Bauausschuss Teil 2 – September 2012

27. September 2012 Aus Von BerndWohlers

Für den nächsten Punkt, die Körnerstraße gönne ich mir nächste Woche einen Extra-Artikel.

Unser Kämmerer, Gerd Tauschek, hatte als nächster das Wort. Er warf wieder seine Zahlen an die Wand. Es ging um die angemeldeten Wünsche aus dem Bereich Bauamt für das Jahr 2013. Er erläuterte, dass alle Daten bis einschließlich 20. September von ihm erfasst worden seien. Der Ergebnishaushalt signalisiert ein stetes weiteres Absinken ins Negative. Im Jahr 2015 sind wir dann bei einem Minus von 547.376.00 Euro angekommen. Auch die Entwicklung in der Liquidität folgt diesem Trend. Im Jahr 2013 bleiben noch 397.481,00 Euro als liquide Mittel übrig. Allerdings sei da schon der Bau der Mehrzweckhalle mit 2.470 Mio. Euro berücksichtigt worden. Für den Baubereich stellte er einzelne Punkte vor und empfahl den Fraktionen intern noch einmal darüber zu reden, denn es müssen Einsparungen und Anpassungen vorgenommen werden. Hier nur einige Punkte aus dem geplanten Haushalt 2013. Der Werkvertrag der GWG schlägt mit 340 TE, könnte noch höher werden, zu Buche, für Sachverständige und Gerichtskosten stehen 15 TE, Straßenbau, Sanierung Am Stolp 180 TE, wassertechnische Anlagen (Spülung von Kanälen) 45 TE etc.

Monika Kilian fragte nach, wann sie definitiv noch genauer Zahlen, wie Steuereinnahmen usw., bekommen könnten. Gerd Tauschek erwiderte, dass sie Orientierungsdaten bekommen etwa Ende September/Anfang Oktober. Der BM meldete sich zu Wort und bemerkte nur kurz, die Zahlen sind da, grad im Posteingang gefunden. Günter Neumann schwebte aufgrund der Zahlen nun eine Fusion mit anderen Gemeinden vor. Gerd Tauschek riet davon ab: Wir sollten lieber eigenständig bleiben.

Nächster Punkt, die Entwässerung des Schulhofes. Frau Wahrlich von der PFK stellt zum x-ten Mal die Entwässerungsanlage in die Vogelsdorfer Straße vor. Das einzig Neue waren die Kosten. Die Summe stieg inzwischen von 100 TE auf rund 200 TE inklusive Planungshonorar.
(Anmerkung: So ganz neu kann es nicht gewesen sein, schon vor Jahr und Tag schätzte das Planungsbüro Höhn die Kosten des Schulhofes auf eine Summe von 600 TE und Gifhorn noch früher auf 200 TE, als die Abgeordneten vergessen hatten, die Kosten des Schulhofes mit einzuplanen).

Auf Nachfrage von Herrn Kieselbach, wie diese Kostensteigerung gegenüber der letzten Planung vom 24.05. zustande gekommen sei, erläuterte Frau Wahrlich. Das Projekt hat sich in zwei Teile aufgeteilt. Die erste Summe von 85.106,27 Euro ist die reine Grundleistung der Entwässerung und Erdarbeiten. In der zweiten Summe von 87.464,75 Euro befindet sich die Schulhofgestaltung und Beleuchtung zwischen dem alten Schulgebäude und dem Flachbau. Die Empfehlung des Bauausschusses zur öffentlichen Ausschreibung wurde einstimmig angenommen.

Die Vogelsdorfer Straße rückte nun in den Fokus der Abgeordneten. Auch hier trug Frau Wahrlich die neusten Pläne vor. Es geht um die Schulwegsicherung vor dem Schulgelände, um ca. 150 Meter Vogelsdorfer Straße. Sie stellte uns drei Varianten vor. Die Variante eins zeigt einen breiten Ausbau vor dem Schulgelände der Straße von 5 Metern auf 6 Meter, das bedeutet, dass davor und dahinter alles auf eine Einengung zulief. Dann kam Variante zwei, die Planung des Büros Höhn, die einen Geh-Radweg, einen Fußgängerüberweg, und am Anfang und am Ende der 150 Meter eine Aufpflasterung vorsieht. Frau Wahrlich führte dabei aus, dass bei einer Begehung mit Herrn Schröder vom Straßenverkehrsamt, festgestellt wurde, dass in einer 30er Zone keine Radwege zugelassen werden. Die Variante drei sieht eine Mischverkehrsfläche vor, auf der alle Verkehrsteilnehmer: wie Autos, Radfahrer, Busse und Fußgänger, gleichberechtigt sind. Die Flächenabgrenzung würde durch Bäume erfolgen. Parken wäre dort aber nicht möglich, ein kurzer Halt ja. Solche Mischfläche wurde in Deutschland bisher selten umgesetzt, es wäre für Woltersdorf ein Novum. Allerdings am kostenintensivsten. Die Variante eins kostet 158.759,69, die zweite 227.433 und Variante drei 239.886,15 Euro. Diese Summen beinhalten nur die reinen Baukosten, hinzu kommen die Planungskosten.

Die einhellige Meinung der Abgeordneten tendierte zu Variante 3. Monika Kilian fragte noch einmal bei unserem Baumamtsleiter nach, welche Summe sich inklusive Planungskosten ergeben würde, worauf Dietrich Joecks antwortete, 267 TE. Gerd Tauschek merkte an, das frühestens 2016 gebaut werden könne. Auch der Punkt Fördermittel wurde noch einmal kurz angesprochen, aber wo noch keine Planung feststeht, können keine Fördermittel beantragt werden.

Der Zeiger der Uhr erreichte 22:00, die Zeit drängte, es standen noch drei Punkte zur Diskussion. Kurze Beratung und zwei Punkte wanderten in den Wartesaal für die Novembersitzung. Es blieb Punkt 12, Maßnahmen zu Straßenreparaturen im laufenden Haushaltsjahr, er sollte noch durchgewunken werden.

Frau Hoffmann erklärte: Zwei Schwerpunkte liegen an. Als Erstes müssen 22 Meter unbefestigte Straßen bearbeitet werden. Es soll aber kein Straßenhobel eingesetzt werden, sondern Naturschottermaterial, das hält länger. Bei den Straßen handelt es sich um die Herta- und Eichbergstraße. Das andere Problem sind zusammengerechnete 320 Meter Risse im Asphalt der Straßen. Auch die müssen im Herbst noch repariert werden. Aus ihrem Budget stehen noch 23 TE zur Verfügung, die sie dafür einsetzten möchte. Sie braucht nur die Zusage der Abgeordneten dafür, die sie auch erhielt.