Bauausschuss 06. 2018 – Teil 3; Krähenwinkel

Punkt 8. Bebauungsplan „Stolper Weg/Kiesweg“ – Vorstellung des städtebaulichen Konzepts
Kerstin Marsand dazu. Der Bebauungsplan Stolper Weg/Kiesweg würde die Gemeinde schon eine Weile begleiten.
(Anmerkung: Seit Ex-BM Höhnes Zeiten. Kein Bauamtsleiter wollte mit Schnieber. Nun geht’s auf Umwegen weiter).
Das Konzept wurde letztmalig am 21.02.2017 durch Venture 2000 MK GmbH, Herrn Schnieber, vorgestellt. Inzwischen gab es eine Änderung bei dem Investor des Vorhabens, deshalb kam im letzten Bauausschuss der Wunsch auf, dass der neue Investor das Projekt und sich selber einmal vorstellen solle.
(Anmerkung: Dirk Nitsche, er sprach ohne Mikrofon und war kaum zu verstehen und kam zudem mit Papierplänen, die trotz des Öffentlichkeitgebots nur den Abgeordneten zugänglich gemacht wurden).

Er stellte sich vor, seine Name wäre Dirk Nitsche und komme von der Firma Bonava aus Fürstenwalde.
(Anmerkung: Bei Bonava klingelte es bei mir. Hatte sich damals nicht die Firma NCC in Bonava umbenannt und war Dirk Nitsche da nicht auch schon als Projektleiter beschäftigt gewesen? Die NCC hat im Stil der Demos-Häuser in der Bergmannssiedlung im Rüdersdorf Häuser gebaut).
Er sprach über die Firma, die heute 2000 Menschen in acht europäischen Ländern beschäftigen würde. In Fürstenwalde alleine wären es 1000. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 2500 Wohneinheiten in Form von Siedlungsbau an Eigennutzer oder Investoren verkauft. Siedlungsbau schwebe der Firma auch für Woltersdorf vor.
(Anmerkung: Wäre schön einige fertige Projekte genannt zu bekommen, um sich den Stil der Firma anzusehen).

Als nächste erklärte Dirk Nitsche, dass er seinen Laptop vergessen habe und deshalb das Projekt nur kurz vorstellen könnte. Er bot aber das Ganze den Gemeindevertretern in Papierform an. Weiter erklärte er, dass er das Grundstück von Herrn Schnieber erworben habe und nun die beiden Bebauungspläne zu einem Bebauungsplan zusammenfassen wolle. Es sollen 79 Einfamilienhäuser entstehen.
(Anmerkung: DEMOS 2 lässt grüßen.)
Es sollen dort Doppelhäuser mit 2,5 Etagen und Satteldach oder Einzelhäuser 1,5 Etagen mit Satteldach entstehen. Dirk Nitsche erklärte, dass man aber flexibel wäre. Die gesamte Erschließung des Gebietes und der Straßenbau würden auch dazu gehören.

Carsten Utke fragte, wie das mit dem Bebauungsplan aus dem Jahr 2003 wäre, denn damals war nicht Herr Schnieber der Eigentümer sonder die Venture 2000, wäre nun die Bonava der Eigentümer oder wer. Dirk Nitsche eierte rum und meinte so ähnlich. Herr Schnieber und die andere Gesellschaft wären auf die Bonava zugekommen und haben gefragt, ob sie das Grundstück erwerben wollen. Man habe sich geeinigt und es wurde beurkundet.
(Anmerkung: Nitsche eierte so stqark, dass unklar blieb, ob Schnieber da noch irgendwie mit drinsteckt oder nicht. Das macht neugierig).
Ein kleines Problem ergab sich noch in den Augen von Bonava, ein kleiner Streifen der Gemeinde gehörte, der durch das Gebiet ging. Es wurde eine Vereinbarung mit der Gemeinde getroffen, die Herr Löwe auch beurkundet hat [ein Schrei] weiter kam er nicht, Kerstin Marsand fuhr dazwischen und erklärte, dass das nicht in den öffentlichen Teil gehören würde, das wäre nicht öffentlich.
(Anmerkung: Upps, da ist wo etwas hochgekommen, was unter der Decke bleiben sollte. Kerstin Marsand wollte dazu noch etwas im nicht öffentlichen Teil sagen).

