Bauausschuss Teil 1 – Mai 2012

Sie hatten eine prallgefüllte Tagesordnung abzuarbeiten. Es begann nach der üblichen Einleitung mit dem Bericht des Bauamtsleiters. Den übernahm Frau Hoffmann, da Dietrich Joecks im Urlaub ist. Sie berichtete über Schulerweiterungsbau, da sei die Fassade fertig und abgenommen. In den Räumen wird in der zukünftigen Aula das Parkett verlegt und die technischen Anlagen werden Ende Mai Anfang Juni einer Funktionsprüfung unterzogen. Die letzten Mängel in der Alten Schule werden noch beseitigt und dann kann sie noch im Mai übergeben werden. Der Ahés Pfuhl soll wieder renaturisiert werden, es wird versucht Fördermittel zu bekommen. Im Bereich Straßenbau wird nun das Los 5 (Schulwegsicherung) in der Vogelsdorfer Straße wieder aufgenommen werden und auch die Körnerstraße ist im Gespräch. Die Erschließungsarbeiten in der Karl-Liebknecht-Straße sind angelaufen, es wurden schon Grundstücke vergeben und Bauanträge gestellt. Im Sanierungsgebiet Werderstraße sind am 16. April die Arbeiten aufgenommen worden und Planungsbüros sind gebeten worden für den Spielplatz südlicher Ortskern Gestaltungsvorschläge abzugeben.

Dr. Port (Die Linke) wollte wissen, ob der Zugang in der Werderstraße an den Flakensee jetzt wieder möglich ist, ob mit dem Eigentümer gesprochen wurde. Der BM erklärte, dass die Eigentümer das Stück für den Zugang an den See nicht verkaufen wollen oder können. Man kommt nur noch bis auf 10 Meter an den See heran. Edgar Gutjahr, meinte sich erinnern zu können, dass es mal im Zusammenhang mit dem geplanten Bau eines Hotels angedacht war einen Rundweg am Wasser zu schaffen. Er bat, das einmal zu prüfen.

Christian Ohlrich für Baumkontrolle zuständig, gab einen kurzen Abriss über das Jahr 2011. Es wurden 4000 Bäume begutachtet. Davon sind 1800 Bäume Uraltbestand und der muss unbedingt regelmäßig gepflegt werden. Es mussten 30 Bäume gefällt werden und bei 304 Bäumen wurden die Kronen gepflegt. Alles zusammen kostete in 2011 rund 40 TE. Er schlug ebenfalls eine Änderung der Baumsatzung vor. Ihm schwebt vor, das Garteneigentümer, die Bäume fällen, keine Neupflanzung vornehmen müssen, sondern eine finanziellen Ausgleich in Gemeindekasse zahlen, zweckgebunden für Nachpflanzungen in den Alleen. Herr Kieselbach (CDU) fragte, wer denn am Berghofer Weg, auf dem Industrie Gelände, eine riesige Fläche Baumbestand abholzen lassen. Antwort von C. Ohlrich, diese Fläche unterliegt nicht der Baumschutzsatzung, sondern gilt als Wald, der Spediteur Albrecht hat das veranlasst.

Punkt 7, es ging um die Namensgebung der neuen Straßen im Bebauungsplan Gebiet des Lerchenfelds. Die Verwaltung hat sich in Namen von Planeten verliebt, Monika Kilian: Ich finde sie bescheuert, wir haben das Wohngebiet Lerchenfeld genannt, da müssen die 4 Straßen passend benannt werden. Der BM findet an den Planetennamen nichts falsches, es geht über die Lerche hinaus bis zur Karl-Liebknecht Straße und außerdem musste alles sehr schnell gehen. Matthias Schultz mochte sich auch nicht an den Planeten erwärmen und wollte wissen, ob jemand auf die Idee gekommen ist die Anwohner zu befragen. Nein, erwiderte der BM. (Anmerkung: Anwohner, Volk, Bürger befragen???) Sie kamen dann auf die Idee, die Nummern mit Buchstaben zu kombinieren und die Stichstraßen mit den bereits vorhandenen Namen weiterzuführen, wie z.B. Heidering 2d. Unser BM, ehemaliger Taxifahrer, findet es furchtbar nach Buchstaben zu suchen, er findet die Planetennamen viel besser. (Anmerkung: wie wäre es mit „Sonnenkönigstraße“ obwohl die Sonne kein Planet ist, aber dem BM gefiel eine Sonnenstraße) Jürgen Damaschke fragte: Wie sollen die Leute diese Planetenstraßen finden, die sind hinten drin. Fa müsste vorne an ein Doppelschild stehen. (Anmerkung: z.B. hier Heidering – hinten dann Jupitergasse) Der Straßensalat wird noch einmal im August serviert.

