassermengen aufnehmen. Baut die Gemeinde das Teil, muss sie es alleine, ohne Anliegerbeteiligung, bezahlen. Baut sie es aber im Zusammenhang mit dem Straßenbau in der Weinbergstraße, dann können die Kosten auf die Anlieger umgelegt werden. Jens Mehlitz (WBF) meinte, wir bauen in der Weinbergstraße für die Schule und die Anwohner sollen es bezahlen. Amtsleiter Joecks widersprach, die Aussage ist falsch, die Anwohner würden auch an das Rohr angeschlossen und es hätte immer Vorteile kanalgebunden zu entwässern.

Punkt 10: Diskussion und Beschlussempfehlung zur Änderung der Haushaltsstelle „Verkehrswegebau – Schulwegsicherung Weinbergstraße“ Dietrich Joecks: Die Entwicklung in diesem Jahr hat uns vor Probleme gestellt, die wir lösen müssen. Wir haben in diesem Jahr 117 TE zur Verfügung. Es geht darum, diese Summe sinnfällig so aufzuteilen, dass ein gewisser Teil in diesem Jahr und das ein anderer Teil im nächsten Jahr zur Verfügung stehen wird. Angeschoben wurde bereits als Erstes die Straßenbeleuchtung mit 51 TE sowie Zweitens, die Planungsleistungen des Büros Höhn in Höhe von 13 TE müssen bezahlt werden. Es verbleiben dann von der Ursprungssumme von 117 TE noch 53.5 TE übrig, die in den Haushalt 2012 geschoben werden sollen, um mit der Regenwasserleitung weiterzumachen.

Punkt 12: Auswertung des Interessenbekundungsverfahren Photovoltaikanlage auf dem Dach der FAW. Gebäudemanager Siegfried Wendt, der sich schon lange, im Auftrag des BM, mit Gisela Berndt und ihren solaren Sorgen beschäftigt, trug vor: Es gab drei Bewerber, einer zog seine Bewerbung zurück. Da waren es nur noch Zwei. Jetzt entwickelten BM und Gebäudemanager ein Bewertungskonzept, um den passenden Bewerber herauszufiltern. Anmerkung: Also mein innerer Filter verleitete mich schon vor einer geraumen Weile hier zu verkünden, dass bei dem IBV nur Gisela Berndt herauskommen kann. Die Beiden bastelten ein Punktesystem: 1. Erfahrung bei solchen Sachen; 2. die zu erlösende Miete; 3. das technische Konzept; 4. Organisation; 5. beigelegte Entwürfe; 6. Wohnort als wichtiges Kriterium und 7. politische Relevanz. Bewertet und entschieden hat dann unser BM mit seinem fachmännischen Wissen: 31 Punkte für die Familie Wolter und 52 Punkte für Gisela Berndt. Hab ich’s nicht schon vorher gesagt, so ist es eben in Woltersdorf.

Nun wollen wir das mal zerpflücken:
Punkt 1:welche Erfahrung hat denn Gisela Berndt, ich hab hier des Öfteren darüber geschrieben, geben Sie mal in die „Interne Suche“ auf der Startseite ein: Gisela Bernd, Solar oder Photovoltaik. Da habe ich mich ausführlich darüber geäußert.
Punkt 2: ist einfach lächerlich, da es um Peanuts geht, 100 bis 200 Euro Jahresmiete.
Punkt 3: das technische Konzept? Der beurteilende BM ist Laie und der Gebäudemanager hat erst einen Lehrgang in Solartechnik besucht. Das sagt wohl alles.
Punkt 4: Organisation, welche Kriterien wurden da aus dem irre weitem Begriff Organisation passend herausgesucht.
Punkt 5: beigelegte Entwürfe, wo sind die eigentlich? Keiner bekam sie zu sehen, seltsam!
Punkt 6: Wohnort. Ist der wichtig? Die Anlagen wurden uns immer als fast wartungsfrei und absolut stabil beschrieben.
Punkt 7: politische Relevanz. Relevanz ist eine Bezeichnung für die Bedeutsamkeit oder Wichtigkeit, die jemand etwas in einem bestimmten Zusammenhang beimisst. Was ist hier bei Gisela Berndt als so viel mehr politisch bedeutend und wichtig für die Gemeinde als bei Fam. Wolter anzusehen? Ist es vielleicht ihre Mitgliedschaft im Mittelstandsverein, wo der BM meist mit am Tisch sitzt, die solche herausragende politisch bedeutende Wichtung für die Gemeinde hat? Für meinen Geschmack empfinde ich das ganze Auswahltheater mehr als abstoßend und für die Gemeinde Woltersdorf als politischen Tiefschlag.

Punkt 13. Vorstellung und Diskussion des Konzeptes mit Kostenübersicht zum Verkehrwegebau. Über den Punkt wurde von Amtsleiter Dietrich Joecks ein Vortrag gehalten, ohne eine Tabelle an die Wand zu werfen. Zahlen nannte er nicht, er sagte: die Zahlen haben Sie in der Tabelle vor sich, die einen kursiv bedeuten dies und die andern das (mit/ohne Gehweg). Es war zwar ein öffentlicher Punkt und wurde öffentlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Abgeordneten besprochen. Keiner von ihnen nahm zur Kenntnis, wie sich bei diesem Punkt der Saal leerte. Die Zuhören fühlten sich eben ausgeschlossen.

Es ist mir schleierhaft, wie die MOZ aus dem im Bauausschuss nicht Gesagten und Gezeigten eine Tabelle zauberte, die aber nicht zu sehen war. Ist die MOZ nun Hellseher oder Sprachrohr der Verwaltung. Jedenfalls geht die Vorstellung der Tabelle über die wahre Wirklichkeit im Bauausschuss hinaus?

Zum Schluss einmal zu Jelle Kuiper, dem Vorsitzenden des Ausschusses. Ich fand es gut, dass er Herrn Gifhorn sein Mikrophon beim Vortrag am PC zuschob. Noch schöner wäre es gewesen, er hätte es auch der nuschelnden Planerin der Werderstraße zugeschoben. Es wäre auch gut, wenn der Vorsitzende diejenigen, die mit einer heißen Kartoffel im Mund sprechen zu mehr Deutlichkeit auffordern würde. Super wäre es, wenn die Verwaltung an dem Platz ein Mikrophon installiert.

  1. D.Stagge

    Seite 10; Mitteilungsblatt Nov. / Dez. 2011 Die Verwaltung schlägt Gisela Berndt Solar- und Dachtechnik vor. 🙂 Das ist schon vor geraumer Zeit geschrieben worden, dann gedruckt und gerade verteilt und jetzt beraten eure Gemeinderäte, wo doch der Bürgermeister längst nach Gusto entschieden hat. Die Zeit für den Smalltalk könnt ihr euch schenken, der macht mit euch doch sowieso was er will 🙁 Lass die Finger von Politik, die ist schmutzig und besonders östlich von Berlin

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