Amtsleiter Hannes Langen – Teil 2

LKWs in WoltersdorfIn der Wilhelm-Tell-Straße wird seit Wochen ein über 7.5 t schwerer Sattelschlepper geparkt, früher parkte er als Dauergast in der Rüdersdorfer Straße an einem Glascontainer. An sich nichts ungewöhnliches, ungewöhnlich ist, dass die MOZ heute darüber berichtet. Die Zeitung sprach mit dem neuen Ordnungsamtsleiter Hannes Langen und was der so von sich gab, ist aussergewöhnlich ungewöhnlich.

Ordungsamtsleiter Hannes Langen: Der LKW darf da stehen, sagte der neue Amtsleiter nach Beratung mit seinen Mannen. Er gewinnt dem dortigen Zustand sogar Positives ab, weil der Truck den Verkehr beruhigt. Obendrein verdient der Mann mit dem LKW sein Brot und irgendwo müsse er ihn ja hinstellen.

Erstens, der LKW darf dort nicht ununterbrochen über Wochen parken, § 12 (3a) Halten und Parken StVo.

(3a) Mit Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t sowie mit Kraftfahrzeuganhängern über 2 t zulässiges Gesamtgewicht ist innerhalb geschlossener Ortschaften
1.
in reinen und allgemeinen Wohngebieten,
2.
in Sondergebieten, die der Erholung dienen,
3.
in Kurgebieten und
4.
in Klinikgebieten
das regelmäßige Parken in der Zeit von 22.00 bis 06.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen unzulässig.
Das gilt nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen sowie für das Parken von Linienomnibussen an Endhaltestellen.

Zweitens, ich finde absolut nichts Positives an dem dort seit Wochen parkenden LKW. Nachts, bei Regen, Nebel und Schneetreiben, ist die Kutsche schlecht zu sehen. Sie behindert auf Dauer den fließenden Verkehr und hat über den Winter ein sachgemässes Schneeräumen verhindert.

Drittens, wer mit seinem LKW sein Brot verdienen will, der muss den Wagen bewegen und nochmals bewegen, um überhaupt zurecht zu kommen. Ein stehender LkW verdient kein Brot, er frißt es auf.

Herr Hannes Langen, eine Frage, sind Sie als Architekt in dem neuen Job vielleicht zu kreativ und zuwenig Jurist mit Sachkenntnissen?

  1. Gordon Eggers

    Ein Blick in die Straßenverkehrsordnung kann auch nicht schaden:

    3a) Mit Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t sowie mit Kraftfahrzeuganhängern über 2 t zulässiges Gesamtgewicht ist innerhalb geschlossener Ortschaften

    1.

    in reinen und allgemeinen Wohngebieten,
    2.

    in Sondergebieten, die der Erholung dienen,
    3.

    in Kurgebieten und
    4.

    in Klinikgebieten

    das regelmäßige Parken in der Zeit von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen unzulässig.

    Bleibt zu klären, ob es sich um ein allgemeines Wohngebiet handelt.

    Ansonsten kommt § 1(2) in Betracht, da die LKW gefährliche Situationen provozieren:

    (2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

  2. Gordon Eggers

    Diese LKW in der Wilhelm Tell Strasse nerven richtig. Ausgebaut wurde diese Strasse vor mehr als 10 Jahren, um den Verkehr flüssiger zu machen und nicht als Parkplatz für eine Spedition. Wem gehören eigenglich diese LKW ? Ist da ein Gewerbe angemeldet ? Oder ein Wilder Parkplatz ?

    In Woltersdorf geht ja bekanntermaßen alles, ohne dass es das Amt irgendwie interessiert. ! Wofür bezahlen wie diese Leute eigentlich ? Sicher nicht dafür, damit dass sie uns sagen, was alles nicht geht.

    Diese bezahlten Herrschaften sollen uns das Leben leichter machen, nicht mehr, aber auch nicht weniger… das ist ihr Job.

  3. Robert Henkel

    Hallo zusammen,

    was das Parkverbot angeht, würde ich mich da nicht soweit aus dem Fenster lehnen wollen.
    Ich denke dass die Wilhelm-Tell-Straße weder zu reinen und allgemeinen Wohngebieten noch zu Sondergebieten, die der Erholung dienen noch zu Kurgebieten noch zu Klinikgebieten zählt.
    Das Parken der Laster dort mag störend sein, die Gemeinde sollte es einschränken.
    Diese Diskussion lässt in mir Zweifel aufkommen, ob es wirklich um die parkenden Laster geht, sondern vielmehr um die Person des Amtsleiters der wohl nicht passt…

    1. Dorit Stagge

      Nicht passt…. wie richtig Sie das erkannt haben. Es passt nicht, dass er keinerlei berufliche Qualifikation für die Leitung dieses Amtes hat.

  4. Andreas Heinitz

    Hallo Nachbarn,

    Sehr geehrter Herr Langen,

    ich habe mich Ihnen bei der Weihnachtsbaumverbrennung auf unserem Sportplatz vorgestellt und viel Glück für die neue Aufgabe in Woltersdorf gewünscht. Meinen eindringlichen Hinweis, dass die Woltersdorfer sehr sensibel geworden sind, was die Person des Ordungsamtsleiters betrifft, scheinen Sie völlig ignoriert zu haben. Kaum angefangen, haben Sie sich selber schon mit einer zweiten Pressemitteilung erneut disqualifiziert. Das gleiche gilt für die Personen, der Sie Ihre Einstellung zu verdanken haben und das ist nicht der Bürgermeister, denn er hat keine Personalhoheit mehr.
    Gruß an alle Woltersdorfer
    Andreas Heinitz

  5. Manfred Fischer

    Schön, dass hier einmal, die Gemeindeverantwortlichen, de jure aufgeklärt werden, was zulässig ist und was nicht.
    Bei Fahrten nach Rüdersdorf, ist nicht nur mir, der Sattelzug-Dauerparker mehrfach als Verkehrshindernis aufgefallen; hinzu kommt noch, der mehr als schwache Winterdienst in Woltersdorf, wo das Ungetüm, bei Glatteis, von den Verkehrsteilnehmern, mit viel Risiko umfahren werden musste.
    Die hier dargestellten verbalen Äußerungen von Herrrn Amtsleiter Langen und die fehlende gesetzeskonforme Entscheidung, geben den Bürgern unseres Ortes, keine Rechtssicherheit.

    1. Bernd

      Vor Herrn Langen hatten wir einen fachlich erstklassigen Leiter des Ordnungsamtes, leider hat er uns verlassen. Er mochte wohl nicht mehr mit einem neuen Teamchef zusammenarbeiten. Schade!

    2. Manfred Fischer

      Zu Herrn Pieper, war aber aus Volkes Munde, in immer stärkerem Maße, seiner 20-jährigen Amtszeit, viel Gegenteiliges zu hören.

      Fachlich vielleicht ok, aber ein Theoretiker, der praktisch nur denkt, ist für die Basisarbeit in einer Kommune ungeeignet.

    3. Bernd

      Ich kann mir über Pieper als Mensch kein Urteil erlauben, kenne ich ihn doch kaum. Seine Fachkompetenz, die ich in einigen Sitzungen der Gemeinde erleben durfte, fand ich gut.

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