Punk 8, Herr Tauschek stellte dem Ausschuss den Entwurf seines Haushaltplans vor, dazu verweise ich auf „Finanzausschuss Mai 2012“. Einzig neu ist, die Straße Am Stolp, dort gibt es ein Wasserproblem mit Unterspülungen, wo bereits der Hang abrutscht. Die Kosten muss Gerd Tauschek noch in den Haushalt einarbeiten, weil für solche Reparaturen nur 30 TE eingestellt sind und schon jetzt 45 TE geschätzt werden. Kosten, auf denen die Gemeinde voll sitzen bleibt.

Ein zweiter Teil folgt bald

  1. Auahenne

    Ich schließe mich dem Kommentar meiner Vorgängerin mal an und möchte in Bezug auf die geplanten kosmischen Straßennamen den BM ergänzend fragen: Welchen Bezug haben denn die Straßen eines ländlichen Lärchenfeldes mit den Planeten eines unendlichen Weltalls ?
    Ländliche Straßennamen sollten doch eher den Fremden richtungweisend sein. Wie bspw. die Vogelsdorfer Straße den Weg nach Vogelsdorf zeigen. Oder man mit dem Straßennamen die Nachwelt an die hervorragenden, identitätsstiftenden, neuen Erstbewohner erinnert.
    Man könne sich ja auch mal (historisch betrachtet) mit der Entstehungsgeschichte von Haus-, Hof-, Straßen- und Ortsnamen und den Bezug zu ihren Bewohnern befassen.
    Wir hatten die Diskussionen der Straßenbe- und -umbenennungen schon mehrmals in unserem Dorf. Zeitweilig sogar sehr heftig, was man auch im alten „Woltersdorfer Nachrichtenblatt“ aus den 90-er Jahren noch nachlesen könne. Bei allen heftigen Diskussionen in den Gemeinden wurden auch die Anwohner befragt, um letztendlich demokratische Mehrheitsentscheidungen zu treffen. Nur BM Vogel will uns seine eigenen Himmels-Visionen auf amtlichem Wege verkünden, mit welchem Recht ?

    Ehemalige Feldwege eines Kleinkleckerdorfers nach überdimensionierten, kosmischen (oder politischen ?) Größen zu benennen, hat nach meinem Empfinden immer etwas von lächerlichem Größenwahn. – Ach bitt’schön, bleiben wir Dorfbewohner doch angemessen und bodenständig. Besonders, wenn in den neuen Ansiedlungen wieder mal eher enge Gassen als Straßen befahrbar werden.

  2. Minerva McGonagall

    Die Planeten-Nummer des BM für die Straßen im Lerchenfeld ist lustig.
    Wahrscheinlich hat der BM morgens sein Horoskop gelesen, dann kam ihm die fixe Idee mit den Straßennamen…
    Dass er mal Taxifahrer war, wer hätte das gedacht ! Vermutlich fuhr er das Modell „Rickscha“: er wäre besser dabei geblieben.
    Die Straßen im Lerchenfeld sollten sinnvoll und passend eher irdisch benannt werden, also eher Flora und Fauna statt Universum.
    Wie wärs mit Heckenrosenweg, Huflattichweg, Gänseblümchengasse…etc.
    Irgendwie hat der BM ein treffsicheres Gefühl beim Griff daneben.

    Minerva

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