Archiv des Autors: BerndWohlers

Monokulturen contra Mischwald

Es stimmt, der Eautobauer Tesla will das Gelände bei Grünheide abholzen, es sind Unmengen Nadelbäume – Nutzholz genannt. Irgendwann würden die Kiefern sowieso dem Harvester zum Opfer fallen. Rund um Berlin ist und wird überall großflächig Nadelholz gepflanzt. Diese Monokulturen sind empfindlich gegen Krankheiten und bieten auch nicht sehr vielen Tiersorten Schutz und Nahrung. Verantwortlich ist die Gier der Menschen, die schnellwachsende Bäume brauchen, der Wald ist so wie er ist lebendes Lager der Industrie.

Hier ist ein Umdenken angesagt, langsam setzt sich auch die Erkenntniss durch, das Mischwald, wie er seit Urzeiten Jahren in Mitteleuropa vorhanden war, die einzig praktikable Lösung für einen gesunden Wald ist. Zu seiner Zeit fürchtete sich Tacitus [ca 58 n. Chr bis 120] vor den dunklen Wäldern Germaniens, Lang ist es her, zu lange.

Laubbäume werfen viel Schatten, was die Verdunstung in Grenzen hält. Mischwälder sind weniger anfällig gegen Krankheiten als Nadelwälder und sie bieten mehr Tieren Unterschlupf und Nahrung. Laubbäume sorgen dafür das die Sonne gefiltert, nicht direkt, wie bei Fichtenwälder auf den Boden ankommt, das dann zu einer kräftigen Erwärmung der unteren Luftschichten führt. Weiterlesen

Brandenburgische Knallwochen


Bei uns fing es Heiligabend, zur Mittagszeit, an. Erst ein Bumms, dann Zwei. Etwas später, das dritte Bumms wurde schon fordernder, lauter. Abends dann, zur Zeit der Bescherung, anstatt Stille Nacht, heilige Nacht, laute Bumms und Krachen. Gut dachte ich, wir sind in Brandenburg, die feiern Weihnachten eben mit umherfliegenden Feinstaub und lautem Getöse. Am zweiten Weihnachtstag wurde die Feststimmung mit alles übertönenden Pollenböllern in den Keller geschickt. So rummsten wir uns Tag für Tag, mal leise, mal beängstigend laut ans Silvesterfest. Es polenböllerte vom Mittag bis zum nächsten Morgen um sechs. Kontrollen scheinen an der Grenze seit Jahren nicht mehr üblich zu sein, Schmugler müssen den Sprengstoff Lastwagenweise Tag und Nacht seit Monaten hierher verfrachtet zu haben.
Der Kalender zeigt mir den zweiten Januar an, es geht, nur ab und zu, wenn einer der Knallfrösche wach wird taumelt er hinaus und wirft PolenBumms und deutsches Rumms.
Den Tröten, die ihr Kapital in Bumms und Rumms angelegt haben sind alle Konventionen scheißegal. Ob das Wild, unsere Haustiere leiden, ist ihnen scheißegal. Keine Brände, abgerissene Finger oder wie heuer auch eine ganze Hand kann sie erschüttern. Brennt da ein Zoo und ein ganzes Affenhaus samt Einwohner, alles scheißegal, hauptsache Bumms, Rumms.
Wie kann es sein, dass es einer Hälfte der Bevölkerung erlaubt ist die andere Hälfte jeden Dezember zu terrorisieren? Warum werden eigentlich Gesetze über die Anwendung von Sprengstoff erlassen, wenn sich hierzulande kein Beamter dafür interessiert. Frage ich mal ganz bescheiden unsere brandenburgische Regierung, was läuft hier in Brandenburg eigentlich ganz falsch, wenn wir jährlich zunehmend in Polenböllern waten müssen?

