Bauausschuss Teil 2 – März 2012

Der 18. September 2010 war ein warmer Samstag, ich freute mich meines Schreiberlebens und ahnte nicht, dass mich gerade die Weinbergstraße in Fesseln legte. Erstmals schrieb ich über den unbefestigten Weg, dann folgten bis heute 43 weitere Artikel die sich u.a. mit dem Dauerthema beschäftigten. Heute ist es März, kalt, es regnet und die Weinbergstraße hat sich wieder in meinen Computer geschlichen, fangen wir an.

Dietrich Joecks präsentierte das Planungsbüro PFK, Herrn Kaufmann, der schon lange feststellen sollte inwieweit das Regenwasser des Schulhofes in die Vogelsdorfer Straße abfließen kann. Der Planer steuerte schnurgerade auf des Bauamts liebstes Kind – Regenrohr über Weinbergstraße zur Seestraße – zu. Alles grinste, wir auch, Herr Kaufmann muss ein gutes Gespür für Menschen haben, sachte steuerte er um, die Entwässerung über die Vogelsdorfer Straße wurde von Satz zu Satz möglicher. Zu den monitären Tatsachen gehörte als erstes dem Bauamt den faulen Zahn ziehen, dass die Entwässerung um die 130.000 Euro kosten sollte. Dietrich Joecks murmelte etwas von, wir wollen doch keinen übern Tisch ziehen, die Summe war nur eine Spielsumme, zum planen gedacht. Das hätte er vorher sagen sollen, so lebten alle Anwohner in Angst und Schrecken vor dem kommenden Unheil.

Die Entwässerung kostet laut Planer nicht 130 TE, sondern über die Weinbergstraße 66 TE plus 17 TE für den Schulhof. Für den Anschluss des Schulhofes an die Vogelsdorfer Straße kommen auf die Gemeinde 33 TE zu. Eine Entwässerung über die Weinbergstraße entfällt dabei komplett. Da hat die Gemeinde die billige Lösung lange verhindert, warum, weil die Kosten, im Gegensatz zur Weinbergstraße, nicht auf irgendwelche Bürger umgelegt werden können. Nach ausführlicher Anhörung der Anwohner und Diskussion aller seit Jahren bekannten Für und Wider, entschieden sich unsere Abgeordneten für die Lösung – Abfluss über die Vogelsdorfer Straße. Dafür wurde der Kämmerer beauftragt, die vorhandenen Mittel von 45 TE von der Weinbergstraße auf die Vogelsdorfer Straße umzuschichten. Einzige dunkle Wolke am Horizont, der Straßenbau Weinbergstraße ist noch nicht vom Tisch.

Ganz verwundert waren wir über die fast alle Fraktionen umfassende Solidarität mit den Bürgern der Weinbergstraße, nur Die Linke wollte starr am Alten festhalten. Sah es doch zu Beginn ganz anders aus, da gab es nur ein Forum in Woltersdorf, das immer beklagte, wie wenig sozial ausgewogen das Projekt sei. Die Einwände des WBFs, so sah es lange aus, hatten wenig Aussicht mehrheitsfähig zu werden. Steter Tropfen höhlt den Stein, so verankerte sich auch bei den anderen Parteien zunehmend die soziale Sichtweise, die konträr zum Blick des Bauamtes war. Es waren Heinz Vogel (WBF-Vogel) und insbesondere Jens Mehlitz, die sich unermüdlich für die, die Anwohner der Weinbergstraße schonende Lösung einsetzten. So können wir nur hoffen, dass dieser Vorschlag eine Mehrheit in der GV findet. Gratulation!

Heute hat es nicht mit allen Themen geklappt, morgen folgt der Rest.