Heinz Vogel fand es schwierig, dass jemand, ohne dass er historisches Hintergrundwissen habe, ein Grundstück kaufe und darauf Häuser bauen möchte. Er könne nicht erwarten, dass die Gemeindevertreter da euphorisch reagieren würden. Gekauft, um es so anzubieten ohne die Gemeindevertreter ins Benehmen zu setzen, denn hier soll eine lockere Bebauung stattfinden.
(Anmerkung: Nach den vorgelegten Plänen sieht das eher nach DEMOS aus)
Dirk Nitsche meinte, dass sie für Normalverdiener, Familie mit zwei Kindern, bauen würden. Die angebotenen Grundstücke wären, bei den gestiegenen Baukosten schon relativ groß.

Jens Mehlitz fand, dass das, was er da auf dem Papier sehe, sehe Demos-langweilig aus. Es sollte lockerer sein, ein Potpourri von Häusertypen, das würde besser zu Woltersdorf passen. Dirk Nitsche meinte dass wäre kein Problem, da es verschieden Haustypen gebe. Wilhelm Diener fand es zu uniform. Carsten Utke interessierte sich für die Versiegelung der Flächen, was mit dem Regenwasser passieren soll. Dirk Nitsche sah darin nicht direkt so ein Problem, da, seiner Ansicht nach, der Sandboden sehr versickerungsfreudig wäre. Das Regenwasser könne einmal auf den Grundstücken versickern und die Straßen bekämen Mulden.
(Anmerkung: Auch die Demos steht auf Sandboden und hat Entwässerungsprobleme).

Jutta Herrmann wies auf die geringe Breite des Kiesweges hin und fragte sich, wie dort eine Entwässerung über Mulden entstehen sollte. Außerdem fragte sie sich, wie man aus dem Gebiet rausfahren solle, da es nur zwei kleine enge Sandstraßen gibt. Es kann in dem Gebiet im Kreis gefahren werden, mehr nicht.
Dirk Hemmerling meinte dazu, dass, wenn gebaut werde, zuerst die Sandstraßen von den Baufahrzeugen zerfahren werden. Da würden Häuser stehen, dass ginge nicht so.
Dirk Nitsche erklärte, dass erst einmal erschlossen werden müsse und die Straßen dann mit Notasphalt versehen werden.
Michael Schulz fragte sich, wenn so viel Menschen dort wohnen sollen, wie es um Kinderspielplätze und soziale Einrichtung bestellt wäre und ob mit dem Grundstückverkauf das Waldproblem vom Tisch wäre.
Dirk Nitsche meinte dazu, dass sie die Waldflächen mit gekauft hätten. Michael Schulz dachte nun laut über einen Hubschrauberlandeplatz dort nach.
(Anmerkung: Das neuste Steckenpferd unserer Gemeindevertreter, der BER ist ansteckend).

Karl-Heinz Ponsel schlug nun vor, dass sich die Fraktionen Gedanken machen, die Kritikpunkte zusammentragen und an Kerstin Marsand weiterleiten sollten. Kerstin Marsand meinte, sie würde sich über viele Zuarbeit zu dem Konzept freuen. Sie betonte aber auch, dass die Flächen, die im Außenbereich lägen nicht bebaut werden. Ihr schwebte so ein Vertrag wie in der Rüdersdorfer Straße (TLG/Werft-Gelände) vor. Karl-Heinz Ponsel fragte bis wann die Fraktionen liefern sollen und hörte bis Ende Juli.

Die ursprüngliche Planung

Die ursprüngliche Planung


Die neue Planung

Die neue Planung


Punkt 9. Bebauungsplans Nr. 1/91 „Schönebecker Weg – An den Fuchsbergen“ – 4. teilweise Änderung durch den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Seniorenresidenz am Berliner Platz“ Beratung und Beschlussempfehlung zur Änderung des Durchführungsvertrages BV 29_2018
Kerstin Marsand führte aus, dass der Vorhabenträger sich im Durchführungsvertrag im August 2017 verpflichtet hatte noch drei Stadtvillen zu errichten. Die Größe der ursprünglich geplanten Wohnungen wurde verändert, so dass anstelle der geplanten ca. 28 Wohnungen nun 50 Wohnungen entstehen sollen, es wurde im Bauausschuss im Februar vorgestellt. Damit ergebe sich ein Stellplatzproblem, denn laut Satzung müsse pro Wohnung ein Stellplatz zur Verfügung gestellt werden. Der Seniorenbeirat habe dazu eine Umfrage gestartet mit dem Ergebnis, dass ein Stellplatz für zwei Wohnungen also 1:2 ausreichen würde. Karl-Heinz Ponsel fragte wie viele Stellplätze. Kerstin Marsand meinte dazu, dass sich da bei 1:2 gegenüber dem Februar, als die Stadtvillen so vorgestellt wurden, nichts ändern würde.