Krieg zum Jahreswechsel


„Bernd – okay, dann ist das so – aber auf Einzel-Schicksale kann in einer funktionierenden Gesellschaft keine Rücksicht genommen werden, wenn Die Mehrheit diese Schicksale nicht teilt?“

Das war die Reaktion eines Erkneraners zum Thema: Angst der Tiere bei der jährlichen Böllerei. Ziemlich erschreckend, auf Einzel-Schicksale kann keine Rücksicht genommen werden. Vertraut, ganz vertraut klingen die Worte. Jede dieser Silben gehörte zum Sprachduktus der Herrenrasse, die unser Land von 33 bis 45 ruinierte. Die Szene radikalisiert sich, die Sprache wird bei den Knallfröschen rauer, bereit sich über die Konventionen der Gesellschaft hinwegzusetzen. Dazu passen Nachrichten aus den Medien, wie: „Silvester in Berlin – Hunderte zusätzliche Polizisten im Einsatz“ oder „Feuerwehrverband rechnet mit dem Schlimmsten“. Hört sich nicht gerade nach einer Feier an, eher denkt man auf die Vorbereitungen zu einem Krieg.

Die Böllerfreunde, denen Mensch, Weiterlesen

Ein Atomkraftwerk wird abgeschaltet


Foto: Lothar Neumann, Gernsbach, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10060036

Nach der AKW Katastrophe in Fukushima im Jahr 2011 wollte Frau Merkel und damit Deutschland keine friedliche Atommacht mehr sein. Der Ausstieg geht rasant voran, am 31. Dezember wird nicht nur Silvester gefeiert, an dem Tag wird auch das AKW Philippsburg vom Netz gehen. Jedes Jahr kamen von dort ca. 7400 GWh elektrische Energie, absolut CO2 neutral. Gerade rechtzeitig geht dafür das neue Steinkohlenkraftwerk Datteln 4 ans Netz, mit einer vergleichbaren Energiemenge. Einziger Nachteil, es werden ca. 5 Millionen Tonnen CO2 in die Luft geblasen, jährlich. Weiterlesen

Depp oder nicht Depp, dass ist hier die Frage


Dieses erste Bild, wegen der besseren Lesbarkeit


Ein von mir bei Facebook veröffentlichter Zeitungsausschnitt über eine Umfrage von Allenbach über das Meinungsklima wirbelte einigen Staub auf.
Hier in Woltersdorf waren es Oliver Mehlitz, einst sachkundiger Bürger für das WBF und Sebastian Meskes Vorsitzender der Gemeindevertretung und Boss der Linken hier in Woltersdorf, die sich darüber bei Facebook mokierten, ihr gutes Recht. Verwundert hat mich dabei, dass Meskes wie Mehlitz zu dem kurzen Text über Meinungsklima, diesen Begriff beiseite ließen und von Meinungsfreiheit schrieben. Dabei sind das ja zwei recht verschiedene Begriffe, die auch unterschiedliche Dinge meinen. Die Änderung eines kleinen Wortes ergab dann einen ganz anderen Sinn des Zeitungsausschnittes.
Dieses Umsteigen vom Begriff Meinungsklima zum Begriff Meinungsfreiheit hat jetzt doch eine erstaunliche Steigerung erfahren. Meskes transportierte das „Klima“ dann zum „Wetter“. Meinungswetter, ach nein, hören wir auf.

Betrachten wir mal das erste Foto, auf Facebook geteilt Weiterlesen

Wir brauchen keine aggressiven Gesprächsverhinderer

Vor einigen Tagen veröffentlichte ich auf Facebook das Ergebnis des Meinungsforschungsinstitutes Allenbach zum Thema Meinungsklima. Das Ergebnis, immer mehr Menschen beklagen ein repressives Meinungsklima. 68 % sagen, man darf nichts Schlechtes über Ausländer sagen kann ohne als Rassist beschimpft zu werden. Die Mehrheit der Jugendlichen meint, dass zu sehr mit Denkverboten operiert wird. 35 % meinen freie Meinungsäußerung sei nur im privaten Kreis möglich.

Die Resonanz zu dem Tweet war heftig. Einige haben mit ihren Kommentaren bewiesen, dass an der Untersuchung etwas dran ist. Einige nutzten die Gelegenheit mich anzumachen, die hatten damit das vorgegebene Thema völlig verfehlt. Ein ziemlich großer Teil sieht es so oder ähnlich, wie es die Umfrage von Allenbach ergeben hat. Erschreckend hoch war der Anteil der Leser, die die per Gesetz geschützte Meinungsfreiheit Artikel 5, Grundgesetz mit dem Meinungsklima innerhalb der Bevölkerung verwechselte oder in einem Topf warf. Weiterlesen

