An den Woltersdorfer Bürgermeister

Offener Brief an den Bürgermeister der Gemeinde Woltersdorf Sehr geehrter Herr Bürgermeister Höhne, in Ihren Mitteilungsblättern habe sie in den ersten Ausgaben dieses Jahres ganz auf ein Impressum verzichtet. Dann haben Sie sich entschlossen, den gesetzlichen Anforderungen nachzukommen; und Sie haben ein Impressum eingebunden. Bedauerlicherweise ist Ihnen die Umsetzung gründlich misslungen. Es reicht nicht aus den für das Druckwerk Verantwortlichen einfach mit „Der Bürgermeister“ zu benennen. In Ihrem Blatt fehlen die vorgeschriebenen Angaben, Namen der Drucker, des Verlegers, des Verfassers, des Herausgebers. Siehe Pressegesetz des Landes Brandenburg vom 13. Mai 1993 (GVBl. I S. 162) § 8 Impressum. Zudem ist der Begriff „Bürgermeister“ nur eine juristische und keine natürliche Person. Weiter möchte ich auf einen redaktionellen Mangel Ihrer Blätter hinweisen. Als Beispiel soll mir Ihre letzte Ausgabe Nr.6, Seite 8 dienen: Welchen Nutzen habe ich von unvollständigen Angaben, wie „Joseph Parsons Band, Turmblasen etc., wenn keine Uhrzeiten genannt werden? Beim Turmblasen wird nicht einmal der Ort des Ereignisses genannt. Ob solch ein Mitteilungsblatt uns etwas mitteilt, wenn die Mitteilung nicht vollständig ist? Die Beantwortung dieser Frage überlasse ich Ihnen. Die schlechte Druckqualität und das dröge Erscheinungsbild des Blattes liegt wahrscheinlich am Mangel von Fachwissen, Gerätschaft und Finanzen. Das muss man eben, so wie es ist, hinnehmen, aber so eine Kleinigkeit wie ein mangelhaftes Impressum und mangelhafte Ankündigungen, die bräuchten nicht sein. Man sieht dem Blatt einfach von weitem an, dass es hingeschludert wurde. Mit freundlichen Grüßen B. Wohlers (Antwort nicht erforderlich, da Sie ja grundsätzlich nichts beantworten) Pressegesetz des Landes Brandenburg vom 13. Mai 1993 (GVBl. I S. 162) § 8 Impressum (I) Auf jedem im Geltungsbereich dieses Gesetzes erscheinenden Druckwerke müssen Name oder Firma und Anschrift des Druckers und des Verlegers, beim Selbstverlag des Verfassers oder des Herausgebers, genannt sein. (II) Auf den periodischen Druckwerken sind ferner Name und Anschrift des verantwortlichen Redakteurs anzugeben. Sind mehrere Redakteure verantwortlich, so muß das Impressum die in Satz 1 geforderten Angaben für jeden von ihnen enthalten. Hierbei ist kenntlich zu machen, für welchen Teil oder sachlichen Bereich des Druckwerks jeder einzelne verantwortlich ist. Für den Anzeigenteil ist ein Verantwortlicher zu benennen; für diesen gelten die Vorschriften über den verantwortlichen Redakteur entsprechend. (III) Zeitungen und Anschlußzeitungen, die regelmäßig ganze Seiten des redaktionellen Teils fertig übernehmen, haben im Impressum auch den für den übernommenen Teil verantwortlichen Redakteur und den Verleger zu benennen. Kopfzeitungen müssen im Impressum auch den Titel der Hauptzeitung angeben. Weitere Artikel über Woltersdorf auf meiner Homepage

  1. Heiko

    Kommentar an „renate“

    Hallo Renate!

    Ich schließe mich als Nachbar aus Schöeiche den Briefen von den Kommentaren vom Jurnal „An den Woltersdorfer Bürgermeister“ an!

    Aber über Ihren Kommentar vom 13.November 2009 (leider heute erst durch Zufall gelesen) kann ich nur schmunzeln!

    Ist doch ein Witz, daß Ihr dort im tiefsten Westen am Ammersee nach 20 Jahren Wende noch nicht mitbekommen habt, wer den Solidaritätszuschlag
    alles zu bezahlen hat. Und dann solche unqualifizierten Kommentare?

    Wer profitiert denn davon!?

    Hier im Osten zahlen wir übrigens auch Solidarzuschlag! Nur nicht so viel, da wir nicht so viel verdienen dürfen!

  2. renate

    Lieber Bernd, ich denke es ist gut, dass wir hier im Westen wenig davon wissen, wohin unser Solidarzuschlag geht, bzw. wer und wie ihn verbrät. Sonst würde ich vermutlich sehr zornig werden.

    Aber es war schon immer so und so wird es auch bleiben: Spitzbuben rotten sich zusammen. Und wir sind umzingelt von ihnen – weil sie alle zusammenhalten. Warum wohl? Weil sie dem deutschen Volk „dienen“ wollen. Ich lach mich kaputt!

  3. Renate

    P. S.: Was die Bürgermeister so verzapfen (lassen), ist immer wieder interessant. Letztes Jahr wurde die Homepage meiner Gemeinde neu „gestaltet“.

    http://www.schondorf.de

    Besonders hübsch finde ich das auf der Stelle schaukelnde Schiff…

    1. Bernd

      Da hast du aber die Spezie der Politiker im Osten noch nicht kennengelernt. Hier gibt es erstaunlich viele, die sind in keiner Partei vertreten, werden eigenartiger Weise immer wieder gewählt. Im Hintergrund findest du dann im allgemeinen eine freie Wählergemeinschaft. Bei der Konstellation schrillen bei mir immer die Alarmglocken. Die Vorwende-Biografie dieser Politiker ist meist sehr nebulös und unscharf. Hat man das Vertrauen der Einheimischen erworben , dann hört man schon mal: Der, ach der, der war doch früher FDJ-Sekretär, bei der Stasi, Kader der SED, Offizier der NVA, Volkspolizei und, und, und. Deshalb geht es hier im Osten nicht vorwärts, die alten DDR-Politrucks sitzen ohne einen Tag Unterbrechung immer noch in ihren alten Ämtern und wollen gut versorgt sein. Nun kommen noch die vom Ministerpräsidenten Platzeck wieder Salonfähig gemachten Stasispitzel hinzu. Wir hier sind umzingelt von den Schindern, die wir an sich loswerden wollten. Nur die Opfer der alten Garde, denen geht es genauso schlecht wie in der DDR.

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