Stefan Bley, Dirk Hemmerling und Jens Mehlitz waren dafür, dass es bei den Parkplätzen keine Änderung geben soll.
(Anmerkung: Das bedeutet weniger Wohnungen. Es kann nicht sein, dass einem Großunternehmen finanzielle Angenehmlichkeiten eingeräumt werden, die dem Rest der Einwohnerschaft aus guten Grund verweigert wurden. Zudem kann sich der Bestimmungszweck der Wohnungen ändern und dann fehlen diese Parkplätze und die Autos stehen dann auf den Parkplätzen der Demosbewohner).

Karl-Heinz Ponsel verlas nun den Beschluss. „Die Gemeindevertretung der Gemeinde Woltersdorf beschließt in ihrer Sitzung am 04.07.2018, den Durchführungsvertrag zur 4. teilweisen Änderung des Bebauungsplanes Nr. 1/91 „Schönebecker Weg – An den Fuchsbergen“ als vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Seniorenresidenz am Berliner Platz“ entsprechend der Anlage 1 zu ändern.“ Das wurde abgelehnt.

(Anmerkung: Das Voraussetzung um eine Wohnung mieten zu können ist, entweder 65 Jahre alt oder Pflegegrad 1. Mit diesen Kriterien ist man noch fit und kann auch noch Auto fahren. Es wird immer wieder von den Betreibern betont, es würde sich um betreutes Wohnen handeln. Das stimmt aber nicht. Es ist richtig, dass ein Mieter einer Wohnung die Möglichkeit geboten wird, auf Pflege, Essen und mehr zurückzugreifen wenn er will, aber es ist nicht zwingend vorgeschrieben. Er kann auch einen privaten Pflegedienst unabhängig von Alexa ordern. Es ist zwar das Bestreben der Senioren so lange wie möglich in der eigenen Wohnung oder im Haus zu bleiben. Es gibt auch andere, die schon mal für den Tag x vorsorgen wollen und sich schon mal in eine Seniorenwohnung einmieten, aber weiterhin eigenständig leben wollen. Es kann auch sein, dass ein Partner dann irgendwann in das Pflegeheim wechseln muss, dann lebt der Partner noch in seiner Nähe. Also, so einfach abzuwiegeln, dass die Senioren kaum noch Auto fahren würden, stimmt keinesfalls.

Es gibt dazu eine interessante Ausführung unter dem Motto – Veränderte Ansprüche an Wohnen und Leben im Alter – dort wird u.a. folgendes ausgeführt: „..die Ansprüche und Vorstellungen der heutigen Senioren haben sich gewandelt. Sie wollen nicht einfach mit altersgerechtem Wohnraum versorgt werden oder den „schönen “ Platz im Seniorenheim ausgesucht bekommen. Sie wollen selbst entscheiden können, wie lange sie schlafen, mit wem sie zusammenwohnen, wie sie ihren Tag gestalten und vieles andere mehr. Immer mehr machen sich auch Menschen mittleren Alters Gedanken, wie sie sich langfristig auf das Alter vorbereiten können, z.B. in dem sie ein Wohnprojekt aufbauen, in dem sie sich auch im Alter wohlfühlen können.“ (Quelle: wohnen-im-alter-in-brandenburg.de)
Auch die Wohnformen werden diskutiert wie Senioren-WG, Mehrgenerationenhaus oder andere alternative Wohn- und Versorgungsformen. Das wurde in einer repräsentativen Umfrage im aktuellen Pflege-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK festgestellt).