Die CO2 Fabrik unserer Bundesregierung

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.
Die Flugbereitschaft unserer Regierung (z.Z. CDU/CSU – SPD) fabriziert in einem Jahr soviel CO2 wie eine Kleinstadt mit einigen tausend Einwohnern.
Bei ca. 3000 Flügen vom Mai 2018 bis April 2019 sind 40.000 Tonnen zusammengekommen.
In 2018 wurden mehr als 800 Bereitstellungsflüge von Köln/Bonn nach Berlin absolviert. Bei diesen Leerflügen ist einzig die Besatzung an Bord. Allein diese Leerflüge sind für jährlich 4000 Tonnen CO2 verantwortlich.
Respekt, für eine so kleine Truppe eine beachtliche Leistung. Gehen wir mal davon aus, dass Merkel und Co. die beschleunigte Aufheizung der Erde aus gewichtigen Interessen aller Deutschen in Kauf genommen haben.

Berliner Kaufleute – Politiker von heute

Es waren einmal ehrenwerte Kaufleute aus Liebhaberei, Berliner Männer und Frauen, aus SPD, CDU und Linke die wollten Geld machen und so verkauften sie das Tafelsilber der Stadt, Teile der Eigenbetriebe und insbesondere die Wohnungen ihrer Mieter und Wähler an andere Kaufleute, an Kaufleute, die das Geschäft nicht zum Zeitvertreib, als Hobby betrieben. Wie Kaufleute so sind, die wollen mit ihrem eingesetzten Kapital Gewinne machen, müssen sie ja auch, im Gegensatz zu den Laien-Kaufleuten aus dem politischen Spektrum. Das Ganze endete dann so wie es kommen musste, die einstigen Mieter lebten nun mit mehr oder weniger erhöhten Mieten, die sich nicht mehr alle leisten konnten. Schließlich leben wir in einem Land, in dem seit Jahren Lohnzurückhaltung gepredigt wird und eingehalten wird. Mit der Folge, dass der Kreis derer die sich immer weniger Wohnung leisten kann peu à peu immer größer wird.
Mein Sohn gehört auch zu denen denen immer weniger zum Leben bleibt. Er ist Koch in einem Restaurant, kein Wochenende, keine Feiertage, jeden Abend nicht zu Hause. Von seinem Nettolohn gehen etwas über 50 Prozent für eine 1 ½ Zimmer-Wohnung in Berlin drauf, dann noch die Monatskarte für den Bus und schon ist sein Nettoeinkommen mit mit dem monatlichen Einkommen eines Harz IV Empfängers zu vergleichen. Einziger Unterschied, letzterer muss sich über die Höhe der Miete und Nebenkosten keine Sorgen machen.

Inzwischen haben wir in Berlin neue Kaufleute aus Liebhaberei, aus SPD, CDU, Linken und Grünen, die möchten jetzt die Uhr zurückdrehen, die Fehlentscheidungen ihrer Vorgänger rückgängig machen, mit neuen Fehlentscheidungen. Mietendeckel, Enteignung, Rückkauf und was man so alles aus der realsozialistischen Welt aufgeschnappt hat.

Rückkauf ist gerade ganz in. Das kostet zwar richtig Geld und schafft nicht eine einzige neue Wohnung, macht sich aber gut fürs Publikum. 5894 Wohnungen haben die Hobby-Kaufleute aus Berlin von einer Gesellschaft zurück gekauft für satte 920 Millionen Euro. Ein wirklich hervorragendes Geschäft für die private Gesellschaft, nicht für die Käufer die ordentlich drauflegten. Vor 5 Jahren erst hatten die Berliner die Wohnungen an diese Gesellschaft für 375 Millionen verscherbelt. Wieviel ist eigentlich 920 Millionen weniger 375 Millionen? Klasse Verlust – Klasse Geschäft – Klasse Kaufleute.

Und das schönste 545 Millionen in den Sand gesetzt und keine einzige Wohnung gebaut. Wieviele einfache Wohnungen im sozialen Wohnungsbau hätte man für 920 Millionen Euro bauen können? Und das ist nicht das einzige GUTE Geschäft, welches von Berlins Spitzenkaufleuten, ehm Politiker abgeschlossen wurde. Scheint so, als gibt es nichts schöneres als das Geld, dass man nicht selber verdiente zum Fenster hinauszuwerfen.

Verkäufer war die Ado Properies und Käufer die landeseigene Gewobag. Letztere muss nun sehen, wie sie den Deal über Kredite finanziert.