Punkt 10.Beratung und Beschlussempfehlung zur Erneuerung Straßenbeleuchtung in der Ethel-und-Julius-Rosenberg-Straße und in der Friedrich-Starke-Straße BV 30_2018
Kerstin Marsand hatte beschlossen nicht mehr viel dazu zu sagen, da alle Unterlagen vorliegen würden. Die Gemeindevertreter sahen es ähnlich und verzichteten auf eine Beratung.

Karl-Heinz Ponsel konnte deshalb sofort den Beschluss verlesen. „Die Gemeindevertretung der Gemeinde Woltersdorf beschließt, die Straßenbeleuchtung in der Ethel-und-Julius-Rosenberg-Straße (zw. Grenze Sanierungsgebiet Höhe Haus Nr. 46 und Ortsgrenze Erkner) und in der Friedrich-Starke-Straße zu erneuern, zu erweitern und zu verbessern (Baubeschluss).
Das Bauprogramm wird im Ergebnis der der Entwurfsplanung (LPH 3 der HOAI) festgelegt. Die Bürgermeisterin wird beauftragt, die Planung der Maßnahme in 07/2018 zu beauftragen und den Entwurf zur Bestätigung vorzulegen. Die Haushaltsmittel zur Ausführung der Maßnahme sind im Haushalt 2019 bereitzustellen.“ Alle stimmten zu.

Teil 3/3

6 Gedanken zu „Bauausschuss 06. 2018 – Teil 3; Krähenwinkel

  1. Falk

    Neue Einwohner, koste es was es wolle.
    Die Kita im TLG Gelände bezahlen letztendlich die neuen Käufer der Häuser, wie töricht muss man sein das das der irische Investor schenken wird.
    Zum Millionär haben die Gemeindevertreter die Herren Investoren ja schon gemacht.
    Vielleicht gibts ja auch eine Spende fürs Sommerfest.

  2. Peter Müller

    Soviel zu Waldernte und Aufforstung!
    Mit den Abgeordneten werde ich auch noch zum Investor!!!

    Parkplätze Seniorenresidenz: einfach mal nach Rüdersdorf in die Seestr. fahren und da kann so gut wie keiner mehr Auto fahren!

  3. Milchmädchen

    Städtebauliches Konzept Krähenwinkel?
    Ich kann bei Betrachtung der Planung nur das Konzept Profitmaximierung erkennen!

    Das Plangebiet ist gegenüber der letzten Runde wieder grösser geworden.
    Was einmal als „Flurbereinigung“ im Zwickel Kiesweg / Stolper Weg / Victor-Hoeth-Strasse begonnen hat, wurde als überplante Fläche von Termin zu Termin grösser, die Grundstücke dafür immer kleiner und immer mehr Wald verschwindet.

    Es gibt zwei Gründe, warum das jetzt alles „über die Bühne“ muss:
    – Höchstpreise auf dem Immobilienmarkt – hier helfen Verwaltung und Politik der Wirtschaft nur beim Geld verdienen, wenn sie die Vorstellungen akzeptieren und dafür noch Wald- und Wiesenflächen in Bauland umwandeln.
    Das Nachsehen hat die Natur und der Ort, der Kapazitäten an Bildungseinrichtungen und Verkehrswege schaffen muss. Warum? Was bring es dem Ort ausser neue Probleme und finanzielle Klimmzüge?
    – Der LEP-HR. Hier sollen wohl noch vor Inkrafttreten Fakten geschaffen werden. Die Landesregierung (nicht zuletzt der sich mit dem Ort verbunden fühlende Minister) sollte hier ein wachsames Auge drauf haben, damit die Ziele nicht schon weit verfehlt sind, bevor die Regionalplanung überhaupt in Kraft ist.

    Ich glaube, dieses „Cui bono?“ sollte zu allererst ehrlich von allen Beteiligten beantwortet werden, bevor man die Diskussion über die Details fortsetzt!

    Der Satz: „Dirk Nitsche sah darin nicht direkt so ein Problem, da, seiner Ansicht nach, der Sandboden sehr versickerungsfreudig wäre. Das Regenwasser könne einmal auf den Grundstücken versickern und die Straßen bekämen Mulden.“ macht mir starke Bauchschmerzen.
    Hier empfehle ich allen Beteiligten äußerste Vorsicht und durchaus einmal, mit den „Alteingesessenen“ und Baubetrieben am Ort zu reden. Den Satz „Hier hätte man niemals bauen dürfen“ habe ich zum Demos-Gebiet gehört ebenso wie zum Stolp. Wasser, das versickert, fliesst auch irgendwo hin. Das kann man weder mit Planungen am Katasterblatt aus der Entfernung feststellen noch mit Überfliegungen. Hier hilft nur, langjährige Erfahrungen Ernst zu nehmen. Man kann nach einem stärkeren Regen auch gerne mit leichtem Schuhwerk eine Ortsbegehung machen und sich von der Versickerungsfreudigkeit des Bodens überzeugen.

    Ein kleines Detail noch: Der Hubschrauber landet derzeit im Notfall (der durchaus vorkommt) genau auf dem überplanten Stück am Krähenwinkel; also nach Umsetzung der Planung nicht mehr…

  4. Dr. Adam aus Fichtenau

    Auch in unserer „Waldgartenkulturgemeinde“ Schöneiche beobachte ich eine solche Entwicklung mit großer Besorgnis. Überall wird gebaut, Flora und Fauna werden rücksichtslos und unwiederbringlich vernichtet. Durch den Schulneubau nimmt man den Tieren wichtige Rückzugsorte und zieht noch mehr Familien mit noch mehr lärmenden Kindern an…

    Es ist furchtbar. Wir waren mal ein beschaulicher, ansehnlicher Ort. Weniger provinziell als Woltersdorf, zugegeben, aber doch sehr dörflich.

    Die Gemeindevertretung sollte dem einen Riegel vorschieben, denn irgendwann „ist das Boot voll“ und eine Gemeinde verträgt keine zusätzlichen Einwohner. Ganz genauso verhält es sich mM in Woltersdorf. Nur mag das in Schöneiche niemand offensichtlich so laut auszusprechen wie in Woltersdorf.

  5. Grünling

    Was wird aus Woltersdorf? Anscheinenend eine Beton-Bettenburg bzw. Schlafstadt. Der dörfliche Charakter soll völlig verloren gehen. Schon jetzt sind die Bausünden schrecklich anzusehen, wie z.B. Demos-Siedlung, Neubau an der Schleuse, neues Seniorenzentrum). Sind die Gemeindevertreter und die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung nicht den Bürgern vor Ort verpflichtet? Davon merkte ich bei den von mir besuchten Bauausschusssitzungen (bis auf wenige Ausnahmen z.B. Herren Ponsel, Mehling und H. Vogel) nichts. Wir sind doch ein Dorf, in das bereits viele Städter gezogen sind, um Ruhe und Natur um sich zu haben. Und nun soll dieses Dorf an jeder Ecke bis in die Höhe zugepflastert werden. Natur- /Baumschutz sind offensichtlich egal. Der Umgang mit den Ressourcen sowie die Entscheidungswege werden sicherlich von weiteren Behörden und Gerichten überprüft werden müssen.
    Die Aussage zum Bebauungsplan Stolper Weg ist der reinste Hohn, dass die angebotenen (Mini-) Grundstücke schon ziemlich groß wären, bei den gestiegenen Baukosten. Hat da jemand vergessen, dass Waldfläche von der Venture 2000 MK GmbH erworben wurde? Das ist womöglich Wucher. Dort kann doch Wald bleiben, muss nicht zwingend in Bauland umgewandelt werden. Es besteht kein Zwang und kein Anpruch auf Umwandlung der Flächen, denn es kommt auf die tatsächliche Art der Fläche an. Und das ist Wald.
    Den evtl. Grundstücksinteressenten muss auch erklärt werden, dass Kinder keine Kita-/ Schulplätze vorfinden werden, in Erkner schon ab 7:30 Uhr keine Parkplätze für Pendler zu finden sind, keine neue Patienten in vielen Praxen mehr angenommen werden us.w.
    Mein Appell an die Verwaltung und die Gemeindevertreter: Machen Sie aus Woltersdorf kein Berlin, glauben Sie nicht was sog. Investoren vor Vertragsschluss versprechen. Erhalten Sie das Rest-Woltersdorf, weshalb wir hier leben wollten: ein schönes grünes Fleckchen Erde.

    1. Lieschen Müller

      Hallo Grünling,
      Ja das wird oft vergessen, das keine Kita& Schulplätze mehr da sind und auch der Rest stimmt so.

Kommentare sind geschlossen.